Urdorf in alten Ansichten

Urdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Elisabeth Lüchinger-Grob
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6701-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Urdorf in alten Ansichten'

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39. Ein erstes Schulhaus liess Zunft- und Kommeister Rahn aus Zürich 1673 in Oberurdorf errichten. Als die Platzverhältnisse eng wurden, plante die Schulgemeinde ein neues Schulhaus mit einem Schulzimmer und einer Lehrerwohnung. Die Bauarbeiten verrichteten die Bürger so weit wie möglich im Frondienst. Der spätere Erweiterungsbau des Schulhauses brachte ein zweites Schulzimmer und eine zweite Lehrerwohmmg. Darauf folgte der Umbau der beiden Wohnungen in Schulzimmer. Beim 1 OO-jährigen Bestehen des Schulhauses 1938 war ein weiteres Schulhaus rnit Schulzimmern, Turnhalle, Spielplatz und Nebengebäude in Planung.

40. An der Urdorfer Schule unterrichtete bis 1872 ein einziger Lehrer. Klassenunterricht war noch unbekannt. Von den 170 Schülern gingen viele nur einen halben Tag pro Voche zur Schule, so dass nicht alle Kinder gleichzeitig im damals einzigen Schulzimmer sassen. Der Landschulmeister war auf Nebenverdienste angewiesen. Er war Lehrer und zugleich Vorsänger in der Kirche. Dazu erhielt er für jedes Kind aus Niederurdorf und aus dem Reppischtal, das in Oberurdorf die Schule besuchte, ein Schulgeld. Es war ebenfalls üblich, die Schulmeisterstelle mit dem Sigristenamt zu verbinden. Die Besoldung des Schulmeisters floss lange Zeit aus verschiedenen Quellen. Zur Selbstversorgung diente ihm der von der Schulgemeinde zur Verfügung gestellte Schulacker. Im August 1919 führte der Sommer-Ausflug der 6.,7. und 8. Klasse auf den Wildspitz bei Goldau. Lehrerin, Lehrer und Mitglieder der Schulpflege begleiteten die Jugendlichen.

41. Die beliebte Lehrerin Maria Aebli lässt sich im Schuljahr 1925 rnit zehn Schülerinnen aus ihrer Klasse auf der Eingangstreppe des Schulhauses fotografieren. Maria Aebli kam kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als junge Vikarin nach Urdorf Sie unterrichtete von 1917 bis zu ihrer Pensionierung 1963 an der Urdorfer Schule. Nach 45 [ahren Lehrtätigkeit erhielt sie das erste Urdorfer Ehrenbürgerrecht.

42. Das neue, 1951 erstellte Schulhaus von Urdorf liegt prächtig eingebettet in die Landschaft, an einem terrassierten Hang, abgerückt von den Verkehrsstrassen. Turn- und Pausenplätze, Spielwiese und Geräteplatz sind grosszügig angelegt. Der Klassenttakt mit sechs Klassenzimmern, dem Mädchenhandarbeits- und dem Lehrer- und Sammlungszimmer sowie einem Naturkundezimmer mit Vorbereitungsraum im Obergeschoss verfügt zusätzlich über ein Bibhothekzimmer und ein Magazin im Untergeschoss. Der Nebentrakt mit Singsaal,Abwartwohnung, Schulküche, Knabenhandarbeitszimmer und Nebenräumen ist durch eine gedeckte Pausenhalle mit dem Klassentrakt verbunden. 1951/52 wurden 225 Primarschülerinnen und -schüler in Urdorfunterrichtet. Bis 1958 rnusste die Sekundarschule in der Nachbargemeinde Dietikon besucht werden.

43. Der Turnhallenbau zum neuen Schulhaus mit Turnhalle und Geräteraum, Turnlehrerzimmer, zwei Garderoben, Duschraum und Abortanlage ist unterkellert und zu einem Teil als Schwingkeller, zum andern Teil als Magazin ausgebaut. Als eigener Bau ist das Gebäude auf der Höhe der Spielwiese im Talgrund entstanden. Turn-, Pausen- und Spielplätze sind terrassenförmig angelegt. Die Sportvereine dürfen die Halle und die Aussenanlagen ausserhalb des Schulbetriebes benützen.

