Urdorf in alten Ansichten

Urdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Elisabeth Lüchinger-Grob
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6701-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Urdorf in alten Ansichten'

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9. Eine Urkunde erwähnte 1184 erstmals die Kapelle St. Nikolaus zu Urdorf als Besitz des Klosters Engelberg. Sie wurde als Schenkung an das Kloster Wettingen 1 3 1 8 bestätigt. Die Kapelle ging zur Reformationszeit ein und blieb viele Jahre lang unbenutzt. Pfarrer Redinger baute mit Spenden verrnógender Zürcher Bürger und der Bewilligung des Rates VOll Zürich 1650 die Kapelle zu einem Gotteshaus aus. Urdorf gehörte zum grossen Gebiet der reformierten Kirchgemeinde UrdorfiDietikon, das schon im 14. Jahrhundert eine pfarrei bildete. Die Urdorfer Kirchenpflege verwaltete das dorfeigene Kirchengut und befasste sich selbständig mit allen Aufgaben der Pflege im Dorf. Erst 1 958 löste sich die reformierte Kirchgemeinde Urdorf von Dietikon und wurde selbständig. Der Turmknopf unter der Wetterfahne enthält Schriften mit interessanten Berichten von Neuerungen und Reparaturen seit 1683.

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10. Während der grossen Renovationen der Kirche im Iahre 1923 wurden die Mauern und das Kirchendach ausgebessert, die Empore und der Kirchenboden erneuert sowie der Anbau für die Treppe zur Empore erstellt. Eine elektrische Heizung ersetzte den Holzofen. Statt Petrollampen an den Wänden und Kerzen auf der Kanzel erhellten Stromleuchten die kirchlichen Räume. Das alte Uhrund Schlagwerk im Glockenturm versah trotz verschiedener Reparaturen bis 1954 seinen Dienst.

11. Aufwiederholtes Drängen der reformierten Pfarrei UrdorfiDietikon entschied sich 1627 der Zürcher Rat für den Bau eines reformierten pfarrhauses in Urdorf. Das vielbesuchte kostliche Bad zu Urdorff dürfte für die WaW des Standortes meistbestimmend gewesen sein. ] 40 jahre später wurde das bescheidene Gebäude durch ein herrschaftliches Pfarrhaus ersetzt. Das Nebengebäude musste 1848 einern Waschhaus mit angebautem Holzbehälter weichen, Die Pfarrscheune wurde 1830 zusammen mit 3 [uchart Wiesen verkauft und J 849 abgebrochen. Das vom reformierten Pfarrer bewohnte Pfarrhaus trägt über der grossen Eingangstür die Iahrzahl 1 767.

] 2. Zu den bekarmtesten Gästen im Landbad Urdorf gehörten die Äbtissin vom Fraumünster Zürich und der Reformator Zwingli. Zu Urdorff ist ein Bad von Kupfer -,A1aun- und Schwefelwasser, hiess es in Werbeschriften. 1526 baute Bürger- und Zunftmeister Steiner von Zürich ein neues Urdorfer Badhaus und der spätere Besitzer Zie gler- Wirz erweiterte das Gebäude zu einem schlossähnlichen Prunkbau. Da der Mineralgehalt des Urdorfer Wassers nicht überdurchschnittlich war, ging der Badebetrieb ein. Das spätere, gut besuchte Gasthaus Zur Sonne beherbergte ab ] 930 keine Gäste mehr. Der damalige Besitzer baute Wohnungen in die Liegenschaft ein. Das alte Wirtshaus und die Metzgerei bestanden weiterhin.

13. Im Innem der Liegenschaft zeigten Wandbilder die einstigen Badegebäude von Urdorf Wand- und Dcckenmalereien erfassten Jagdszenen mit stolzen Pferden und badenden Jungfrauen.

Eine Auswahl der gesammelten Sprüche von Wänden und Türen der Badstuben: Guck' nicht herein, sonst möchte geschehn / Dass Unerlcubts du würdest sehen. Das Wasserbad den Leib benetzr / Ein trûnklein Wein das Herz ergetzt / die Säuglock' die bleib' engezogen / Nur guten Gesprächs wird hier gepflogen.

14. Das kleine Haus am Bach war um 1845 die Lohstampfe zur Gerbe beim Gebäude mit derWinschaft Zur Sonne. Daraufhin hausten fleissige Handwerker im Wohnhaus mitWerkstätte. Stolz erzählen die älteren Urdorfer vom Erfinder der Schlauchklemme, der ebenfalls in der bescheidenen Liegenschaft am Scháflibach gewohnt hatte. Die Jüngeren erinnern sich, dass der Gemeindepolizist dort zu Hause war.

15. In Ober- und Niederurdorf gab es 1863 insgesamt sechs Wirtschaften, obwohl die Einwolmerzahl niedrig war. Sämtliche Vereine hielten ihre Sitzungen und Versammlungen in diesen Dorfwirtschaften ab. Mangels Gemeindehaus tagten die Niederurdorfer Gemeinderäte in der Wirtschaft des Präsidenten, die Oberurdorfer im Schulhans oder in der Kirche.Ausser dem GasthofZur Sonne mitTavernenrecht harten die Weinschenken und Speisewinschaften bis anfàngs des 2 O. [ahrhunderts keine Namen. Das kleine Restaurant arn Dorfplatz von Oberurdorf, wo man einst bei Kohier, dann bei Herburger einkehrte, erhielt den Namen Flora.

16. Feste gehörten im Bauerndorf zu den besonderen Vergnügungen im ereignislos ablaufenden Alltag. Die jährlichen Theateraufführungen der Vereine, wo talentierte Vereinsmitglieder als Laienschauspielerinnen und -schauspieler auftraten, waren Dorfkultur. Ausserdem boten die beliebten Chränzli eine willkommene Gelegenheit, den gesamten Verein der Dorfbevölkerung vorzustellen. Samariterkurse, grosse Maskenbälle während der Fasnachtszeit und alle Abendunterhaltungen mit und ohne Theateraufführungen sowie Versammlungen von Vereinen und Parteten fanden im Saal des Restaurants Krone start, wo auch eine geeignete Bühne stand.

17. An der Strasse zur Bahnstation eröffnete die Westfàlisch-Anhaltische Sprengstoff-Aktiengesellschaft Berlin im [ahr 1901 in Urdorf eine Filiale. Die Fabrik bestand aus 16 kleinen Häuschen, einem Gebäude mit Dampfkessel und einem Hochkamin. Es wurde Sprengstoff für den Tunnelbau hergestellt. 1914-1918 stoppten die Zufuhren von Rohmaterialien, das Unternehmen wurde liquidiert. Nachdem die Gebäude viele Monate leer gestanden hatten, richteten sich verschiedene Gewerbezweige darin ein.

18. Am südlichen Ende des Dorfes Oberurdorf, bei der ehemaligen Mühle, vereinen sich der Allmendbach und der Stockacherbach und Iliessen als Schàflibach mitten durch Oberurdorf. Das offene Gewässer mit etlichen kleinen Zuflüssen streift den Dorfteil Niederurdorf am Dorfeingang bei der Silberpappel, fliesst durch Wiesen und Wäldchen und mündet bei Dietikon in die Limmat.

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