Unna in alten Ansichten Band 4

Unna in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6168-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 4'

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Gastronomie

69 Dicht am Bergisch-Märkischen Bahnhofhatte am Eingang zur Kleinen Bahnhofstraße, die 1945 in Katharinenstraße umbenannt worden war, der Gastwin Bernhard Dröge zur Mitte des 19. [ahrhunderts ein Hotel-Restaurant erbaut. Das zugehörige Gartenrestaurant, das diese 1 91 0 abgestempelte Ansichtspostkarte zeigt, war ûber eine Rampe links neben dem Haus zu erreichen

(II/2 3). Am Tisch sitzen rechts die alten Eheleute Bernhard Dröge, vor Kopf ihr Sohn Wilhelm und links an der Seite seine Frau. Bei den anderen Herren handelt es sich gewiß um Stammgäste

des Hauses. Zur Bahnhofsseite wird das Grundstück abgegrenzt von der offenen Laube mit dem Verkaufskiosk. Rechts im Hintergrund erkennt man den Saalbau derTonhalle.

Gruss aus Unna j. W.

Hotel Reslauranl W. Dröo~ - Teleten ltOO.

70 DieTonhalle am Bahnhof war der größte Veranstaltungssaal in der Stadt Unna. 1878 hatte ihn der Gastwirt Bernhard Dröge im Hofraum hinter seinem Gasthaus erbauen lassen. Hinfort wurde er für alle möglichen Veranstalrungen genutzt. Angesehene Wanderbühnen gaben darin ihre Gastspiele. Der Musikverein führte in dem Saal seine Chorkonzerte auf und veranstaltete darin seine geselligen Feste. Bevor der Schützenhof erbaut worden war, feierten hier auch die Unnaer Bürgerschützen. Vaterländische Feiern fanden in der Tonhalle ebenso statt wie Partel- und Gewerkschaftsveranstaltungen. Van 1919 bis 1924 hatte das 'Stadttheater

Unna' von ]ulius Benne den Saal gepachtet, und nach einem inneren Umbau diente die Tonhalle van 1943 bis 1968 als Lichtspieltheater. Im Zuge städtebaulicher Maßnahmen wurde der fast hun-

dertjährige Saalbau 1970 abgebrochen.

71 Zweimal hob sich im November 1929 derVorhang der Tonhallen-Bühne vor ausverkauftem Hause für den Schwank 'Der wahre Iacob' von Arnold und Bach. Der Musikverein Unna unternahm damit einen 'letzten Seitensprung in die Gefilde der leichtgeschürzten Muse', wie die Unnaer Zeitung schrieb, um mit dem Erlös die Kasse für die großen Chorkonzerte zu füllen. Das Foto zeigt das Musikvereins-Ensemble auf der TonhallenBühne. Zu sehen sind von links nach rechts Dr. med. Walter Fochtmann, Latte Thorwarth; unerkannt blieb der Ziehharmonikaspieler darüber. Es folgen Arthur Krause, Gustav Hilburg, Hul-

da Wigger, darüber Carl Wigger, dann Karl Didier und auf dem Schrank Dipl.-Ing. Ernst Wigger als der 'Wahre [acob'. Vor ihm sitzt Irmgard Wigger. Nicht erkannt wurden die beiden folgenden Herren. Da-

neben auf dem Stuhl sitzt Else Hilburg. Weiter nach rechts stehen Karl Dreischer genannt Ebel, Erich Kunert, Liesel Harger, Lia Muth und ganz rechts im Pagenanzug Hilde Becker.

72 Eine der rraditionsreichsten Gaststätten in der Stadt Unna befand sich im Hause Markt 14. Schon 1818 wird sie unter dem Namen 'Zum Kronprinzen von Preußen' erwähnt. Zu Beginn des 20. [ahrhunderts, als Emil Risse das Haus bewirtschaftete,

trug das Hotel-Restaurant den Namen 'Zum Deutschen Kaiser', der nach Ende der Monarchie 191 8 in 'Hotel zum Alten Markt' geändert wurde. Von 1 930 bis zu seiner Auflösung firmierte die Gastwirtschaft über ein halbes Iahrhundert als 'Lindenschänke'. Im Obergeschoß des Hauses lag der mit eigenem Schankraum ausgestattete Saal, den die im Juni 1910 abgestempelte Ansichtspost -

karte zeigt. Manche Familienfeste wurden hier gefeiert. Politische Kundgebungen und Vereinsversammlungen fanden darin start. Vor dem Bau des evangelischen Gemeindehauses 1900 versammelten

sich hier der Evangelisch Soziale Verein und die Frauenhilfe. Musikverein und Quartettverein hielten ihre Übungsstunden darin ab.

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73 Vor der Gastwirtschaft von Heinrich Koepe in der Alten Heide entstand dieses Erinnerungsfoto an einen Unnaer Familienausflug um 1905. Zu sehen sind darauf vorn von links nach rechts Fräulein Didier, am Arm gehalten van Dr. August Muth. Daneben steht mit Schülermütze August Müller jun. Es folgen Liesbeth Dröge im hellen und Fräulein Böringer im dunklen Kleid. Das kleine Mariechen Muth steht vor ihrer Mutter, daneben, mit großem Hut, Frau Dröge, während etwas tiefer Frau Wüstenhöfer, geb. Ulmcke, ihren Sohn Helmut an der Hand hält. Ganz rechts steht August Müller sen. In der folgenden Reihe erkennt man links, leicht ver-

deckt, den Juwelier August Muth, daneben mit Hut Grete Dröge, etwas höher dann Frau Didier jun., Luise Müller, geb. Rasche, Frau Böringer, etwas weiter nach rechts Frau Didier sen. und rechts darüber

ihren Mann Karl Didier sen. Ganz oben vor der Tûr stehen Carl Dröge, ein unbekannter Junge und Rektor Böringer.

