Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

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Schmiederei unà éisenwarenhandlung ?:h. }elermeier, Eiesborn.







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49. Gegenüber Nienaber beziehungsweise Jürgensmeier liegt die Schmiede und Eisenwarenhandlung Theodor Petermeier. Seit 1928 gehört die Besitzung dem Schmiedemeister Bernhard Weihermann. Die Gebäude wurden in der Zeit von 1871 bis 1875, in den sogenannten Gründerjahren also, im Stil der damaligen Zeit errichtet. Vor dem Haus und der Schmiede sehen wir die Produkte einer alten Schmiede (von rechts): eine alte Kutsche, ein Wagenrad. landwirtschaftliche Geräte und Maschinen, zum Beispiel einen Pflug, und einen Handwagen. Zwischen Wohnhaus und Schmiede wird gerade ein Pferd beschlagen.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, vor 1919.

GRUSS aus LI ES BOR N Gastwirtschaft H. Ringhoff

50. Am Ende der Königstraße stehen die Gebäude der Gastwirtschaft Ringhoff, heute Gasthaus 'Am Tor'. Die Bauten wurden in der Zeit von 1850 bis 1860 errichtet. In jenen Jahren entstand das eigentliche Dorf Liesborn, das bis zur Aufhebung des Klosters nur aus den Klostergebäuden und einigen wenigen Häusern bestanden hatte. Die Gaststätte Ringhoff hat ihr Aussehen nur wenig verändert. An der Stelle der Stallgebäude befindet sich heute der Saal Winkelhorst. Das Gebäude rechts wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu Sozialwohnungen umgebaut.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, vor 1915.

SI. Setzen wir unseren Rundgang in westlicher Richtung fort, kommen wir zur heutigen Beckumer Straße. Dort treffen wir links auf das alte Feuerwehrgerätehaus, das im Jahre 1921 vom Bauunternehmer Krüppel errichtet wurde. Es hatte ein Walmdach und drei Boxen mit Rundbogentoren. Im Jahre 1923 erhielt das Haus einen Steigerturm. Auf unserer Aufnahme sehen wir den im Jahre 1924 beschafften Spritzenwagen, der von zwei Pferden gezogen wurde. Der abgebildete Reiter auf dem Pferd ist Stefan Illies. An Stelle eines Martinshorns betätigte man damals eine große Glocke, die vorn am Spritzenwagen zu erkennen ist.

Aufnahme: um 1925.

52. Die Beckumer Straße war vor sechzig Jahren noch auf beiden Seiten von Wald umrahmt. Im Jahre 1929 wurde 'Nienabers Busch' nördlich der Straße gerodet. Unsere Aufnahme zeigt die Rodung des Waldes: die Wurzeln der Bäume mußten mit einer sogenannten 'Waldhexe' aus dem Boden gezogen werden. Das Gerät wurde mit dieken Ketten (links) im Boden verankert, ein starkes Drahtseil wurde um den Baumstumpf gelegt und schließlich mit einer Winde angezogen. Mit solchen Waldhexen wurden damals viele Wälder gerodet. Im Hintergrund ist der Hof Nienaber zu erkennen.

Aufnahme: 1929.

53. Kehren wir bei unserem Rundgang ins Dorf zurück und wenden wir uns südlich in die Lippstädter Straße. Dort liegt links die Besitzung Vielhaber. Unsere Aufnahme zeigt das Gasthaus Vielhaber, vormals Böcker (vergleiche Foto 54), von der Lippstädter Straße aus. Das 1886 errichtete Wohnhaus ist auf diesem Foto noch unverputzt. Auch die Erweiterung im Süden ist noch nicht vorhanden. Damals konnte man noch beruhigt einen Tisch auf die Lippstädter Straße stellen. Rechts neben der Eingangstür sind zwei Pfosten mit einer Stange zu erkennen. Daran banden die Liesborner ihre Pferde, wenn sie bei einem Besuch im Dorf ins Gasthaus Vielhaber einkehrten. Die Eingangstür ist heute zugemauert.

