Urdorf in alten Ansichten

Urdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Elisabeth Lüchinger-Grob
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6701-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Urdorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Neun junge Männer, eifrige Mitglieder des Turrrvercins, gründeten 1941 einen Eishockeyclub. um während der Wintermonat sportlich nicht untätig zu sein. Die jungen Klubmitglieder des HC Blitz fuhren auf dem Natureis eines zugefrorenen Fabrikweiher Schlittschuh mit Örge1ischlyfschue, Eisen, die an die hohen Winterschuhe angeschraubt wurden. Die sportlichen Aktivitäten beschränk ten sich aufTrainings- und Freundschaftsspiele, sowie auf die Teilnahme an verschiedenen Turnieren. Der Sportplatz nördlich de neuen Schulhauses wurde im Winter 1953 erstmals zum Eisfeld hergerichtet. Schülerinnen und Schüler sowie die Mitglieder de HC Blitz durften die Fläche zum Eislaufen benutzen. DerVerein erlebte auf dem einfachen Eisfeld viele sportliche Erfolge. Fünfzeh:

Iahre nach derVereinsgründung heisst der HC Blitz Eishockey-Club Urdorf.

70. Im ländlichen Urdorf setzten sich 1948 einige gleichgesinnte Männer zusammen und gründeten eine Musikgesellschaft. Der Musikverein Harmonie Urdorf probte im Saal des Restaurants Krone unter der Leitung von Jakob Bopp. Das vielseitige Repertoire der beliebten Dorfmusik umfasste neben Unterhaltungsmusik auch klassische Musikstücke und Märsche. An verschiedenen Platzkonzerten erfreuten die Musikanten die Anwohner der besuchten Quartlere. Die Harmonie spielt nicht nur an eigenen Veranstaltungen. Der Verein steht mit einem rnusikalischen Gruss zum Empfang bereit, wenn befreundete Dorfvereine von einem eidgenössischen Anlass heimkehren. Mit klingendem Spiel werden die erfolgreichen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer beim anschliessenden Festumzug aller Dorfvereine zum Festlokal begleitet.

71. Die bäuerliche Bevölkerung war lange Zeit vorherrschend und prägte den Charakter des Dorfes. Immer mehr nichtbäuerliche Bevölkerungskreise zogen ab 192 9 ins Dorf ein und nahmen Wohnsitz. Das alte Bauerndorf von einst wandelte sein Aussehen. Es bildete sich eine gemischte Bevölkerung. Neue Bewohner wurden zur Mitarbeit bei Dorfanlässen aufgefordert um die Eigenständigkeit des Dorfes zu erhalten und die Bräuche zu bewahren. Das Dorf sollte naturverbunden und heimatverwurzelt bleiben. Von den 1960 in Urdorflebenden 3 809 Einwohnerinnen und Einwohnern hatten43 8 Personen das Gemeindebürgerrecht.

72. Zuerst entwickelte sich die Gemeinde Urdorfzögernd. Dann erstellten Baugenossenschaften, einheimische Architekten und Baumeister auf billigem Bauland und an idealer Wohnlage Überbauungen im sozialen und allgemeinen Wohnungsbau. Das Dorf wuchs schnell und die Aufwendungen für Schulen, Strassenbauten und Kanalisationsanlagen nahmen zu, Da die Industrie fehlte, wurden zur Verbesserung der Steuererträge Landhans- und Industriezonen geschaffen. Am Hang des Schlierenberges entstand ein dicht überbautes Wohngebiet. Ergiebige Einnahmen von Grundstückgewinnsteuern verhinderten die massive Verschuldung der politischen Gemeinde. Die Flugaufnahme von 1950 zeigt die Entwicklung am nordostlichen Dorfrand.

