Velten in alten Ansichten Band 1

Velten in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudi Pilger
Gemeente
:   Velten
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5468-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Velten in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Velten liegt 35 km vom Stadtzentrum Bedins entfernt im Kreis Oranienburg. Es befindet sich am südöstlichen Zipfel der Grundmoränenplatte des Glin und ist ein Teil des Quertales, das das Berliner und Eberswalder Urstromtal verbindet. Name und Alter des Ortes sind nicht eindeutig geklärt.

So streitet man, ob der Name wendisch oder nicht doch platt- und niederdeutscher Abstammung ist. Rätsel geben auch die vielen Schreibweisen den Ortschronisten auf. Funde aus dem Jahre 1962 lassen vermuten, daß der Ort schon im 12. Jahrhundert existierte. Fest steht jedenfalls, daß Velten wie andere zum Schloß Cremmen gehörende Dörfer im Jahre 1355 als Lehen von Ludwig dem Römer an Copke von Bredow fiel.

In seiner Geschichte durchlief der Ort drei Entwicklungsstufen. Bis 1828 war es ein reines Bauerndorf. Bestellt wurde das Land mit Gerste, Roggen und Hafer. Ab 1654 kam der Kartoffelanbau hinzu.

Das Ackerland lag zu beiden Seiten der Feltstiege, der heutigen Viktoriastraße.

Im Osten war der Ort von Wiesen begrenzt. Ackerland und Wiesen waren vom Wald umschlossen, der damals der Schafzucht noch als Weidegebiet diente, denn der Nahrungs-und Kleideranspruch der etwa 300 Bewohner konnte so besser erfüllt werden. 1763-1810 wurde außerdem versucht, die Seidenraupenzucht einzuführen. Mit der Errichtung einer Töpferwerkstatt durch Töpfermeister Andreas Seydlitz begann eine neue Entwicklungsphase. Grundlage waren die westlich des Ortes gelegenen Tonvorkommen sowie die politische und wirtschaftliche Entwicklung Bedins und das damit verbundene Anwachsen des Wohnungsbaues auf Grund der stetigen Bevölkerungszunahme.

Im Jahre 1914 gab es dann 36 Ofenfabriken, die jährlich 100 000 Kachelöfen herstellen konnten. Damit sich Velten auch den Absatz in anderen Orten Deutschlands sichern konnte, wurde Velten

1893 an das Eisenbahnnetz angeschlossen und 1910 ein Hafen mit Verbindungskanal zur Havel in Betrieb genornmen.

Mit der Verbesserung der Infrastruktur war gleichzeitig die Ansiedlung neuer Klein- und Mittelbetriebe im Südteil des Ortes verbunden, die Velten aus seiner Einseitigkeit der industriellen Entwicklung herausführten. Es handelte sich dabei vor allem um Eisenfabriken, Gießereien, Steingutfabriken, chemische Werke und Sägewerke, Diese zunehmende Industrialisierung des Ortes, verbunden mit dem Anstieg der Bevölkerung auf rund 8 000 Einwohner, führte dann schließlich am 1. Juli 1935 dazu, daß die Landgemeinde Velten zur Stadt erhoben wurde.

Die Postkarten und Fotos aus den Jahren 18801930 stellten nachfolgende Bürger Veltens zur Verfügung: Frau Schneider, Frau Jeske, Frau Hainsch, Frau Richter, Frau Kühl, Frau Sommer,

Herr Meier, Herr Jokiel, Herr Liepe, Herr Fröhde, Herr Grimm und Herr Lüdecke.

Frau Steinwand, Bibliothekarin, vermittelte die Kontakte und sammelte das Material.

Frau Herold, Herr Krüger und Herr Hoffmann begutachteten als alte Veltener Bild und Text; Frau Bildt machte das für den Ortsteil Hohenschöpping.

Das Buch von Kantor Gericke: 'Der Industriestandort Velten und seine Umgebung', von 1894, die Schulchronik der ehemaligen Knabenschule, '100 Jahre Veltener Kachelofen, 1835-1935' und die Beiträge des Herrn Ständer im 'Kulturspiegel Velten 1960-1963' waren weitere wichtige Quellen.

Den Autor erfreut die Mitarbeit einiger Veltener Bürger, vor allem aber, daß es nun nach rund einhundert Jahren endlich gelungen ist, die von Kantor Gericke begonnene Arbeit zur Geschichte Veltens durch ein weiteres Buch fortzusetzen.

VELTEN

G.L.

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1. Stadtwappen von Velten

Kennstdu Velten? Das ist selten.

Wenig war es einst bekannt, bis die Kachel man erfand.

Velten. Velten, das ist selten.

Einst ein Dorf, jetzt Stadt von Ruf, weil man gute Öfen schuf

Velten. Velten. das ist selten.

So klingt stolz der Veltner Wort, weil die Stadt des Ofens Hort.

2. Ein Reklameschild der Veltener Ofenfabrikanten will uns zeigen, wieviel Kachelwagen über den MolIhopp nach Berlin fahren. Nachts zwischen 1 und 3 Uhr gingen bis zu 32 Wagen mit ihrer Last von 60 Zentnern gemeinsam auf die Reise.

Die technifche Entwicklung des Kachelofens

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3. Die technische Entwicklung des Kachelofens.

4. Der 'Berliner Ofen' begründete Veltens Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur 'Ofenstadt'. Es war ein hoher mit Aufsatz bis zur Decke reichender Ofen aus weißen, haarrißfreien Kacheln. In der Mitte der Vorderseite war er mit einem Medaillon versehen.

5. So schmückte das gute Stück die Berliner Wohnungen, wobei er aber über ganz Norddeutschland verbreitet war.

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6. Diesem Plan von Velten aus dem Jahre 1894 entnehmen wir: a) welche Straßen im Ort schon vorhanden waren; b) Lage und Besitzer der zu dieser Zeit vorhandenen Ofenfabriken bzw. deren Anzahl.

Velten

Blick ins Veltener Industrie-Gebiet

7. Der Veltener Ton wurde in den 'Pötterbergen' gegraben. Er mußte vor der Verarbeitung geschlämmt werden. Je nach der Witterung dauerte es Tage oder Wochen. Dann wurden Tonballen aus den Kästen herausgenommen und in die TonkeIler der Ofenfabriken transportiert oder per Kahn bzw. später Eisenbahn weiterversandt.

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uer grosse Kran am Maten

8. Amts- und Gemeindevorsteher H.A. Zieger in einem Werbeprospekt über den Wasseranschluß Veltens:

a) Die Industriestadt liegt am Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin.

b) Errichtet ist bereits ein Stichkanal (3,3 km) von Velten nach dem Großschiffahrtsweg für600 t Schiffe eingerichtet - ebenso ein 8112 Morgen großer Hafen.

c) Der Bau eines 5 km langen Hafens (40 m Sohlenbreite) nach dem Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin, abzweigend von dem schon hergestellten Kanal ist in der Herstellung begriffen.

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