Aufnahme: um 1910.

Gasthof Bëcker, Inhaber Georg Vielhaber, Liesborn.

54. Die Kreuzung Lippstädter Straße-Zu den sieben Eichen vor fünfzig Jahren: links sehen wir das Haus Vielhaber (vergleiche auch Foto 53). Der 1816 errichtete rechte Gebäudeteil war Schulhaus und Stallgebäude des Lehrers Böcker. 1837 wurde das Schulhaus an die Witwe Böcker verkauft, die einen kleinen Kramladen einrichtete. Zur gleichen Zeit stellten die Eingesessenen Liesborns den Antrag, der Witwe Böcker die Erlaubnis für eine Gastwirtschaft zu erteilen. Das 1886 errichtete Wohnhaus links wurde 1927 verputzt und im unteren Geschoß nach Süden erweitert.

Aufnahme: Ph. Strieth, Lippstadt, um 1930.

Gruß aus Liesborn.

)Ivlkerei.

55. Unser Weg führt uns weiter durch die Straße Zu den sieben Eichen zur ehemaligen Liesborner Molkerei. Diese wurde im Jahre 1911 eröffnet. Bis dahin lieferten die Liesborner Bauern ihre Produkte an die 1904 gegründete Molkerei in Diestedde. Vor dem Gebäude zwischen den beiden Bäumen steht eine für damalige Zeiten übliche Gaslaterne. Die Straße war noch nicht befestigt. Die drei abgebildeten Personen sind von links:

Molkereiverwalter Wichmann, Rendant Bernhard Wieschhölter und Vorsitzender Wilhelm P1ümpe (mit Fahrrad).

Aufnahme: Ph. Strieth, Lippstadt, 1911.

LlE5ßORN. Partie am Bermnot

56. Wenig weiter nördlich gelangen wir zum Liesborner Bahnhof. Die Bahnhofsgebäude wurden in den Jahren 1896 bis 1897 von dem Baumeister H. Krüppel aus Liesborn errichtet, Die Eröffnung der Bahnstrecke der Westfälischen Landeseisenbahn erfolgte am I. Oktober 1898. Der Bahnhof wurde nach Einstellung des Personenverkehrs vor einigen Jahren geschlossen. In ihm befindet sich heute die Bahnhofsgaststätte. Rechts im Hintergrund ist die damalige Großschlächterei Berlingshoff & Nienaber zu sehen, auf deren Gelände heute die Firma Recozell sich niedergelassen hat.

Aufnahme: W. MiesIer, Lippstadt, 1926.

.Busdï"» mühle

biesbom

57. Am nördlichen Rande des Dorfes an der Grenze zu Wadersloh sind heute noch die Gebäude einer ehernaligen Wassermühle am Liesenbach zu sehen. Die Busch-Mühle gehörte früher zum Kloster Liesbom. Unter Abt Gregor Waltmann (1698-1739) war sie neu errichtet worden. Die hier abgebildeten Gebäude wurden im Jahre 1898 vom damaligen Mühlenbesitzer Heinrich Busch errichtet. Ab 1909 war die Mühle zugleich das Liesborner Elektrizitätswerk und lieferte den elektrischen Strom für das Dorf.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, vor 1919.

58. Unweit westlich der Busch-Mühle lag einst Liesborns Freibad. Das 'Liesebad' wurde 1930 vom Liesborner Sportverein unter Mithilfe von Heinrich Wecker, dem späteren langjährigen Bürgermeister Liesborns, errichtet. Große Verdienste erwarb sich dabei auch Hauptlehrer Fiedler, der neben Amtmann Block auf dem Steg abgebildet ist. Das Bad hatte drei Umkleidezellen: je eine für den Amtmann Franz Block, Hauptlehrer Ludwig Fiedler und Major Fröhlich. Letzterer pflegte hier sogar im Winter zu baden. Ein Seil trennte den Schwimmer- von Nichtschwimmerteil.

Aufnahme: 1930.

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