Vreden in alten Ansichten

Vreden in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Elling
Gemeente
:   Vreden
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6002-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Vreden in alten Ansichten'

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17 Mitten auf der Kreuzung Bahnhofstraße- Winterswijker Straße stand bis 1967 unter einer uralten Eibe 'Bußmanns Krüüß'. Das Kreuz mußte dem modernen Straßenbau weichen und wurde nach einer Restaurierung 1968 vor den Turm der Marienkirche gesetzt. Zum 25jährigenJubiläum dieser Kirche wurde es dann im [ahre 1981 als Chorkreuz im Innenraum aufgestellt. Es handelt sich um ein 1730 datiertes Kreuz mit Corpus und um eine trauernde Madonna aus Baumberger Kalksandstein. Der Bildhauer ist bisher nicht bekannt.

18 Arbeiten mit Sense und Schiebkarre: der Gärtner des Krankenhauses hat offenbar im alten Abteigarten Grünfutter geholt. Der Neubau des Krankenhauses von 1912 ist noch nicht vorhanden. Es ist eine seltene Aufnahme, die fotografisch noch zusätzlich interessant ist, weil die Personen offensichtlich in Bewegung fotografiert wurden.

19 Der Stadtgraben von Vreden wurde mit der Befestigung der Stadt im [ahre 1382 aufgeworfen. Damals entstanden eine Ziegelmauer als Stadtmauer und ein breiter Innengraben. Dann folgte der sogenannte Butenwall, der heute als eine Art Promenade rund um die Stadt führt. 1398 erhielt Vreden nicht nur an Stelle des Lüntener Tores eine Burg, sondern auch einen zweiten Wall mit Zingelgraben. Im SpanischHolländischen Krieg und im Dreißigjährigen Krieg wurde diese Befestigung nach und nach - insbesondere von den Hessen - zerstört, so daß schließlich nur eine schmale Gräfte übrig war. Die freigewordenen Flächen wollten

die Burgmänner als fürstbischöfhches Eigentum beanspruchen und der Stadt streitig machen. Dagegen erhob die Stadt Einspruch und setzte sich durch. Bis heute befinden sich zu beiden Sei-

ten des Butenwalls Gärten, die von den Bürgern in den letzten [ahren nach und nach bebaut werden. Nur zwischen Wassermühlentor und Altstadt blieb ein Rest der alten Gräfte erhalten.

20 Die Anfánge des alten Krankenhauses am Kirchplatz in Vreden begannen

1853/54 in den Räumen der Abtei, die an die Stlftskirche angebaut war. Die Mauritzer Franziskanerinnen übernahmen den Pflegedienst und wirken bis heute. Im [ahre 1907 ging das Gebäude in das Eigentum der Pfarrgemeinde St. Georg über. Auf der Ansichtskarte sieht man von rechts die romanische Stiftskirche, einen Teil des Stiftsgebäudes von 1486 und das 1912 auf Kosten der pfarre errichtete Krankenhaus von der Rückseite, das 1945 zerstört wurde. Die alte Abtei diente nach 1912 als Altenheim und wurde ebenfalls 1945 durch Bomben zerstört.

VREDEN.

Krankenhaus.

21 Vredener Frauen spülen Wásche an der Berkel. An der Bleiche, etwa dort, wo seit 1927 das Postamt steht, ragten zu diesem Zweck kleine Waskebrüggen in den Fluß. Der Wáschekorb wurde mit Bollerwaagen oder Schiebkarre transportiert. Unter der Linde an der Berkelbrücke stand früher die 1748 datierte Station des Brückenheiligen Nepomuk. Die Sandsteinfigur entstand in der Werkstatt des Coesfelder Bildhauers Sasse.

Partie arn Stadtgr.ben

22 Der Stadtgraben hinter der Stiftskirche mit Waskebrügge zum Spülen der Wäsehe. Un de Krankenhuuswöske dröögt up de Hegge. Das Wasser irn Stadtgraben war zur Zeit derFotoaufnahmeirn]ahre 1906 so sauber, daß man darin die Wäsche spülen (und Fische fangen) konnte. Wäscheleinen kannte man noch nicht. Man trocknete die Wäsche auf einer Hecke. Von armen Leuten sagte man:

Een Hemd up'n Buuk UD een (Hemd) up'n Struuk.

Das Foto zeigt noch das alte Stiftsgebäude, das 1486 datiert war und seit 1854 als Krankenhaus diente.

23 Wessendorfer Straße. Diese Straße verbindet heute die Burgstraße mit dem Marktplatz und wird auf dem Schadensplan der Stadt von 1857 noch 'Westendorper Straße' (vgL Ostendarper Straße) genannt. Sie hat ihren Namen von der seit 1330 in Vreden belegten Westendorper Porte. Dieses Stadttor nannte man seit etwa 1500 nach der im Westen der Stadt gelegenen städtischen Windmühle 'Windmûhlentor' . Alles deutet daraufhin, daß im Westen der Stadt ein Einzelhofmit dem Namen 'Westendarp' lag, vergleichbar mit dem noch bestehenden Hof'Ostendarp' in VredenK1einemast.

VREDEN i. W.-

Wessendorfer S7 e

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24 Die Dampfbäckerei Johann Effing lag in der Wessendorfer Straße nahe dem Stadtzentrum. Sie wurde später vom Schwiegersohn Uebbing übernommen. Rechts daneben sehen wir noch das Handarbeitsgeschäft der Geschwister Meyer.

25 Die Wessendorfer Straße - hier auf einem Foto um 1900 führt vom Markt in Richtung Burg - also nach Norden. An der linken Seite, dort wo heute die moderne Sparkasse sich breit macht, sieht man auf dieser Ansichtskarte noch das Haus des Blaufärbers Enxing, der sein Gewerbe im [ahre 1911 aufgab. An der rechten Seite lehnt sich eine Kindergruppe an die Treppenwange der Dampfbäckerei Effing. Auf der Straße unterbrechen vier Männer ihr Gespräch, um dem Fotografen zuzusehen.

IJreden.

Wessendorferslraße.

26 Wessendorfer Straße. An der Mündung der Wessendorfer Straße am Markt lag vor 1936 das alte Rathans von Vreden. Über der zweiflügeligen Historismustür hing das Stadtwappen mit der Aufschrift 'Bürgermeisteramt' , daneben ein Emailleschild mit dem schwarzen, gelb bewehrten preußischen Adler. Man liest die Aufschrift: 'Königlich Preußisches Standesamt Vreden'. Später stand in Großbuchstaben über der gesarriten Breite des Gebäudes: 'STADTVERWALTUNG.'

Ureden. W~s~,!dorf~r Strasse

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