74 Verändert hat sich beim Hause Hertinger Straße 1 0, dem Gasthof Agethen, seit 1955, als dieses Foto entstand, nicht nur die Fassade mit dem malerischen Eingangsbereich, sondern auch das gesamte Umfeld. Eigentümer war ursprünglich die Familie Wilhelm Lueg, die darin eine Rind- und Schweinemetzgerei betrieb. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der in der Wasserstraße ausgebombte Roßschlachter Karl Schilling seine Metzgerei hierher verlegt. 1956 kaufte dann der Metzgermeister Karl Lenze das Haus und richtete darin eine Gastwirtschaft ein, die er am 1. Oktober 1964 dem Kellner HeinzAgethen verpachtete. 1983 erwarb

dieser Haus und Hof und übertrug zwei [ahre später den 'GasthofAgethen' mitsamt dem Biergarten seinem Sohn Karl- Heinz Agethen.

ï 5 Schon um die Wende zum 20. Iahrhundert war die an der oberen Iserlohner Straße, bereits auf Strickherdicker Gebiet gelegene Gastwirtschaft 'Zur Wilhelmshóhe' für die Unnaer ein beliebtes Ausflugsziel, lag doch ganz in der Nähe der Unnaer Bismarckturm (II/91), von dessen Höhe man einen herrlichen Ausblick weit übers Land hatte. 1 833 hatte der Schutzenverein des Kirchspiels Dellwig das Gasthaus mitTanzsaal und Kegelbahn als Vereinsheim erbaut. Das Foto stammt aus dem [ahre 1905.

76 Zu den beliebten Gasthäusern und Raststatten an der alten Bundesstraße 1 in Massen gehörte die 'Gaststätte Kleimann' , Provinzialstraße

2 1 . Heinrich Kleimann hatte sie um 1925 im elterlichen Haus eingerichtet. Um 1950 führte zunächst derWirtWilly Osthus das Restaurant, das sich rnit seiner guten Küche und eigener Konditorei empfahl. Aus dieser Zeit auch stammt die hier abgebildete Ansichtskarte. Mitte der fünfziger jahre erwarb Bernhard Tepe den Betrieb, der nun als 'Haus Tepe' am Ruhrschnellweg firmierte. Unter dem neuen Namen 'Rasthaus Massen' bewirtschaftete dann nach 1960 Emmi Lerch für nahezu zwei [ahrzehnte das

Hotel-Restaurant. Ihr folgten um 1 980 die Familie Timmer und später Hildegard Fuß in der Leitung des Hauses.

Indusnie

77 Nur wenige Wochen war dieses große Ziegelsteinlager zu sehen gewesen. Als im Mai 1981 auf dem Fußballfeld vor dem Ernst-Barlach-Gymnasium an der Iserlohner Straße die Baugrube für die neue Sporthalle ausgehoben wurde, legte der Bagger dabei diese alte Feldbrand-Ziegelei mit tausenden von gebrannten Ziegelsteinen frei. Sofort war unser Wegbegleiter zur Stelle, der sich erinnerte, daß schon einmal, als während des Zweiten Weltkrieges 1943 am Rande des Sportfeldes ein Splitterschutzgraben für die Schüler angelegt wurde, diese Ziegelei angeschnitten worden war, die

nun mit der Überbauung fûr immer verschwunden ist, Wie er im Stadtarchiv feststellen konnte, hatte zur Mitte des 19. jahrhunderts der Ziegelbrenner Wilhelm Blume diesen Feldbrand angelegt. Noch

bevor aber die Ziegel des letzten Brandes verkauft waren, stellte die Ziegelei ihren Betrieb ein und die große Brandgrube wurde verfüllt und eingeebnet.

78 Die Bierbrauerei gehört zu den ältesten Gewerben in der Stadt Unna. Ein Foto von der früheren Adlerbrauerei an der Friedrich-Ebert-Straße hat sich nicht erhalten. Nur eine Architektenzeichnung aus demjahre 1903 zeigt diese einst bedeutende Unnaer Braustätte von der Platanenallee aus. Ihren Ursprung hatte sie in einer 1856 begründeten Destillerie, der zehn [ahre später eine Bierbrauerei angeschlossen wurde. 1892 übernahm der Dortmunder Industrielle August Klönne den Betrieb, den er 'nach dem Muster der ersten Dortmunder Brauereien' einrichtete. In der Notzeit nach dem Ersten Weltkrieg vereinigten sich mit Vertrag vom 7. jannar

1922 die beiden noch bestehenden Unnaer Brauereien zur 'Linden- und Adlerbrauerei'. Produktionsstätte des neuen Unternehmens wurde die Lindenbrauerei. Die Gebäude der Adlerbrauerei wur-

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