Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

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9. Gehen wir weiter in südwestliche Richtung und werfen wir einen Bliek in die Wenkerstraße. Das Straßenbild hat sich in den letzten Jahrzehnten völlig verändert. Die ehemaligen Fachwerkhäuser sind heute verklinkert, die alten Klinkerbauten verputzt. Nicht verändert hat sein Aussehen das Haus Hagedorn mit dem charakteristischen vorspringenden Erker. Die Straße war damals noch mit Kopfsteinen gepflastert. Der Straßenverkehr bestand damals noch aus einem Auto und zwei Fahrrädern. Die Fußgänger konnten sich ungefährdet auf der Fahrbahn bewegen.

Aufnahme: um 1930.

10. Machten wir unseren Rundgang durch Waderslob um die Jahrhundertwende, kämen wir auf der Bahnhofstraße an der Schuhmacherwerkstatt des Heinrich Berenskötter vorbei. Bei einem Eintritt in die Werkstatt fänden wir den Schuhmachermeister mit zwei Lehrlingen und zwei Gesellen bei der Arbeit. Der Meister sitzt an der Nährnaschine, während seine Mitarbeiter die verschiedenen anderen Werkzeuge eines Schusters bedienen, und uns auf diesem Foto vorführen. Nicht viel hat sich in der Art der Werkzeuge geändert, nur wenig anders sieht heute eine Schusterwerkstatt aus. Nur Kleidung und Haarschnitt der abgebildeten Personen verweisen uns in eine vergangene Zeit.

Aufnahme: 1910.

11. Die Wenkerstraße hieß früher einmal Bahnhofstraße, wie auf dieser Postkarte zu sehen ist. Die Ansichtskarte zeigt einen Bliek in nordöstliche Richtung zum Kirchplatz zurück. Im Vordergrund links sehen wir das Haus AckfeldBonsel, daran anschließend das Haus des Schuhmachers Schulte. Dahinter steht noch die Scheune Eusterschulte, an deren Stelle sich heute das Möbel-Studio und der Aldi-Markt befinden. Abschließend können wir noch den hoch hervorragenden Giebel des Gasthofes Eusterschulte erkennen. Die an der Straßenseite abgestellten Kutsch- und Pferdewagen bieten insgesamt ein ländliches Bild dieser heute vom Verkehr durchpulsten Straße.

Aufnahme: 1928.

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12. Wenden wir unsere Schritte nun von der Wenker- in die heutige Bahnhofstraße. Dort stand einst ein Gebäude, das das Elektrizitätswerk Waderslohs beherbergte. Dies wird nur noch wenigen Waderslohern bekannt sein. Das Werk wurde im Jahre 1901 gegründet und bestand bis etwa 1915, als das Gebäude von der Molkereigenossenschaft übernommen wurde. Unser Foto zeigt die Familie Gerwert mit Angestellten vor dem Elektrizitätswerk. Im rechten Teil des Gebäudes, durch die Inschrift bezeichnet, war eine öffentliche Badeanstalt, in der die Bevölkerung am Wochenende baden konnte; denn die wenigsten Häuser hatten damals fließendes Wasser oder eine Badewanne.

Aufnahme: 1911.

13. Die südwestliche Fortsetzung der Wenkerstraße ist seit je die Diestedder Straße. Unsere Aufnahme zeigt die Straße vor fast sechzig Jahren. Sie war noch ungepflastert, eingesäumt von grünen Bäumen und Hecken. Ein idyllisches Bild aus dörflicher Zeit, wenn wir nicht an den Staub im Sommer und den Schlamm im Winter denken, die damals den Menschen manchen Weg ins Dorf und zurück recht beschwerlich machten. Diese Aufnahme entstand etwa in der Höhe des Krankenhauses, von dem rechts die beiden charakteristischen Giebel zu erkennen sind.

Aufnahme: um 1930.

