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Unterschondorf am Ammersee in alten Ansichten

Unterschondorf am Ammersee in alten Ansichten

Auteur
:   P.C. Mayer-Tasch und Michael C. Sorger
Gemeente
:   Unterschondorf am Ammersee
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6594-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unterschondorf am Ammersee in alten Ansichten'

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Zur Einführung

'Schón in Gärten gelegen' sei Unterschondorf, steht in einem Reiseführer aus den fünfziger Iahren zu lesen. Und schön in Gärten gelegen ist das - seit dem Iahre 1970 mit Oberschondorf zu einer politischen Gemeinde verbundene - Dorf am See auch heute noch. Seine anmutige Lage inmitten der hügeligen Moränenlandschaft desVoralpenlandes hat dem früheren Fischernest 'See' seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen Zustrom von Künstlern, Sommerfrischlern und Stadtmüden beschert, der sich in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts deutlich verstärkt hat. Und dies um so mehr, als der heutige 'Lufikurort Schondorf am Ammersee' mit seiner altehrwürdigen Jakobskirche aus dem Iahre 1149 und der

1499 errichteten St.-Anna-Kirche, mit seinem 1905 begründeten Landschulheim und anderen kulturellen und sportlichen Einrichtungen weit mehr zu bieten hat als nur idyllisches Wohnen im weiteren Umkreis der Landeshauptstadt. Im Zuge dieser Entwicklung wurde denn auch so manche noch unbebaute Wiese, so mancher großzügig geschnittene Garten als 'Baulûcke' erkannt und von alten und neuen Liebhabern des Ammerseeortes mit dem Einhornwappen aus diesem bedauernswerten Zustand befreit. Nicht zuletzt dieses Phänomen der ständigen Verdichtung ist es ja, was das Betrachten alter Ansichten so reizvoll macht.

Als der erste namentlich bekannte Ortsadelige, Konrad der Schondorfer (ein Ministeriale der Grafen von Dießen und Andechs), die Jakobskirche errichten ließ, mag es eine Handvoll von Familien gewesen sein, die hier der Fischerei und - in weit geringerem Maße als in Oberschondorf der Landwirtschaft nachging. Vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zum Iahr 1900 verdoppelte sich die Bevölkerung auf gut vierhundert Einwohner. Von 1900 bis 1970 verdoppelte sich die Einwohnerschaft nochmals auf gut achthundert Personen. Und in den letzten dreißig Iahren des 20. Jahrhunderts vermehrte sich die Schondorfer Bevölkerung um mehr als das Vierfache!

Für die alteingesessenen Schondorfer mag ein Blick in dieses Büchlein die Freude derWiederbegegnung mitAltvertrautem bedeuten, für die Neubürger ein Sich-vertrautMachen mit dem allmählichen Werden des Ortes.

Daß wir uns an solchen Rückblicken erfreuen können, ist zum einen der Entwicklung der Fotografie im Laufe des 19. Jahrhunderts und zum anderen dem gegen Ende des Jahrhunderts wachsenden Hang der Stadtbürger zu verdanken, zur Sommerfrische 'aus grauer Städte Mauern ins Land hinaus' zu ziehen. Was in den Jahrhunderten zuvor dem Adel und dem städtischen Patriziat vorbehalten war,

wurde von einer im Zuge der Gründerjahre wachsenden Mittelschicht lebhaft inAnspruch genommen. Und daß man in der Lage war, dies zu tun, sollte auch gebührend dokumentiert und bewundert werden. Das Ergebnis war die Postkarte. Was uns heute aus der Karibik und aus Kapstadt, zumindest aber aus Kreta oder Gran Canaria ereilt, kam gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Ammer- oder Chiemsee, aus Garmisch oder Berchtesgaden. Emsige Fotografen und Drucker verdienten daran; zuweilen waren es aber auch stolze Besitzer neu erbauterVillen, die ihrTusculum auf diese Weise konterfeien ließen. Was auch immer die Motive für diese privaten Dokumentationsorgien gewesen sein mögen - jedenfalls verdanken wir ihnen ein zuverlässiges Bild von attraktiven Ausflugs- und Ferienorten in der Zeit vor und nach der Jahrhundertwende.

Daß heute ein regelrechter Markt für diese Ansichtswelt alter Postkarten besteht, ist daher auch kaum verwunderlich. Jenen fluß der Zeit, von dem der griechische Philosoph Heraklit sagte, daß man nicht zweimal an derselben Stelle in ihn steigen könne, für ein paar Augenblicke anzuhalten, scheint ein menschliches Urbedürfnis zu sein.

Für jeden heimatkundlich, vor allem aber auch für jeden architekturgeschichtlich Interessierten bietet der Blick zurück eine Fülle bemerkenswerter Details. Man wird mit anderen Augen durchs Dorf gehen, wenn man sich in die hier vereinten Ansichten versenkt hat. Mit Freude wird

man feststellen, daß sich manches erhalten und vielleicht sogar vorteilhaft verändert hat. Mit Betroffenheit und Trauer wird man aber auch zur Kermtnis nehmen müssen, daß inzwischen manches reizvolle Ensemble verloren ging oder Details fehlen bzw. einer Modernisierung zum Opfer gefallen sind, die der ursprünglichen, auf den alten Ansichten noch erkennbaren Baugestaltung nicht mehr gerecht wird.

