Vreden in alten Ansichten

Vreden in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Elling
Gemeente
:   Vreden
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6002-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Vreden in alten Ansichten'

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7 Ein Kartengruß aus Vreden von 1899 mit der 1859 errichteten evangelischen Kirche (1973 abgebrochen) und rnit der alten neugotisehen Mariensäule vor dem Chor der pfarrkirche.

8 Ein Kartengruß von 1903. Neben Markt und Mariensäule ist auch schon der 1902 eröffnete Bahnhof in Vreden abgebildet. Die Bahnstrecke Vreden-Stadtlohn führte durch die Bauerschaften Großemast und Wenningfeld und vermittelte den Anschluß an die Strecke der Nordbahn von Burgsteinfurt nach Borken.

9 Die pfarrkirche St. Georg. Vreden, vor der Bombardierung 1945. Die gotische Hallenkirche von 1478 und 1504 hat noch den Turm der spätromanischen pfarrkirche von 1230. Die barocke Haube entstand allerdings erst 1838 nach der Beschädigung beim Stadtbrand von 1811. Auf dem Kirchplatz stehen alte Linden. Links an der Totengasse die Rektoratschule, rechts das Haus von Pastor Witte und dahinter die Druckerei Gescher. Im Vordergrund das 192 9 geschaffene Kriegerdenkmal des Bildhauers [oseph Enseling. Düsseldorf.

10 Das Stadtwappen mit den Patronen Petrus und Paulus geht auf die Stadtgründung 12 5 2 durch den Erzbischof von Köln (Kurköln) und den Bischofvon Münster zurück. Daher besteht das geteilte Wappen aus dem schwarzen Kreuz in Silber mit St. Petrus (Köln) und dem goldenen Balken in Rot mit dem Schildhalter St. Paulus (Münster). Seit dem 18. [ahrhundert sind die städtischen Farben Gold in Blau. Die Abbildung zeigt eine Bleiverglasung aus dem Hotel Degener an der Wassermühlenstraße, das 1982 abgebrochen wurde.

11 Diese schwarz-weiße Ansichtskarte von Vreden wurde vom Verleger Franz Gescher selbst an die Buchhandlung Auer in Donauwörth geschickt. Sie ist mit Sicherheit vor 1905 verwendet worden, da die Vorderseite ausschließlich für die Anschrift und die Bildseite für die Mitteilung benutzt wurde. Die beiden Poststempel sind zum Teil undeutlich, so daß man die Datierung nicht vollständig lesen kann. Wie die farbigen Lithokarten hat auch diese Ansichtskarte vier verschiedene Motive: die Kirchen, den Altar der Stiftskirche, den Altar der Pfarrkirche und die 1859 errichtete evangelische Kirche.

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12 Zwischen dem Marktplatz und dem Kirchplatz der pfarrkirche St. Georg - bis 1808 auch der einzige Friedhof der Stadt -lag seit 1822 die alte Rektoratschule. Das Gymnasium war bereits 1677 durch den Franziskanerorden gegründet worden. Es wurde nach dem Patron der pfarre benannt und heißt bis heute Gymnasium Georgianum. Es wurde nicht nur von Vredener Schülern, sondern auch von Auswärtigen und Niederländern besucht. Ab 1827 war es Progymnasium, wurde aber im Iahre 1965 wieder zur Vollanstalt mit Abitur erhoben. Das heutige Gebäude an der Zwillbrocker Straße wurde zu Beginn der fünfziger [ahre bezogen.

13 Das Zollamt in Vreden lag am Markt und blieb dort bis 1936. Im 19. Iahrhundert war es durch eine Zollwaage kenntlich. Diese Ansichtskarte wurde im jahre 1913 an den Zollpraktikanten Neumann in Lemgo verschickt. Die Mitteilung lautet: 'Lieber Neumann! In der Zollwarte lese ich, daß Sie in Lemgo sind, in der Nähe der Weser, wo ich einen so herrlichen Sommer verlebte. Wie beneide ich Sie, wollen wir tauschen? Ich hatte 14 Tage Urlaub, den ich in Paris, Brüssel, Gent, Antwerpen verlebte, Paris ist großartig. habe alles erlebt, was es besonderes bietet, Ich schrieb Ihnen eine Karte von dort nach Hagen. Am Tage meiner

Rückkehr mußte ich nach Vreden. Gesellschaftlich kann ich nicht klagen. aber ich habe Heimweh zur Weser. Hoffend daß Sie sich dort wohlfühlen grüßt herzl, Ihr 1. Arens,'

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14 Wassermühlenstraße von Süden gesehen. Es fällt auf, daß die wichtigste Geschäftsstraße von Vreden nur vier vom Historismus bestimmte Fassaden hat. Im Vordergrund rechts das Hotel Degener, das bis 1982 bestand und einen guten Ruf hatte. In der Innenstadt gibt es seither kein Hotel mehr. Alle Hotels liegen am Stadtrand oder im Außenbereich.

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15 Wassermühlenstraße. Der Musketier Iosef Swientek aus Mülheim - er ist von der 8. Kompanie des LandInfanterie-Regiments 614 und liegt in Vreden-LüntenschreibtzuNikolaus 1917 einen Gruß nach Hause. Er benutzt dazu eine Ansichtskarte von der Wassermühlenstraße. Er schreibt: 'Der Winter ist hier schon eingetroffen, haben schon Frost und Schnee, ist so ein richtiges Nikolaus Wetter. Wie ich soeben gehört habe hatt Rußland ein Waffenstillstandsangebot gemacht, hoffentlich gibt es jetzt bald Frieden. Sonst nichts neues. Mit Gruß Josef' Die Straße ist mit Kopfsteinen gepflastert, die Bürgersteige mit soge-

nannten Keßlingen. Man blickt vom Markt in Richtung Süden zum Wassermühlentor. Autos oder Fahrräder sind nicht zu sehen. Man 'hört' nur einen Ackerwagen über das pflaster rumpeln.

16 Die Wassermûhlenstraße führt vom Markt nach Süden und geht in die Bahnhofstraße über. Südlich des Stadttores führt die Straße über die Berkel und den Ausbach, der unterhalb der Wassermühle und des Mühlenteiches in die Berkel mündet. Innerhalb der Stadt quert die Straße auch den Stadtgraben, der zwischen der heutigen Post und der Altstadt noch erhalten ist allerdings nur noch halb so breit wie im Mittelalter. Es sind drei Brücken notwendig. Von diesen Brücken ist bekannt, daß sie 1893 neu gebaut und 1913 erweitert wurden. Vor dem Einmarsch der Alliierten 1945 wurden die Berkelbrücke und die

Ausbachbrücke von deutschen Truppen gesprengt.

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