Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Vom Freudenberg machen wir nun einen kleinen Absteeher in die Bergstraße. Unsere Aufnahme zeigt das Haus Schniederjohann aus dem Jahre 1912. Man erkennt hier deutlich den ländlichen Baustil in Wadersloh, in dem in den Jahren 1840 bis 1880 gebaut wurde. Die Zimmer in den Häusern waren nur etwa 2 bis 2,20 Meter hoch. Die Termenund Stalltore zeugen davon, daß auch im Dorf Landwirtschaft betrieben wurde. Die moderne Umgestaltung des Hauses, die vor wenigen Jahren erfolgte, zeigt zugleich auch den Wandel der Lebensverhältnisse der Menschen.

Aufnahme: 1912.

20. Kehren wir auf unserem Rundgang zurück zum Freudenberg. Der Bliek zurück ins Dorf durch den Freudenberg zeigt vor den Häusern stehende Bäume. Auffallend sind die in die Gehwege hineinragenden Treppenstufen, die erst bei der Bürgersteigbefestigung im Jahre 1948 in die Häuser verlegt wurden. Links sehen wir das Haus Reiling, das im Jahre 1904 erbaut wurde. Das Firmenschild besagt, daß sich hier eine Fahrradhandlung und Reparaturwerkstatt befindet. Rechts steht die Gaststätte Zumbült, die auf dem übernächsten Foto näher zu sehen sein wird.

Aufnahme: um 1930.

21. Die Mühlenbauwerkstatt Kleinehollenhorst besteht bereits seit 115 Jahren. Als die Werkstatt 1863 gegründet wurde, waren bis zu zwanzig Personen beschäftigt. Hergestellt wurden vornehmlich Wind- und Wassermühlen. Der Kundenkreis erstreckte sich bis weit ins Sauerland hinein. Auf dem Bild sind zwei Mühlen zu sehen, bestehend aus dem Trichter mit Rüttelschuh über der Bütte, in der sich die beiden Mahlsteine befanden. Angelehnt an diese Mühlen sind vier Holzriemenscheiben, die in den Mühlen für die Transmission gebraucht wurden. An der Hauswand lehnen zwei Elevatoren (Förderbänder), die hier auch hergestellt wurden. Auch Windrnühlenflügel wurden gebaut, der Baumstamm im Vordergrund dürfte dazu gedient haben.

Aufnahme: B. Siebei, Lippstadt, 1909.

22. Hier sehen wir den Freudenberg von der Hölzernen Straße aus. Ganze vorne rechts liegt noch die sogenannte 'Spülkuhle". An dieser Stelle wurde später das Kriegerdenkmal errichtet. Die Gaststätte Zumbült ist ein typischer Bau im sogenannten Wilhelminischen Stil der Jahrhundertwende, der sein Aussehen bis heute glücklicherweise wenig verändert hat. Der Vordergiebel trägt eine Holzverzierung, die Fenster sind mit Sandstein eingefaßt. Die Seitengiebel werden durch vasenähnliche Aufsätze (Aktroterien) kunstvoll geschmückt.

Aufnahme: um 1930.

Ww. Felix Hellmann, Wadersloh Kornbranntw inbrennerei und Likörfabrik

23. Wenden wir uns nun in den Teil des Dorfes nordöstlich der Kirche. In der Überwasserstraße liegt noch heute direkt an der Kirche die Gastwirtschaft Hellmann. Früher befand sich hier die Kornbranntweinbrennerei und Likörfabrik der Witwe Felix Hellmann - so steht es auch heute noch über dem Eingang. Die Gastwirtschaft ist jetzt verpachtet, die Brennerei wurde 1973 stillgelegt. Verschwunden sind auch die großzügigen Parkanlagen, in ihnen steht heute das Wohnhaus der Familie Hellmann. Die Scheunengebäude rechts sind ebenfalls seit 1971 verschwunden, dort steht jetzt der moderne Neubau der Gemeindesparkasse.

Aufnahme: um 1930.

