Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

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29. Mit diesem Bild wollen wir einen kleinen Bliek in das Leben der Wadersloher Vereine werfen. Der Turnverein 1893 Wadersloh war einst bekannt in ganz Deutschland. Unser Bild zeigt den Verein im Jahre 1908 mit einigen der damals üblichen und charakteristischen Turngeräte vor dem Saal des Turnbruders Weimann. Zu Beginn seiner Tätigkeit hatte der Verein starke Vorurteile im Dorf zu überwinden. Doch schon bald gelang es ihm, auf Gau- und Bezirksfesten manchen Sieg zu erringen. Auf Turnfesten in Paderborn, Soest, Werl, Bad Driburg, Lippstadt, Hamm, Dortmund, Hagen, Wetter und sogar gegen die Universität Münster errangen die Wadersloher große Erfolge.

Aufnahme: Fotograf Günnewig, Beckum, 1908.

30. Sportsmann oder -frau mußte man schon sein, wenn man vor siebzig Jahren mit dem Auto fuhr: Sonne, Wind, Regen und Staub waren die Insassen ausgesetzt. Unsere Aufnahme zeigt das erste Auto eines Waderslohers im Jahre 1909. Es ist DI. Peter Kleickmann mit seiner Frau, die mit einem 'Westfalia' allgemein Aufsehen erregten. Als Scheinwerfer dienten drei Petroleumlampen, die Bereifung war aus Vollgummi. Bemerkenswert ist, daß der Fahrer zu damaliger Zeit noch auf der rechten Seite das Auto lenkte. Es war ein luftiges und wegen der ungepflasterten Straßen - ein staubiges Vergnügen.

Aufnahme: 1909.

3 L Unser Bild aus dem Jahre 1917 zeigt den Kötter und Holzschuhmacher Heinrich Stuckmann mit seinen Kindern Bernhard, Anton und Anna. Stuckmann war einer der fünfzig bis sechzig Holzschuhmacher, die in Wadersloh ihr Handwerk ausübten. Während zur Zeit der Entstehung des Bildes etwa 40 000 bis 45 000 Paar hergestellt wurden, arbeiten heute nur noch ganz wenige in diesem Handwerk. Stuckmann haut auf dem Bild mit dem 'Holskenbeil' ein Holzstück zum Rohling zu, während der eine der Söhne auf der 'Tuochbank' (Ziehbank) sitzt, auf der der Holzschuh mit dem Ziehmesser die letzte Zubearbeitung erfährt. Der 'P1attdüetske Krink Waossel' hat den Holzschuh zu seinem Vereinszeichen gewählt.

Aufnahme: 1915.

32. Ein Bild aus der Zeit, als die Technik auch die Landwirtschaft eroberte: ein sogenanntes Lokomobil - eine Dampfmaschine - treibt die Dreschmaschine an. Das Foto entstand auf dem Hof Friggemann in Wadersloh-Geist und zeigt die Familie und die Arbeiter beim Dreschen. Dazu war in jener Zeit stets eine Mindestzahl von Menschen nötig, um alle Arbeiten bewältigen zu können. Während die Frauen in der Küche für das leibliche Wohl der hart arbeitenden Männer sorgten, mußte mit der Schubkarre das Holz für die Darrpfrnaschine herangefahren, mußte das ausgedroschene Korn aus der Scheune getragen werden. Ein Wunder, daß nur selten etwas passierte, obwohl die feuerspeiende Maschine direkt neben dem Getreidewagen stand.

Aufnahme: um 1910.

Gastwirtschaft Franz Bornefeld, vorm. Kleikemper.

33. Im Jahre 1765 gab es in Wadersloh insgesarnt acht Gastwirtschaften. Einige von ihnen haben wir bereits bei unserem Rundgang durch das Dorf kennengelernt. Abschließend soll hier ein Gasthaus aus den Bauerschaften vorgestellt werden. Es ist die Gastwirtschaft Franz Bornefeld in Wadersloh-Bornefeld. Rechts neben dem Hauptgebäude befand sich die Königliche Beschälstation, Aus diesern Grunde sehen wir auch die verhältnismäßig vielen Pferde vor dem Haus stehen. Drei von ihnen werden sichtlich zur Beschälstation geführt.

