Wachtendonk in alten Ansichten

Wachtendonk in alten Ansichten

Auteur
:   Josef Jennen
Gemeente
:   Wachtendonk
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6626-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wachtendonk in alten Ansichten'

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Einleitung

Wachtendank ist eine Gründung des Vogtes des Landes Geissern, der eine Burg am westlichen Ufer der Niers erbauen ließ. Das Land Geissern, 890 bereits als 'Gessera' erwähnt, lag am östlichen Ufer der Niers und wurde das spätere Land Wachtendank.

Dieses Land Geissern unterstand ursprünglich dem Kurfürsten von Köln, doch als die Ansiedlung der Herren von Wachtendank eine gewisse Größe erreicht hatte, tendierten die Herren zum Herzogtum Geldern. Durch Ausbau der Ansiedlung zu einer befestigten Stadt, wurde dieselbe in die kriegerischen Auseinandersetzungen im Laufe der Zeit hineingezogen. Im Niederländischen Befreiungskrieg hat die Festung Wachtendank vielfach zwischen den Spaniern und den staatischen Truppen den Wechsel der Besatzung erlebt. Die größte Schlacht fand im Iahre 1588 statt, als der spanische General von Mansfeld mit einem großen Heer vor die Tore Wachtendanks zog und nach dreimonatiger Belagerung die Festung einnehmen konnte. Wachtendank teilte das Schicksal aller Festungsstädte, keiner wollte sich außerhalb der Stadtmauern ansiedeln. Deshalb ist die Ausdehnung außerhalb der ehemaligen Festungsmauern und des Stadtgrabens erst später zu verzeichnen. Heute ist die Altstadt (ehemaliger Festungsbereich), noch im gleichen Stadtbild vorhanden wie ehedem.

Die pfarr-Rechte der Katholischen pfarrkirche St. Sebastianus im Lande Geissern (die im Iahre 1583 zerstört wurde), sind im Iahre 1449 auf die Kapelle innerhalb der Stadt Wachtendank übertragen worden. Diese Kapelle war im Iahre 1382 geweiht worden und ist die jetzige Pfarrkirche St. Michael. Zu dieser Zeit gehörte Wachtendank noch zur Erzdiözese Köln und kam 1563 zur Diözese Roermond. Seit 1821 gehörtWachtendank zur Diözese Münster.

Das Geschlecht derer 'von Wachtendank' hat sich über Westeuropa verbreitet und die Angehörigen dieses Geschlechts waren in vielen öffentlichen Ämtern, besonders der Kirche, tätig. Wilhelm von Wachtendank übergab Stadt und Land Wachtendank im Iahre 1434 an den Herzog

von Geldern. Dieser übergab im Iahre 1505 die Stadt und das Land Wachtendank an Otto Schenk von Nideggen, dessen Grabstein noch in der pfarrkirche vorhanden ist. Von den Schenken von Nideggen ging es an Godart von Bocholtz und von dort in Erbfolge an seineTochter Margarete, die den Arnold Huyn zu Geleen heiratete. Diese Eheleute ließen um 1 615 den Prinzenhof in der Neustraße erbauen, da die Burg bei der Eroberung im Iahre 1605 stark beschädigt worden war.

Der Grabstein dieser Eheleute und von deren Tochter Margarete, die im Alter von 6 Iahren verstarb, befinden sich in der pfarrkirche.

Von den weiteren Besitzern der Herrlichkeit Wachtendank ist als größte Wohltäterin Dorothea Fürstin von Dietrichstein, eine geborene Prinzessin zu Salm-Salm, zu nennen, die nach dem großen Stadtbrand im Iahre 1708 mit ihrem Vater für den Wiederaufbau der zerstörten Stadt gesorgt hat.

Von den ehemaligen Festungswerken sind die Ruinen der Burganlage und der im Iahre 1606 durch die Spanier errichtete Eekturm der Stadtmauer (Pulverturm) noch vorhanden.

Wirtschaftlich lebte das Städtchen zwischen Niers und Nette von der Landwirtschaft, einigen Handwerksbetrieben und von der Hausweberei.

Heute hat Wachtendank ein gesondertes Gewerbegebiet und der alte Stadtkern hat sich für den Tourismus geöffnet. In den Sommermonaten finden öffentliche Führungen statt und die Niers, die noch heute am alten Stadtkern vorbei fließt, lädt zu Bootstouren ein.

Josef Jennen

1 Cas teel Wachtendank, N achzeichnung nach einem Stich.

2 Das Wappen der Herren Von Wachtendank: ein goldenes Schild mit roter Gleve. Aus dem Harnisch wachsender Mohr.

(Gemalt aufGlas, Brigitte ]ennen-Böckmann.)

3 Fundamente der ehemaligen Stadtmauer der Festung Wachtendank.

4 Rest des ehemaligen Burgturmes im Iahre 1962. Bei nachfolgenden Restaurierungsarbeiten wurden

die Fundamente der ehemaligen Burg Wachtendonk freigelegt.

5 Hier eine Aufnahme der Straße' Am Pulverturm' vor demNeubau.

6 Derim]ahre1606erbaute Eckturm der Stadtmauer, im Volksmund

Pulverturm genannt. Es war der letzte spanische Bau aus der Festungszeit.

Heute wird er als Restaurant genutzt.

7 Bild unten: Das Haus Langenfeld, einst Sitz der Familie van Spee.

Bild rechts: Das Haus Holtheyde, einst Sitz der Bylandts und de Cabanes.

8 Rechts: Der Prinzenhof 'Haus Wachtendonk' , errichtet um 1 615, als die Burg beim letzten Angriff der Spanier nicht mehr bewohnbar war.

Unten: Lageplan an der Neustraße um 1817.

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