Vreden in alten Ansichten

Vreden in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Elling
Gemeente
:   Vreden
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6002-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Vreden in alten Ansichten'

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37 Die Wüllener Straße verbindet den Marktplatz mit dem Wüllener Tor, dem Ausgang in Richtung AhausWüllen und Ottenstein. Hier beginnt auch die Stichstraße zur ältesten Kunststraße des Kreisgebietes, der heutigen Bundesstraße 70. Diese Straße wurde 1855 als Verbindung zwischen Nienborg und Ahaus gebaut und dann über Stadtlohn nach Borken fortgeführt. Die Stichstraße von Vreden endet bei der ehernaligen Mautstelle (Barriere) in der Nähe des Hofes Spoor zwischen Wüllen und Stadtlohn. Sie war ab 1875 die einzige Verbindung Vredens zum Bahnhof in Ahaus. Als der Fotograf um 1900 erschien, kamen die Bürger aus

ihren Häusern und schauren neugierig zu. Rechts das heute noch bestehende Kaufhaus Mürnken-Busert.

7reden. Wüllnersfr~ße.

38 Vreden, Wüllenertor. Wir schauen stadteinwärts zum Markt, rechts liegt der GasthofMümken, links das Feinkostgeschäft Terrahe und davor (nicht mehr im Bild) das Katasteramt Vreden, das 1938 aufgelöst wurde und seither eine Kreisbehörde ist. Die 'Wulnerporten' wird erstmals im Iahre 13 60 genannt und diente ähnlich wie der auch seit dem 14. [ahrhundert belegbare 'Wullner esch' häufig zur Lagebezeichnung von Flurstücken in der Bauerschaft Kleinemast.

Ureden. Wül1enertor

39 Diese 'Fabrik-Anlage an der Berkel' lag am südlichen Stadtrand von Vreden. Es handelt sich um die Lederfabrik, die 1828 als Großgerberei von der niederländischen Familie Reerink aus Lochern gegründet wurde. Sie wurde zwischen Berkel und Ausbach plaziert, weil sie viel Wasser brauchte. Die Firma kaufte 1865 die erste Dampfmaschine in Vreden zum Mahlen von Eichenrinde. Seit 1885 stellte sie Treibriernen her und 1895 gründete sie die Pickerfabrik. Treibriemen und Pieker wurden in den Webereien gebraucht. Im [ahre 1983 wurden die Gebäude der Lederfabrik abgerissen. Auf dem Gelände befinden sich heute ein gro-

ßer Parkplatz und der Busbahnhof an der Post.

VREDEN.

Fabrik-Rnlage a. d. Berkel'.

40 Die Piekerfabrik 'Westfalia' lag bis zu ihrem Abbruch l 9 72 am Butenwall in Vreden, in Höhe des heutigen Hamaland-Museums. Sie wurde im Iahre 1895 von der Familie Reerink gegründet. Diese betrieb in Vreden seit ]828 eine Großgerberei und seit 1885 eine Treibriemenfabrik. Pieker werden aus Lederabfàllen hergestellt und in Webereien zum Auffangen der Webschützen gebraucht.

41 Strickerei Lepping. Die Mauerstraße in Vreden hat ihren Namen von der Stadtmauer, auf deren Fundament die äußere Hàuserreihe errichtet ist. An der Mauerstraße arbeitete von 1897 bis 1968 die Maschinenstrickerei Lepping. die auch ein Wollund Textilgeschäft hatte. Der Familienbetrieb strickte im Zweiten Weltkrieg insbesondere Socken und Leibchen für die Wehrmacht.

42 Die 'Srädtische Warmwasserbadeanstalt' ? wie sie offiziell hieB, wurde 1908 von der Stadt Vreden am Butenwall (in der Nähe der städtischen Bleiche am Wassermühlentor) errichtet und ab 1909 benutzt. Sie war mit Wannen- und Brausebädern ausgestattet. Es war also kein Schwimmbad - das zugehörige Berkelbad wurde erst später ausgebaggert. Das Gebäude wurde 1945 zerstört, aber berelts 1948 wieder in Betrieb genommen. Der Badernetster Schweers (später van RieBen) wohnte mit seiner Familie im ObergeschoB. Hinter der Badeanstalt befand sich noch immer das FluBbad. Die Vredener Jugend zog es allerdings vor, in der

Bauerschaft Kleinernast in der Berkel an de Eekskes zu baden. Erst als um 1960 die Wohnungen zunehmend mit Badezimmern ausgestattet wurden, hatte die Badeanstalt ausgedient und wurde ver-

kauft. 1m [ahre 1956 war auch schon das Städtische Freibad in Doemern eröffnet worden.

Ureden Städt, Bade-Anstalt

Erbaut '908

43 Im Westen der Stadt Vreden am Winc!mühlentor lag die alte städtische Windmühle, eine sogenannte Bockwindmühle, Sie wird bereits 1333 als Kornmühle genannt. Nach Auskunft des letzten Winc!müllers Liltjenhuis. der die Mühle im Iahre 1900 von der Stadt erwarb, wurde sie 1916 abgebrochen.

UREDEN

Westseite

44 'Electricitätswerk mit Wasserfall- Vreden i. Westf.' lesen wir auf einer Postkarte um 1920. Durch einen Brand war die alte Stiftsrnühle an der Berkel im Iahre 1892 ruiniert worden. Ihre Rentabilität war schon vorher ' durch die Dampfmühle der Gebrüder Terhalle in arge Bedrängnis gekommen'. Außerdem gab es inzwischen in Ammeloe, Wüllen, Stadtlohn und Südlohn Mühlen. So war es auch in Vreden notwendig, über eine moderne Nutzung der Wasserkraft nachzudenken. Der erste Strom wurde 1896 erzeugt, und 1898/99 konnte Bürgermeister Korte mitteilen, daß in Vreden 45 elektrische

Glühlampen für die Straßenbeleuchtung sorgen.

i. ttieSff..

Electricitätswerk mit Wasserfall

45 Die 'Vredener Tonindustrie' wurde 1909 am südlichen Stadtrand von Vreden (im sogenannten Vree) gegründet. Den Ziegellehm transportierte man mit Kipploren aufSchienen aus dem Ellewicker Lehmfeld nach Yreden. Neben einem Ringofen wurden bereits 1911 zwei Kasseler Kammeröfen gebaut. Hergestellt wurden Ziegelsteine, Dachziegel und Drainrohre, Das Unternehmen wurde von Rechtsanwalt Böcker gegründet und im [ahre 1968 aufgegeben. Bei den Lehmkölken in Ellewiek entstand bald darauf das Ferienhausgebiet Seerose.

Vlfeden i. ~esff..

Tontabrik

4-6 Ursprünglich gab es eine Poststelle im Hause des Postmeisters Wening an der Burgstraße. Das Gebäude der heutigen Bundespost wurde 1927 im Stil des Art Deco an der Bahnhofstraße errichtet und 195 7 erweitert. An dieser Stelle befand sich vorher die städtische Bleiche am Wassermühlentor, wo die Bürgerfrauen die Wäsche spülten und bleichten. Das Postwesen erfuhr erst nach dem Anschluß Vredens an das moderne Straßen- und Schienennetz einen Aufschwung. Vorher gab es Postkutschen und Boten.

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