Aufnahme: c.J. Ophoven, Lippstadt, um 1900.

34. Unseren Gang durch das alte Liesborn beginnen wir mit einem Bliek von Südosten auf den Ortskern. Noch zeigt sich uns ein Ort im Grünen, noch fehlen die Bauten der KernperWerke. Im Vordergrund verläuft die Bahnlinie der Westfälischen Landeseisenbahn Lippstadt-Beckurn, die im Jahre 1898 eröffnet wurde. Rechts neben der Abteikirche erkennt man in der Ferne über den Bäumen den Turm der Wadersloher Kirche. Das gesamte Dorf', erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts entstanden, liegt noch weit zerstreut, es gibt kaum zusammenhängende Bebauung.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, um 1920.

35. Unser Rundgang führt uns zuerst in den Dorfmittelpunkt, zur Abteikirche. Wir sehen die Kirche von der Südostecke des alten Friedhofes aus. Der Turm stammt noch aus der Zeit des Frauenstifts und wurde um 1100 erbaut. Das Chor der Kirche wurde im Jahre 1306 begonnen und erst 1465 eingeweiht. Quer- und Längsschiff wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts fertiggestellt. Die Kirche besaß früher noch ein Seitenschiff im Süden. Das heutige Portal in der südlichen Langhauswand ist in spätgotischen Formen im Jahre 1886 geschaffen. Rechts im Hintergrund ist das alte Wohnhaus des Bäckermeisters Walter (vergleiche Foto 45) zu sehen.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, 1915.

36. Das Bild vom Innern der Kirche zeigt den Hochaltar ohne Figurenaufsätze und ohne oberen Aufbau. Ganz rechts sieht man den kurz vor Weihnachten 1897 aufgestellten Rosenkranzaltar. Die Kirche trägt noch die in den Jahren 1890 bis 1892 angebrachte Ausmalung. Links neben diesem Altar steht in einer Nische eine Marienstatue. Die Kanzel trägt noch an ihrem Dach Schalldeckel, die bei der Restaurierung entfernt wurden. Sie dienten einst der besseren Akustik. In den Jahren 1961 bis 1965 wurde die spätgotische Gewölbemalerei wieder freigelegt. Die Malerei des 19. Jahrhunderts, die versucht hatte, die ursprüngliche Ausmalung zu rekonstruieren, wurde wieder entfernt.

Aufnahme: Stefan Jürgensmeier, Liesborn, um 1900.

37. Im Jahre 1921 wurde die Severinus-Kapelle im Turm als Kriegergedächtniskapelle eingerichtet. Die Turmkapelle wurde wahrscheinlich bereits zur Zeit des Frauenstifts gegründet. Unter Abt Florinus wurde sie im 14. Jahrhundert neu eingerichtet. Einige der Wandmalereien stammen noch aus jener Zeit, andere sind um 1920 neu be- oder übermalt worden. An der Westwand links neben dem Altar sehen wir den heiligen Christophorus als Wandbild. Sein Bildnis stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert, es wurde jedoch auch erneuert. 1921 schmückte - wie hier abgebildet - die Strahlenkranzmadonna den Altar.

Aufnahme: W. Miesier, Lippstadt, 1925.

38. Die barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert befand sich früher als sogenanntes Missionskreuz außen am südlichen Querhaus. Die Gruppe war durch ein einfaches Wellblechdach geschützt. Der Giebel des Daches trug schmuckvolle schmiedeeiserne Verzierungen. Rechts und links hingen zwei Lampen. Links unten neben der Kreuzigungsgruppe steht auf unserer Aufnahme ein alter Altartisch an die Kirchenmauer gelehnt, der sich heute in der Kirche befindet. Bereits seit geraumer Zeit ist diese Gruppe innen an der Ostwand des südlichen Querhauses aufgestellt.

Aufnahme: um 1930.

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