Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Dieses erste Buch über die neue Großgemeinde Wadersloh mit den Ortsteilen Diestedde, Liesborn und Wadersloh bietet eine Zusammenstellung von frühen Lichtbildern und alten Ansichtskarten. Sie wurden teilweise hervorgekramt aus Schubladen und verstaubten Winkeln, teilweise lagen sie bereits aufbereitet bei der Gemeindeverwaltung oder im Archiv des Kreises Warendorf in Liesborn vor. Bei der Gemeindeverwaltung Wadersloh war und ist schon seit Jahren Frau Ilse Viezens unermüdlich dabei, alte Fotos und Ansichtskarten aus Wadersloh, Diestedde und Liesborn zu sammeln und zu datieren. Aus ihrer Sammlung konnte der größte Teil der Aufnahmen aus Wadersloh und Diesredde entnommen werden. Frau Viezens kann an dieser Stelle für ihre unendliche Mühe nicht genug gedankt werden.

Für den Ort steil Liesborn konnte auf den Nachlaß des 1956 verstorbenen Lehrers Fiedler zurückgegriffen werden. Dieser Nachlaß wurde 1976 von der Familie Fiedler dem Archiv des Kreises Warendorf übergeben und dort geordnet und verzeichnet. Fiedler hat in seiner Volksschullehrerzeit in Liesborn von 1932 bis 1947 viele Ansichtskarten und Fotos gesammelt, datiert und näher beschriftet. Aus diesem Fundus konnten viele Liesborner Ansichten entnommen werden.

Von Bad Waldliesborn wurden drei Abbildungen übernommen, um die Zugehörigkeit des Badeortes zu Liesborn bis zum Jahresende 1974 zu dokumentieren. Beide Quellen reichten jedoch nicht aus, den Band zu füllen, Die weitere Suche nach Ansichtskarten und

Fotos erwies sich schwieriger als erwartet. Unser Anliegen wurde mehrmals in der Presse bekanntgegeben, doch die Resonanz war leider recht spärlich. Persöriliche Gespräche brachten es dann schließlich doch noch fertig, dieses Bändchen mit den 76 Bildern zusammenzustellen.

Das verfügbare Material und der Charakter des Buches ließen keine historische Fotodokumentation über die drei Ortsteile zu. Ziel war es, dem Betrachter in einem Rundgang ein Bild der Orte vor etwa fünfzig bis sechzig Jahren zu vermitteln. Die Datierung der Bilder erwies sich ausgesprochen schwierig. Nur wenige Fotos waren datiert, ganz selten die Ansichtskarten. Daher mußten Schlüsse aus den Aufnahmen gezogen, Rückvermerke und Beschriftungen datiert werden. Leider sind bei vielen Fotos auch die Fotografen nicht mehr bekannt. Es mag daher manchmal nicht gelungen sein, ein Bild zufriedenstellend zu datieren. Der Begleittext soll dem Leser und Betrachter, der das Abgebildete nicht mehr aus eigener Anschauung kennt, behilflich sein, das Dargestellte zu erkennen und den Wandel zur Gegenwart zur erfassen. Die Texte wurden nach eigenen Ermittlungen gefertigt. Große Hilfe leistete die Fotosammlung von Karl Jocksch aus dem Jahre 1960, die sich bei der Gemeindeverwaltung Wadersloh befindet und von Frau Ilse Viezens weitergeführt wird , wie oben bereits gesagt wurde.

Zum Schluß danken wir allen denen, die uns bereitwillig bei der Arbeit unterstützt und die uns ihre Bilder leihweise zur Verfügung gestellt haben.

Bildquellennachweis :

Archiv der Gemeinde Liesbom 60. Friedrich Baumhöer 31. Wilhelmine Berenskötter 10. Franz Borghoff 67,70,75,76.

Reinheld Fiedler 34, 35, 37, 38, 40, 42 - 50, 52, 55, 56,58,61,68.

Gemeinde Wadersloh 1,2,4, 5,6,7,9, 13, 14, IS, 17,19,20,22,23,24,26,27,28,30,32,71.

Willy Gerwert 12.

Christine Grüter 62.

Anna Hangebrock 36, 39, 41, 57, 63, 64, 65, 66. Wilhelm Hansmeier 8,16,29.

Bernhard Illies 5 I.

Katharina Kleikemper 33.

Alfons Kleinehollenhorst 21.

Hugo Konegen 3, 18,25.

Gerhard Ringbeek 72, 73, 74.

Hans Rothfeld 11.

Pfarrarchiv Diestedde 69. Franziska Vielhaber 53, 54, 59.

Das Buch ist wie folgt gegliedert:

Wadersloh Nummer 1 - 33. Liesbom Nummer 34 - 62.

Bad Waldliesborn Nummer 63 - 65. Diestedde Nummer 66 - 76.

Literaturverzeichnis:

Friedrich Helmert, Wadersloh, 'Geschichte einer Gemeinde im Münsterland' , Münster 1963.

Siegfried Schmieder, 'Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Diestedde', 1972.

Wilhelm Schnieder, 'Abteikirche Liesborn' , München, 1973.

1. Beginnen wir unseren Rundgang durch das alte Wadersloh am Kirchplatz. Mittelpunkt des Dorfes war seit je die Kirche. Die älteste Kirche war bei dem großen Brand im Jahre 1803 zerstört worden. Die hier abgebildete begann man im Jahre 1805 wiederaufzubauen. Die Seitenschiffe wurden dern Mittelschiff angepaßt, der Turm bis auf die Grundmauern abgetragen. Er wurde 1823 mit den Steinen der abgebrochenen Liesborner Klostergebäude wiederaufgebaut. Das auf dem Bild sichtbare Tympanon über dem Eingang stammte aus dem Liesborner Dormitorium. 1891 war diese Kirche zu klein geworden, sie wurde abgebrochen. An ihrer Stelle wurde der heute noch vorhandene 'Dom' errichtet.