73. Die historischen Ortskerne Niederurdorf im Nordwesten und Oberurdorf im Zentrum des Gemeindegebietes. sowie das Bahnhofquartier bildeten die entwicklungsgeschichtlichen Ausgangspunkte der Gemeinde Urdorf. Die westliche Flanke der Talung ist bis gegen Niederurdorfnicht überbaut. Zur Entlastung der Kantonsstrasse durch Oberurdorf ist hier die Autobahn Richtung Zug-Luzern geplant.

74. Katholisch Urdorf verdankt der damaligen Mutterpfarrei Schlieren den Kirchenbauplatz und die Wiedereinführung der katholischen Gottesdienste in Urdorf. Am Ostersonntag 1953 konnte zum ersten Mal seit 424 Iahren (1529 wurde Urdorf reformiert) das heilige Messopfer wieder aufUrdorfer Boden gefeiert werden. Der Bischof von Chur verfügte 1955 die Abtren nung der Urdorfer Katholiken von der Pfarrei Schlieren und ihre Zuteilung an St. Agatha in Dietikon. Katholisch Urdorf kehrte somit wieder in den Schoss der ersten Mutterpfarrei zurück. Das Untergeschoss einer Metalldrückerei diente den Katholiken als Gottesdienstlokal, bis es mit einem geräumigen Schulzimmer im alten Schulhaus vertauscht wurde. Dieses diente als zweite gottesdienstliche Stätte, bis zum provisorischen Einzug ins Atrium Marienkapelle der neuen katholischen Kirche (1964).

7 S. Flurnamen hatten meist praktische Bedeutung, dienten den Abläufen im täglichen Leben und halfen den Menschen Orte zu identifizieren. Einige Flurnamen der Gemeinde Urdorf und ihre Bedeutung: Almend, unverteiltes Gemeindeland, gemeinsame Viehweide; Almendli, Wiesland auf dem Honeret; Badwis, Fassung des Kupfer-, Alaun- und Schwefelwassers für das Bad Urdorf; Buchholz, Buchenwald; Bützbach. Bach zwischen Lätten und Niederurdorf; Cheibengraben, hier wurden nicht verwertbare tote Tiere vergraben; Chilstig. Fussweg rnit Stufen zur Kirche im unteren Reppischtal; Chlösterli, Ort des Amtmannes für die Zehntenabgaben für das Kloster Wettingen; Dachslöcher, Ort mit wcichern Sandstein mit Dachs- oder Fuchshählen; Fegsandi, Ort wo feiner Sand abgekratzt wurde. (Verkauft als Fegsand); Floraplatz, Platz wo einst das Restaurant Zur Flora stand; Gatter, Ort mit Durchgang im Grenzzaun; Geren, Spitz auslaufender Acker; Giesserweg. Fussweg zur Giesserei.

76. Winterlandschaft Oberurdorf mit Honeret und Chilstig.

Einige Flurnamen der Gemeinde Urdorf und ihre Bedeutung (Fortsetzung): Hanf1and, Hanf wurde in besonderen Gärten oder Pûnten angepflanzt; HeidenkeJler, Ort rnit römischer Ruine; Herweg, alte Strasse, Römerstrasse Baden-Zürich; Hohbüel, höchster Punkt der Gemeinde; Honerer, Wald am westlichen Talhang; ]ungholz, Neuaufforstung irn Gebiet der Gartenstrasse; Lêtten, lehmiger Boden; Moos, nasser Boden über lehmiger Grundmoräne; Munimntt, Wiese des jeweiligen Zuchtstierhalters; Pfarrmatt, zum Pfarrhans gehörende Wiese; Rain, Abhang oder Ackergrenze; Rüti, gerodeter Wald; Spitzacker, schräg begrenztes Grundstück, Spickcl; Sprenge, steiles Strassenstück, Zugpferde mussten dort hinauf gesprengt werden; Stockacker, Wurzelstöcke im Ackerboden; Tubenmoos, Wiese arn Waldrand wo 'Iuffstein vorhanden ist; Zwischenbächen, Ackerland zwischen Bützbach und Schäflibach.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek