Vreden in alten Ansichten

Vreden in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Elling
Gemeente
:   Vreden
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6002-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Vreden in alten Ansichten'

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27 Wmdrnûhlenstraße und Windmühlentor erhielten ihren Namen von der bereits 1330 erwähnten städtischen Windmühle. Diese war zuletzt eine das Stadtbild prägende Bockwindmühle, die 1916 abgebrochen wurde. Die Windmühlenstraße verbinder die Burgstraße bzw. Twicklerstraße rnit dem Windmühlentor und der Königstraße. Die berelts 1880 gepftasterte Straße gehörte um 1900 den Fußgängern. Die wichtigsten Fuhrwerke der Ackerbürger parken auf dem Bürgersteig: die Stöttkaore, ein kippbarer Zweiradkarren, der von einem pferd gezogen wird, und der Handwagen, auch Bollerwagen

genannt, weil er wie alle eisenbereifien Wagen beim Fahren auf dem Pflaster ziemlich viel Lärm verursachte.

UREDEN

UJindmühlenstrasse

28 Die Twicklerstraße verbindet die Burgstraße mit dem Wüllener Tor. Sie tradiert wie der Twicklerkamp den Namen des Burgmannsgeschlechtes von Twickel, das im Mittelalter in Vreden auf dem Twickelschen Hof ansässig war. Seit dem 14. Iahrhundert treten Vertreter dieser Familie mehrfach als Schöffen in Vreden auf. Beim Stadtbrand von 1857 wurde auch diese Straße ein Raub der Flammen, so daß die gesamte Bebauung aus der zweiten Hälfte des 19. [ahrhunderts stammt. Bei der Innenstadtsanierung der siebziger und achtziger [ahre wurde diese Bebauung durch moderne Geschäftshäuser ersetzt.

UREDEN

- TUJickelerstrasse

29 An der Ecke BurgstraßeWindmühlenstraße befand sich vor der Bombardierung 1945 das Fahrrad- und Nähmaschinengeschäft Schmidt, das im Volksmund unter dem Namen 'Schwalwentreese' bekannt war. Es führte nämlich Fahrräder der Marke 'Schwalbe'. Das Geschäft wurde von 192 6 bis 192 8 von Anton Gehling als Teilhaber übernommen. An dieser Stelle befindet sich heute die Burgapotheke. Vor dem Geschäft sieht man fünf Personen: Eugen Schmidt und einen Gesellen mit einem Leichtmotorrad, dann folgen Frau Schmidt und Frau Gehling sowie Lene Mönning (später Frau Gebing) mit dem Damenfahrrad. Obwohl

Karbidlampen schon üblich waren, finden wir an keinem der Zweiräder eine Lampe.

30 Burgstraße. Auf dem Plan der Abgebrannten von Vreden (1857) beginnt diese Straße am Marktplatz und führt bis zur Burg, dem heutigen Rathaus. Später wurde die alte Wessendorfer Straße in Windmühlenstraße und der erste Teil der Burgstraße in Wessendorfer Straße umbenannt, offenbar in Unkermtnis darüber, daß diese ursprünglich zum Westendorper Tor führte. An der Burgstraße befand sich früher das Postamt. Wir schauen von der Kreuzung mit der Twicklerstraße aus in nördlicher Richtung zur Burg.

31 Burg. Vreden hatte bei der Befestigung im Iahre 1382 wahrscheinlich vier Stadttore erhalten. Die nördliche Ausfallstraße führte aber seit 1398 durch die Burg von Vreden. Diese wurde vom Bischof und Landesherrn Otto IV van Hoya (1392-1424) erbaut und sollte die Bürger Vredens 'in Schach' halten, damit sie

dem Landesherrn nicht untreu wurden. Die fürstbischöfl.iche Burg bildete ein Quadrum van 40 Metern Seitenlänge zwischen Tor und Stadtgraben, der an dieser Stelle um 1900 noch nicht zugeschüttet war. Im 16. jahrhundert wurde die Burg als 'verfallen' bezeichnet. 1699 wurde sie von der

BurgmannsfamiJie van Nahmen in ein barockes Herrenhaus umgewandelt. Reste der älteren Anlage blieben bis heute erhalten. Im Iahre 1849 kaufte der Fürst Salm-Salm das Anwesen, um darin eine

Försterwohung und einen Kornspeicher einzurichten. 1960 erwarb die Gemeindeverwaltung Ammeloe das Herrenhaus dann vom Fûrsten Salm-Salm. Nach der kommunalen Neuordnung

von 1969 wurde es Rathans der neuen Stadt Vreden und 1972 erweitert. Vor Anlage des Neubaus und des zugehörigen Parkplatzes wurde der Baugrund archäologisch untersucht.