24. Das Lebensmittelgeschäft Sontag auf der Überwasserstraße war nach 1837 von Heinrich Sontag erbaut worden. Es war zuerst ein Fleischwarengeschäft. Der große Brand am 14. Dezember 1853, der nebenan im Ziegenstall des Anwesens Morfeld ausgebrochen war, fand in Sentags Fleischvorräten reiche Nahrung. Bei diesern Brand fielen außer der Besitzung Sontag noch eine ganze Reihe anderer Häuser an der Überwasserstraße, am Kirchp1atz und am Freudenberg den Flammen zum Opfer. Insgesamt wurden damals vierundzwanzig Familien obdachlos. Heinrich Sontag baute sein Haus 1854 so wieder auf wie es hier abgebildet ist. In den Jahren 1955 und 1965 wurde das Haus völlig umbeziehungsweise neugebaut.

Aufnahme: 1908.

25. Wenden wir uns der Wilhelmstraße zu. Im Schatten des Wadersloher Domes lag bis zum Jahre 1972 das Arbeitsamt. Nur wenige Wad ersloher wissen jedoch noch, daß hier in diesem Gebäude sich einst die Dorfschule für Mädchen befand. 1872 wurde die Behausung des DI. Bischopinck am Chor der Kirche von der Gemeinde erworben. Die früheren Wirtschaftsgebäude wurden abgebrochen. An ihre Stelle trat 1874 die Mädchenschule. Unsere Aufnahme zeigt den ursprünglichen, unverputzten Ziegelsteinbau. Ende 1972 wurde das Haus im Rahmen der Dorfsanierung abgerissen,

Aufnahme: um 1930.

26. Die Restauration Brand mit Gasthof und Café, Parkettkege1bahn mit Gartenan1agen an der Wilhe1mstraße wurde in den Jahren 1884-1885 erbaut. Die Hausstätte ist bereits seit über 160 Jahren im Besitz der Familie Brand. Das Vorgängerhaus war im Jahre 1884 wie die Häuser Vogelsang und Quick bei einem Brand ein Raub der Flammen geworden. Der Neubau war für Wadersloher Verhältnisse ein sehr repräsentatives Haus. Das Dach war mit Schiefer gedeckt, damals eine Seltenheit. Die Vorderfront des Hauses war durch Putzornamente verziert. Am Hauseingang stand rechts ein Eisenpfosten, an dem die Pferde der Gäste angebunden werden konnten. Das Haus wurde in jüngerer Zeit völlig umgestaltet.

Aufnahme: um 1930.

27. Dieses Bild zeigt das Ursprungsgebäude des Johanneums ohne Ausfugung und ohne gärtnerische Anlagen. Architekt des Baus war der Baurneister Heinrich Freitag aus Wadersloh. Der Neubau war im Jahre 1924 begonnen worden und bis Ostern 1925 soweit gediehen, daß er bezogen werden konnte. Das Grundstück war im Jahre 1923 erworben worden, um die im Jahre 1922 von der Genossenschaft der Christlichen Schulbrüder gegründete Rektoratsschule dort anzusiedeln. Nach einer wechselvollen 50jährigen Geschichte konnten am 15. Juni 1974 die ersten Abiturienten des Gymnasiums Johanneum entlassen werden.

Aufnahme: 1930.

28. In diesem Gebäude wurde die Wadersloher Molkerei am 6. Februar 1891 eröffnet und bis zum Jahre 1915 betrieben .. Am 16. Mai 1890 wurde beim Amtsgericht Oelde die 'Dampfmolkerei Wadersloh, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht' in das Genossenschaftsregister eingetragen. Das abgebildete Gebäude wurde auf einem vom Hotelbesitzer Cl. Bomke im Kreuzfeld an der Bornefelder Straße am Ausgang des Dorfes erworbenen Grundstück von Bauunternehmer Hermann Westbomke errichtet. Im Mai 1915 erfolgte die Verlegung des Molkereibetriebes in die umgebauten Gebäude der 'Elektrischen Centrale', dem Elektrizitätswerk (vergleiche Foto 12).

Aufnahme: um 1900.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek