Urdorf in alten Ansichten

Urdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Elisabeth Lüchinger-Grob
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6701-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Urdorf in alten Ansichten'

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49. Ein neues Wolmgebiet mit günstigen Voraussetzungen für Leute die in der Stadt arbeiteten, entstand ] 9] 4 nahe der Bahnstation. Die Bewohner der prächtigen Häuser an der Garten-, Berg- und Bahnhofstrasse nannten diesen neu überbauten Teil von Oberurdorf das Quartier oder Neu-Urdorf. Die Handlung von Jakob Merk stand am Anfang der Gartenstrasse. Der Laden war klein, führte [edoch alle Artikel des täglichen Bedarfs. Als Spielort für die Kinder war die Gartenstrasse als Naturstrasse vorzüglich geeignet. In einem kleinen Eichenwald am Ende der Strasse befand sich das quartiereigene Wasserreservoir.

50. Ein von Italien eingewanderter Bauunternehmer erstellte in den 1920er Iahren in Urdorf neue Wohnund Geschäftshäuser. Der kreative Unternehrner konstruierte aus den vcrhandenen Rohmaterialien seines Baugeschäftes einen Gartenzaun in der Form eines Spalierbamnes und montierte ihn auf die Gartenmauer seiner Liegenschaft. Die Idee liess er parentieren.

51. Nach dem Brand eines Bauernhauses mitten im Dorf erstellte ein Schreinermeister auf dem Brandplatz seine Werkstatt als provisorisches Gebäude. 19 24liess er sich eine Liegenschaft mit Veranda, einer Werkstatt und einem Schopf bauen. Als der Dachstock des Wohnhauses mit Schreinerei aufgerichtet war, wagte ein übermütiger Handwerker auf der Holzkonstruktion einen Handstand.

52. An der Strasse zum Bahnhof entstanden neue Wolmhäuser. In die grosse Scheune eines ehemaligen Bauernhofes baute der Bauunternehmer seine Wohmmg und genügend Lager- und Werkräume ein, In die gemiitliche Bauernstube gegenüber der Scheune zog ebenfalls ein neuer Besitzer, der das bäuerliche Wolmhaus zu einem geräumigen Einfamilienhaus ausbaute. Den stattlichen Baumgarten mit Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbàumen pflegte der Bauer des nachbarlichen Landwirtschaftsbetriebes.

53. Die erste Grossüberbauung im Bauerndorf Urdorf, mit sechs Mehrfamilien- Wohnblöcken und zwanzig Einfamilienhäusern, entstand 1948 unweit der Bahnstation. Die vorbei führende Strasse zum Bahnhof wurde ausgebaut und mit einem Belag versehen. Seitdem hielt die Bautätigkeit in der Gerneinde an. Das aufblühende Urdorfblieb ein von Arbeitern, Bauern und anderen einfachen und fJeissigen Leuten bewohntes Dorf. 1950 ergab die Volkszählung 1 92 9 Einwohner, sechshundert mehr als im [ahre 1941.

54. Seit den 1950er Iahren enrwickelte sich die Gemeinde stetig. Weitsichtige Gemeindebehörden hatten dafür gesorgt, dass die neuen Siedlungen harmonisch neben den bäuerlichen Elementen des Dorfes standen. Zwischen den drei Schwerpunkten des Dorfes (Nieder-, Ober- und Neuurdorf) kauften die Behörden für Schul- und Sportplatzbauten grosse Landroserven auf. Die Flugaufnahme zeigt die neuen Quartlere am óstlichen Hang. Am 25. August] 955 waren bereits 2 356 Urdorfer Einwolmerinnen und Einwohner registriert.

SS. Die Voraussetzungen für eine industrielle Entwicklung waren ungünstig. Es fehlten genügend Wasserkraft und geeignete Verkehrsverhältnisse. Der kleine Bach genügte gerade für den Betrieb der Mühle und die Bedürfnisse einiger Gewerbe. Die Eisengiesserei bei Niederurdorf stellte hauptsächlich Gussdeckel für Kanalisationsschächte her und belieferte benachbarte Finnen rnit Gussteilen zur Weiterverarbeitung. Die 1880 gegründete mechanische Werkstätte Lips fabrizierte Birnenmühlen und übstpressen sowie weitere Erzeugnisse wie die im In- undAusland bewährten Báckerei- und Kûchenrnaschinen.

Felix Lindenmüller, Tieder-Urdorf

56. Im grossen, stattlichen Geschäftshaus an der Schlierenstrasse, mit Wohnungen, Ladenlokal, Scheune und Stall führte Felix Lindenmüller ein Geschäft für elektrische Installationen. Mit dem Bau weitererWohnhäuser an der selben Strasse wurde die Abwasserkanalisation ins Strassenbett verlegt und 1958 der gute Ausbau der Strasse mit nordseitigem Gehsteig beschlossen.

57. Geschäftstüchtige Gemüseproduzenten bebauten das ebene Gelände Bodenfeld, zwischen Nieder- und Oberurdorf. Auf den weiten Feldern wuchsen verschredene Kohlarten und andere Gemûsesortcn, Die ebenfalls dort angesiedelte Blumengärtnerei bot jedes Iahr eine grosse Auswahl bunter Balkonpflanzen an, Angrenzend an die Hausgärten der Einfamilienhäuser der neuen Quartierstrasse Neumatt liegen die mit Blumen bepflanzten Gartenbeete der Handelsgärtnerei. Im Hintergrund ist ein grosses Weizenfeld sowie die Kiesgrube zur Ausbeutung von gutem Kies sichtbar.

58. Die I 932 gegründete Milchgenossenschaft Urdorf bezweckte, die im Dorf produzierte Kuhmilch vorteilhaft zu verwerten und den Konsumenten Gelegenheit zu geben, reine, unverfälschte Milch und Milchprodukte zu beziehen. Alle Landwirte verpflichteten sich, die gesamte gewonnene Milch an die Genossenschaft oder ihre Milchkäufer abzugeben, soweit die Milch nicht für den eigenen Hausbedarf oder zur Aufzucht von Jung- und Kleinvieh verwender wurde. Der Pächter der Sennhütte sorgte für die Verteilung und Verwertung der Milch im Dorf. Noch in den 1960er [ahren brachte er jeden Morgen die frische Kuhmilch und die bestellten Milchprodukte zu den Kundirmen ins Haus. Auf dem Bild, das Pferdefuhrwerk der Milchhandlung Schoch auf dem Heimweg von der täglichen Milchverteilung.

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