44. Mit einem Festumzug begann die festliche Einweihung des neuen Primarschulhauses im Sommer 1952. Der Musikverein Harmanie, begleitet von Ehrendamen in Züribietertracht, eröffnete die Feier mit rassig gespielten Märschen. Beim Festspiel Stadt und Land mitenand spielte, sang und tanzte die Urdorfer Jugend mit. Spiele und Wettbewerbe am Kinderfest fanden auf dem Schulareal und der angrenzenden grossen Wiese statt. MitTanz, Freinacht und guter Stimmung in der Festwirtschaft dauerte der Anlass bis in den sennigen Sommersonntag hinein. Vier Schulkinder überbrachten Grüsse und den Dank von Schülerinnen und Schülern mit folgenden Worten: Mir Schüder danked eusere Gmeind, dass si das Schuelhus heregstdJt / Und allne wo dra ghulfe händ mil Plcme,Arbetschraft und Gält / Mer wänd is Müe gäh i de Schud und immer tüchtig lehre / Das isch dänn euse beschte Dank, so tiierner d 'Heimet ehre.

45. Die Gemeindeversammlung bewilligte 1957 den Kredit für ein Schulhaus an der Feldstrasse. In Ergänzung der 1952 eingeweihten Schulanlage beherbergte das Schulhaus Feldstrasse die Oberstufe der Primarschule, die Spezialklassen und schliesslich die für Urdorf neue Sekundarschule. Entsprechend dieser organisatorischen Gliederung sind drei Baukörper entstanden. Die Einführung der dreiteiligen Oberstufe, Sekundarschule, Real- und Oberschule beschloss die Gemeinde aufFrühjahr 1961.

46. Der Zürcher Regierungsrat erteilte 1857 die Konzession für den Bau und den Betrieb der Eisenbahnstrecke von Zürich durch die Urdorfer Rebberge nach Affoltern am Albis und Zug. Anfangs 1864 erfolgte die Stellenausschreibung für das Betriebspersonal der ganzen Strecke. Es gingen zahlreiche Bewerbungen von Gehilfen bis zum Bahnhofsvorstand ein, denn die Anstellung bot grosse Sicherheiten. Zur ersten Fahrt mit den zwei Dampflokomotiven waren alle am Bahnlinienbau Beteiligten eingeladen. Der offizielle, festlich geschmückte Eröffnungszug ging am 30. Mai 1864 auf die Strecke. Signale undWeichen stellte der Stationsvorstand vom Bahnhofgebäude aus. Das Stationsgebäude Urdorf steht am Dortrand auf dem Boden der Nachbargemeinde Schlieren.

47. Viele Behórdenmitglieder und ein grosses festfreudiges Publikum erschienen zur Einweilnmgsfeier der ersten elektrischen Lokomotive auf der Ämtlerlinie. Delegationen von Gemeindevertretern und Balmprominenz konnten auf der Eisenbahnstrecke Zürich-Zug 1932 erstmals mit elektrischer Traktion fahren. Beim bekränzten Urdorfer Stationsgebäude sangen die Mitglieder der Chöre, der Pfarrer hielt eine Ansprache und einheimische Trachtenmädchen kredenzten den Ehrenwein.

48. Die erste zweiachsige Dampflokomotive, die auf der Ämtlerlinie verkehrte, harte samtTender ein Leergewicht von 29,3 'Ionnen und vermochte auf ebener Strecke einen Zug von 300 Tonnen Bruttolast zu ziehen. Die maximale Geschwindigkeit war SS krn/Ii. Die elektrisch betriebene Ae 6/6 Lokomotive hatte ein Dienstgewicht von 120 Tonnen und zog bei einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 125 km/h I 200 Tonnen Anhängelast. Die Elektrifizierung der Eisenbahn brachte eine Leistungssteigerung und eine Beschleunigung des Zugverkehrs.

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