Viechtach in alten Ansichten

Viechtach in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Pohl
Gemeente
:   Viechtach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5299-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Viechtach in alten Ansichten'

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67. Im Jahr 1925 wurde in der Pfarrkirche eine neue Orgel aufgestellt, da die alte, 1837 vom Orgelbauer Sixt aus Achslach erbaute, nicht mehr den Anforderungen genügte. Die neue Orgel wurde in der Orgelbauanstalt Weise in Plattling hergestellt. Bei der Kirchenrenovierung, die im Jahr 1968 von Stadtpfarrer Bischöflicher Geistlicher Rat Johann Fersch in Angriff genommen wurde, ist auch diese Orgel entfernt worden, da sie nicht mehr instandsetzungsfähig war. An ihre Stelle kam die jetzige Orgel aus der Orgelwerkstatt Eisenbarth in Passau. Sie wurde 1971 geweiht. Im Bild die frühere barocke Orgel. (Foto Hermann Popp.)

68. Im Jahr 1828 war das sogenannte 'Sittenfest' eingeführt worden. Alljährlich am 1. Mai wurde einem zwanzigjährigen Bürgerssohn und einer gleichaltrigen Bürgerstochter, die sich durch vorbildlichen Lebenswandel ausgezeichnet hatten, der 'Sittenpreis' zuerkannt, Für das Mädchen bestand er in einer golddurchwirkten Haube und einen kunstvollen Gebetbuch, wie sie obiges Foto darstellen. Die Stiftung bestand bis in die neuere Zeit. Als durch die Geldentwertung die Mittel verloren gingen, mußte die Stiftung aufgehoben werden. (Foto Popp.)

69. Viechtach ist oft von Branden heimgesucht worden. Der letzte verheerende Brand ereignete sich zu Pfingsten (23. Mai) 1915. Das obige Foto von den schweren Folgen dieses 'Pfingstbrandes', wie er genannt wurde , ist vom Fotografen Hans Amberger vom Hetzenecker-Haus aus gemacht worden. Die Nachricht auf dieser Feldpostkarte, die an den Landwehrmann Peter Heigl geschickt wurde, hat folgenden Wortlaut: Diesen Pfingsttag werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Auch wir haben schon zusammengeräumt, denn der ganze Wind ging zu uns herauf. Es kamen große, glühende Stücke dahergeflogen. Kasparbauerdrogist im Lebzelterstadel hat schon gebaut.

70. Das obige Foto, ebenfalls von Hans Amberger autgenommen, zeigt einen anderen Ausschnitt von den verheerenden Auswirkungen des 'Pfingstbrandes 1915'. Die Feldpostkarte ging einige Tage später als die vorherige an den Landsturmmann Peter Heigl, Der Inhalt der Karte lautet: Hier schicke ich Dir die Brandstätte von Pfingsten, nachmittags um 2 Uhr ist's ausgebrochen beim Greinerstadel am Dach u. in 15 Mist's Feuer schon b. Plötz gewesen. Vom ganzen Ring sind sämtliche Stadl weggebrand. Wohnhäuser stehen noch bis auf Grotzbäck u. Reilmauers seine.

71. Es war die Zeit des Ersten Weltkrieges und viele Viechtacher mußten den Rock des Vaterlandes anziehen, wie diese beiden Landser auf diesem Bild. Absender der Feldpostkarte ist Xaver Fritz, der folgendes schrieb: Teile Euch mit, daß ich seid Donnerstag vom Transport zurûck bin. Werde wahrscheinlich nächste Woche in Urlaub nach Hause fahren. Die Karte wurde aus Zuchering bei Ingolstadt am 19. August 1916 abgesandt.

72. Aber auch der Landsturm mußte einrücken, wie obiges Bild von der 'Landsturm II Musterung Viechtach vom 17.IlI.iS.' beweist. Es wurde vom Fotografen Hans Amberger aufgenommen. Aus der kaum noch leserlichen Handschrift auf der Rückseite kann noch entziffert werden: bis Pfingstfeiertage mûssen von unserem Bezirk 300 fort. Viele von ihnen sind nicht mehr zurückgekehrt.

73. Den Gefallenen und Vermißten wurde ein Kriegerdenkmal gesetzt, von dessen Einweihung am 17. Juni 1922 obige Karte Zeugnis gibt. Der einweihende Geistliche dürfte Bishöflicher Geistlicher Rat Josef Hof gewesen sein, der um diese Zeit Pfarrer von Viechtach war. Auf der Postkarte, die von Maria Fritz aus Viechtach an ihren Bruder Josef Fritz in Emmendingen gerichtet wurde, ist vermerkt: Hier ûbersende ich Dir unser Kriegerdenkmal. Die Enthüllung am 17. Juni bei eisigkaltem Wind waren 48 Vereine beisammen. Der Fotograf ist unbekannt.

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74. Das Büchlein 'Viechtach in alten Ansichten' erscheint an der Schwelle zweier Jahre, in denen die Stadt Viechtach zwei Jubiläen feiern kann. Aus diesem Anlaß hat die Sparkasse Viechtach eine Gedenkmünze herausgebracht. Die eine Seite ist dem 25jährigen Jubiläum der Stadterhebung im Jahre 1953 gewidrnet, Sie trägt eine Ansicht des Rathauses. Die andere Seite ist für die 875-Jahrfeier bestimmt, die 1979 gefeiert werden kann. Im Jahre 1104 wurde der Name Viechtach erstmals urkundlich genannt. Diese Seite enthält die älteste überlieferte Ansicht von Viechtach. Es ist das Bild des Malers Hans Thonauer, das sich im Antiquarium der Münchener Residenz befindet und um 1571 entstanden ist,

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