Aufnahme: 1890.

2. Die weit irn Land sichtbare Pfarrkirche Waderslohs wurde in den Jahren 1892 bis 1894 erbaut. Der Neubau wurde vom Architekten Rincklake für eine Gemeinde von 4 500 Seelen entworfen. Der Bau ist gleich seinem Vorgänger von Westen nach Osten gelagert, vom Turm bis zur Wand des Hochchores 50 Meter lang. Das Kreuzschiff mißt 30 Meter, der Turm ist fast 72 Meter hoch. Der gesamte Bau kostete rund 300 000 Mark. Unsere kurz nach der Fertigstellung entstandene Aufnahme zeigt einen Bliek von den Pastors Wiesen zur Kirche. Links sehen wir noch die alte Pastorat.

Aufnahme: um 1895.

3. Der Innenraum der Pfarrkirche wurde erst nach und nach fertiggestellt. Am Tage der Weihe war der Hochaltar vollendet. Die Mensa hatte H. Rohling aus Münster, die drei Reliefs davor mit der Darstellung der Opfer Abels, Abrahams und Melchisedechs der Bildhauer B. Frydach aus Münster angefertigt, 1902 wurde der Marienaltar, im Jahr darauf der Herz-Jesu-Altar geschaffen. 1909 erhielt der Kunstmaler H. Brey aus Geldern den Auftrag zur Ausmalung der Kirche. Sie wurde im Jahre 1961 bei der Umgestaltung der Kirche beseitigt. Die Kirchenbänke wurden 1915 nach den Plänen von Rinck1ake angeschafft.

Aufnahme: um 1930.

4. Das ehemalige Pastoratsgebäude wurde in den Jahren 1774-1775 vom damaligen Pfarrer Ludovici begonnen und von Pfarrer Holtmann vollendet. Im Jahre 1887 wurde das Haus im Innern zweckmäßiger hergerichtet. Es beherbergte neben den Wohnräumen auch eine Wagenremise und Ställe für Pferde, Kühe und Schweine, wie es damals auf dem Lande vielfach üblich war. Rechts im Hintergrund ist deutlich die Tenneneinfahrt zu erkennen. Das Anwesen war von einer Gräfte (Graben) umgeben, über eine Brücke fand man Zutritt zum Hause. Bis zum Jahre 1962 diente das Haus als Pfarrhaus, im August 1967 wurde es abgebrochen.

Aufnahme: um 1930.

5. Die alte Küsterei hinter dem Chor der Kirche wurde im Jahre 1600 erbaut. Das spätere Speckmann'sche Haus diente seinem Zweck als Küsterwohnung bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Küsterfamilie Laerberg baute sich dann ein eigenes Haus und vermietete die Küsterei, Sie wurde zunächst als Lehrerinnenwohnung verwendet, bis Bürgermeister Schmitz 1829 den Abbruch des baufälligen Hauses vorschlug. Dennoch fand es weiterhin Verwendung als Wohnung für den Unterküster. 1926 ging es in den Besitz der Zivilgemeinde über, die sich dafür am Bau des neuen Jugendheimes finanziell beteiligte. So blieb es das einzige, das von den alten Gebäuden am Kirchplatz die Jahrhunderte überdauerte, bis es im Jahre 1961 abgebrochen wurde.

Aufnahme: um 1930.

6. Das Haus der ehernaligen Gemeindesparkasse mit dem charakteristischen Giebel wurde im Jahre 1854 von Benedikt Laerberg erbaut. Dessen Sohn war ab 1881 der erste Sparkassenrendant. Später erwarb Arnold Hauptmeier das Anwesen. Er richtete neben einer Gastwirtschaft (links) auch einen Manufakturladen (rechts) ein. Aus jener Zeit stammt unsere Aufnahme. Im Jahre 1929 übernahm die Wadersloher Gemeindesparkasse das Gebäude, das sie mehrmals umbauen ließ. Seit 1972 ist die Gastwirtschaft Elmar Holtermann darin.

Aufnahme: um 1925.

7. Wenden wir uns dem südwestlichen Teil des Kirchplatzes zu. Die alte Wadersloher Dorfschule wurde 1835 in dem von der Gemeinde angekauften Haus Mellage eingerichtet. Im Untergeschoß lagen zwei Schulstuben für die größeren Kinder und eine für die Anfänger. Im oberen Stockwerk war die Wohnung für den Schulvikar und für die Lehrerin untergebracht. Das Haus blieb Schule bis zum Jahre 1901, als ein neues Schulgebäude errichtet wurde. Auf unserer Aufnahme sehen wir das Haus bereits im Besitz der Familie Schniederjürgen, die einen kleinen Kramladen darin betrieb.

Aufnahme: um 1910.

8. Dieses Bild zeigt einen 'Schnappnschuß' aus vergangenen Zeiten. Es sind zu sehen (von links) der Bahnhofsvorsteher Schultz, Herr Linnenkemper, Wachtmeister Vogel und Stefan Böckmann. Die Aufnahme wurde auf dem Wadersloher Schulhof gemacht. Der Wachtmeister Vogel strahlt bereits durch seine prächtige Gewandung Autorität aus. Herr Schulz war der zweite Bahnhofsvorsteher in Wadersloh. Im Hintergrund sehen wir (von links) einen Teil der Gebäude der Brennerei Holtermann, den Giebel des Hauses Schniederjürgen - die alte Dorfschule - das Wadersloher Spritzenhaus und das Haus Schütte.

Aufnahme: 1910.

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