Eine Hoffnung, die wir mit diesem Blick zurück verbinden, ist, daß der Blick eines jeden Betrachters geschärft werden möge für die Kostbarkeit überkommener Gestaltwerte. Und daß bei derWeiterentwicklung der überkommenen Dorfgestalt diese Werte nicht - etwa aus wirtschaftlichen Gründen - rücksichtslos geopfert werden. Mit Sorgfalt und gutem Willen sind nahezu stets Lösungen denkbar, die allen legitimen Lebensinteressen gerecht werden. Diese Hoffnung auszusprechen, sind die Autoren diese Bändchens auch all' den Schondorfer Bürgern schuldig, die ihnen mit wertvollen Hinweisen zur Seite standen. Ihnen sei hierfür aufrichtig gedankt.

Peter Cornelius Mayer - Tasch, Michael C. Sorger

1

Diese - im Original kräftig kolorierte - Ansichtskarte von 1899 zeigt sehr eindrücklich die Vorzüge unseres beliebten Ausflugsortes.

Von der Zugspitze im Süden bis zu den trocknenden Netzen der Fischerei Ernst im Norden, vom Ammersee-Schiff (wahrscheinlich die 'Cisela') über St. Jakob und die Seeanlagen vor dem Gasthof am See (nicht zu verwechseln

mit dem Gasthof Zur Post) bis hin zurVolksschule und daneben der Oberschondorfer pfarrkirche St. Anna - nichts hat der Zeichner dieser liebenswürdigen Chromlithographie vergessen.

Nicht einmal den Zug der Bahnlinie Augsburg- Weilheim, die gerade eben (1898) eröffnet worden war und dem Tourismus neue, kräftige Impulse verlieh.

2

Die mächtigen Kastanien des Biergartens verdecken den 1874 errichteten Gasthof Zur Post neben der Jakobskirche - sein Garten reichte bis zum See herunter.

Hier in der 'Post' malte Wilhelm Leibl 1876 'Die Dorfpali tiker' . Modell standen Unterschondorfer Fischer und Gütler. Das Bild hängt heute im Museum Oskar Reinhart in Winterthur.

In der Post wuchs auch Leibis groBe Liebe auf, die 'Wirtsresl' , die später Sebastian Deininger heiratete und 1935 starb. Zusammen mit dem Fischer Böck stand sie Modell für 'Das ungleiche Paar' (1877).

Rechts neben St. Jakob das Anwesen der Böcks, ein altes Fischerlehen, das zum Kloster DieBen gehörte.

3

Der GasthofZur Post präsentiert sich hier mit einer 1891 angebauten Veranda. Am rechten Bildrand das frühere Haus Böck. Dieses schon 1671 erwähnte Haus hieB 'Beim Seelenz' - nach dem Vornamen 'Lorenz' und dem früher statt 'Unterschondorf" gebräuchlichen und auch im Dialekt lange noch erhaltenen 'See' ('Neacht bi' i z'Sea g'wees'). Die alte Fischerfamilie Böck lebte in diesem Anwesen seit 1705. Hier entstand 1876177Wilhelm Leibis 'Der Spargroschen' - mitAnna und JosefBöck.

Im Iahr 1973 erwarb die Familie Gastl aus DieBen das Haus - um 1800 war es einmal der einzige Unterschondorfer Besitz des Klosters DieBen gewesen.

Nach demAbbruch im Iahr 1990 ist durch den mächtigen Neubau ('Bistro') eines der letzten vertrauten Ortsbilder verschwunden.

Çruss vom

4

Die in ihrer strengen Formensprache noch immer monumental wirkende romanische St.-Jakobs-Kirche kann als bedeutendsterTuffquaderbau Südbayerns gelten.

Ob die um 1149 (von Konrad, dem mutmaßlichenAhnherrn der Herren von Schondorf) errichtete, 1750 mit einem spätbarocken Dachreiter gezierte Kirche als Dorfkirche, als Teil einer Burganlage oder gar als Klosterkirche zu sehen ist, ist ungeklärt. Die zugemauerte Tür im Blickfeld des Westgiebels wird zuweilen - wenn nicht als Mündungstür einer ehemaligen Außentreppe zum Dachraum - als Verbindungstür zu einem Frauenkloster gedeutet.Ungeklärt ist auch, ob die Plattform über dem See Standort einerWehr- oder Kultanlage der Hallstatt-, der Kelten- und/ oder der Römerzeit war. Wahrscheinlich

ist, daß der - zeitweise einen zweiten Altar enthaltende, später auch der Aufbewahrung von Fischernetzen dienende - Dachraum der Kirche am und von 'See' (wie der alte Name Unterschondorfs lautete) den im Mittelalter nach Santiago (St. Jakob) de Compostela Pilgernden als Herberge diente. Als Patron der Seefahrer war St. Jakob am See jedenfalls am rechten Platz.

Die mit einem Rundbogenfries geschmückte Apsis enthält einen Barockaltar (um 1670) von Sim on Rhein mit kraftvollen Figuren aus der Werkstatt des Weilheimer Meisters Ambrosius Degler, der auch an der Kanzel der St.-AnnaKirche mitgewirkt hat.

Am Fuße des '[akob-Bergerls' ist das frühere Fischereianwesen Böck zu erkennen.

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