Ureden

" Burg- u. Stadtqraben

.~~J""

32 Die Königstraße erhielt ihren Namen vom Königsumritt des deutschen Königs Konrad im ] ahre 1024, der in Vreden die Tochter von Kaiser Otto Ir. (Äbtissin Adelheid von Vreden und Äbtissin Sophie von Essen) besuchte. Man sieht links die Gaststätte Terrahe-Drügemöller, rechts die Schmiede Lansing, genannt Schmittjun, deutlich erkermbar an Karren und Material vor der Tür. Heute steht an dieser Stelle das Ärztehaus, während der neue Betrieb Lansing ins Industriegebiet an der Winterswijker Straße ausgesiedelt wurde keineswegs mehr eine Hufschmiede, sondern eine Metallbaufirma, die Fassaden, Fenster und Türen aus Leicht-

metallliefert. Auch diese Straße brannte 1857 gänzlich ab. Die Ansichtskarte wurde im]ahre 1912 nach Münster geschickt.

i)REDEN

Rönigstrasse

33 Neustraße um 1900. Heute gehört die Neustraße in Vreden zu den Hauptgeschäftsstraßen der Innenstadt. Rückseitig wurden ihre Grundstücke früher durch den Immunitätsgraben begrenzt. Stiftsgebäude, beide Kirchen und die Kanonikerhäuser lagen auf dem höheren nördlichen Ufer der Berkel. So entwickelte sich die Stadt im Halbkreis um das hochadelige Damenstift. Als 1324 die sogenannte Altstadt im Westen durch Reinold von Geldern zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde, bekam das Zentrum eine deutliche Randlage. Die Neustraße verbindet den Markt mit der Königstraße. Sie erhielt diesen Namen be-

reits im Mittelalter. 1857 brannten alle Häuser ab, so daß auch diese Bebauung aus der zweiten Hälfte des 19. jahrhunderts stammt. Man sieht auch hier das alte Kopfsteinpflaster von 1880 für die

Wagen, während eine offene Gosse Bürgersteig und Randstreifen trennt, die beide mit sogenannten Katzenköpfen gepflastert sind.

34 Windmühlentor. Eine der ältesten Nachrichten über dieses Tor stammt aus dem [ahre 1330. Dort ist die Rede von einem Garten, 'der vor der Westendorper Porte iuxta locum alati molendi' liegt. Seit der Zeit um 1500 wurde dieses Tor nach der städtischen Windmühle 'Windmûhlentor' genannt. Die frühesten Windmühlen in Deutschland stammen aus dem 13. [ahrhundert. Die Windmühle gab auch dem entsprechenden Stadtviertelder sogenannten 'Windmühlen Klucht oder Kluft' den Namen, die wie die anderen drei Kluchten bei den Ratswahlen eine Rolle spielte.

Wir schauen auf das Hotel Prein, das im Laufe der jahre

verschiedene Besitzer hatte. Seit 1992 ist es Teil des Ärztehauses. Im Hintergrund sehen wir das alte Gasthaus Terrahe-Drügemöller an der Königstraße.

35 An der Ecke Windmühlentor- Königstraße stand das Hotel Wiggers, das im Iahre 1909 an den Gastwirt Prein, Datteln, verkauft wurde. In den dreißiger [ahren hieß es Hotel Grasz und war in Vreden als Parteilokal der NSDAP bekannt. Vor dem Hotel steht die Droschke auf dem Kopfsteinpflaster. Der Hotelier Alex Wiggers verabschiedet sich von einem Gast. Auf dem Kutschbock sitzt Herr Verwohlt, der als Hotelkutscher angestellt war.

36 Die Wüllener Straße beginnt am Markt, und wir schauen nach Osten in Richtung Wüllener Tor. Gleich das erste Gebäude auf der linken Seite beherbergte vor 1936 die Stadtverwaltung. Über der Tür sehen wir den preußischen Adler wie auf allen Schildern der preußischen Ämter. Als die Stadt Vreden 1936 das Gebäude des Hauptzollamtes am Marktplatz erwerben konnte, wurde dieses zum Rathaus und blieb es bis 1969.

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