14. Im Jahre 1882 vermachte Vikar Heinrich Volpenhenn sein gesamtes Vermögen der Wadersloher Pfarre mit der Bestimmung, es zum Bau eines Krankenhauses zu verwenden. 1884 beschloß der Kirchenvorstand den Baubeginn und erwarb vom Wirt Eusterschulte das Bauland. Gegen Ende des Jahres war das Haus fertig. Das Hospital besaß zunächst nur drei Krankenzimmer. In den Jahren 1905-1906 wurde es erweitert. 1926 wurden die bereits seit 1914 geplanten Wirtschaftsgebäude errichtet. Nach einem Anbau in den Jahren 1937-1938 erhielt das Haus 55 Betten und wurde von neun Schwestern betreut. 1969 wurde es wiederum völlig umgebaut und beträchtlich erweitert.

Aufnahme: 1930.

15. Wenige Jahre nach Fertigstellung des Krankenhauses wurde die Ansichtskartenaufnahme von dort her gemacht. Im Vordergrund sind die Gebäude des Lohgerbers Laumann zu sehen, die im Jahre 1957 abgebrochen wurden. Ganz rechts sehen wir noch die alte Windmühle. Das Dorf hatte sich nach Süden noch kaum ausgeweitet. Die heutige Bahnhofstraße im Vordergrund war damals noch ein kleiner Weg mit einer Gesamtbreite von vier bis fünf Metern, einschließlich des Fußweges. Die Bahnlinie der Westfälischen Landeseisenbahn und der Bahnhof waren zur Zeit dieser Aufnahme noch im Bau.

Aufnahme: 1895.

16. Erst drei Jahre nach dem Entstehen der vorigen Aufnahme, am 20. Oktober 1898, fuhr der erste Zug in den gerade fertiggestellten Wadersloher Bahnhof ein. Unsere Aufnahme zeigt diesen bedeutenden Augenblick. Seit dieser Zeit war der Bahnhof Dreh- und Angelpunkt des Wadersloher Wirtschaftslebens. Er hat für die aufstrebende Entwicklung des Ortes eine sehr bedeutende Rolle gespielt. Am 30. Juni 1976 erfolgte die Schließung des Bahnhofs. Auf dem Foto sind unter anderem zu erkennen: DI. Lönne, B. Löwenstein, A. Holtermann, J. Fleiter, Gendarm Weckermann, Hauptlehrer Rump, W. Cordes, H. Holtermann, H. Westbomke und der erste Bahnhofsvorsteher Schröder.

Aufnahme: 1898.

17. Kehren wir auf unserem Rundgang zurück ins Dorf und wenden wir uns dem nördlichen Teil zu. Der Bliek in den Freudenberg in Richtung Stromberger Straße zeigt, wieviel Grün und Fachwerk in früheren Jahren das Dorfbild bestimmte. Links sehen wir die Bäckerei Biermann-Berief, deren Fachwerk und gesamte äußere Fassade völlig umgestaltet wurde. Das Haus rechts ist die Gärtnerei Wiedenhues, die damals noch Blumen und Büsche vor dem Haus stehen hatte. Auch dieses Haus wurde ebenso wie der Bürgersteig vollkommen umgestaltet. Verkehr gab es damals anscheinend so gut wie keinen, die Fußgänger auf unserem Foto können sich noch mitten auf der Straße bewegen.

Aufnahme: um 1925.

Wadersloh

18. Der Bliek zurück von der Einmündung der Bergstraße in den Freudenberg zeigt rechts die Gastwirtschaft Weimann, danach die Häuser Hölscher und Sentag. Vorn rechts neben der Gaststätte Weimann steht eine alte Pferdekutsche. Vor dem Haus Sontag sehen wir noch die Lichtleitungsmasten, die im Jahre 1931 hinter die Häuser verlegt wurden. Die Straße und die Bürgersteige sind mit Kopfsteinen gepflastert. Auch hier fehlt noch völlig jeglicher Verkehr, die Frauen und Kinder können ungefährdet die festlich gekleideten Herren vor dem Gasthaus Weimann, dessen Eingangstür mit einer Girlande geschmückt ist, betrachten.

Aufnahme: Heinrich Holthey, Wadersloh, 1912.

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