Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Schmieder
Gemeente
:   Wadersloh, Liesborn und Diestedde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0827-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wadersloh, Liesborn und Diestedde in alten Ansichten'

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59. Nach unserem Rundgang durch das Dorf wollen wir uns jetzt dem Vereinsleben zuwenden. Beispielhaft für viele soll hier der Kriegerverein - der Vorläufer des heutigen Schützenvereins - vorgestellt werden. Unsere Aufnahme zeigt den Liesborner Kriegerund Landwehrverein im Jahre 1911 vor dem Gasthaus Ringhoff. Der Verein war 1879 gegründet worden. Als er 1891 sich seine Vereinsfahne zulegte, zählte er bereits 150 Mitglieder. Zweck des Vereins war laut Statuten von 1891: 'Veranstaltung von kriegerischen Leichenfeiern für verstorbene Kameraden.'

Aufnahme: 1911.

60. Unser Weg führt uns jetzt in die Liesbomer Bauerschaften, die ganz anders als in Wadersloh seit je ein größeres Eigenleben führten, In Liesbom fehlte der Dorfmittelpunkt, der ja recht jung ist, daher bildete sich in den Bauerschaften ein besonderes Gemeinschaftsleben. Dies zeigt sich unter anderem darin, daß zum Beispiel die Bauerschaft Göttingen bereits seit 1870 ein eigenes Feuerwehrgerätehaus besaß. Das hier abgebildete Häuschen hat bis 1955 bestanden, dann wurde an der gleichen Stelle eine neues Gerätehaus errichtet. Unser Foto zeigt die damalige Feuerspritze mit der Aufschrift: 'Freiwillige Feuerwehr Göttingen'. Im Hintergrund sind die Gebäude des Hofes Hoberg zu sehen.

Aufnahme: um 1930.

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61. Im Jahre 1765 gab es im gesamten Kirchspiel Liesbarn sieben Gastwirtschaften. Da es zu jener Zeit noch keinen Dorfkern gab - dort lag nur eine der sieben Gaststätten versorgten die restlichen sechs die Bevölkerung der Bauerschaften. Eine typische Landgastwirtschaft zeigt unser Bild von der Gastwirtschaft Hermann Landgräber auf der Römerheide. Inhaber war damals Hermann Süwolto genannt Landgräber. Der Wirt betrieb wie die meisten Gastwirte Landwirtschaft, wie aus den Stallgebäuden rechts zu ersehen ist. In dieser Schenkwirtschaft tranken die Bauern und Kötter am Sonntag oder beim Vorbeigehen ihr Schnäpschen und ihr Bier, verzehrt wurde damals meist noch nichts.

Aufnahme: Ph. Strieth, Lippstadt, um 1910.

62. Eine Gastwirtschaft etwas anderer Art, aber ebenfalls in einer Bauerschaft gelegen, war die Gastwirtschaft Stephan Krämer auf der Drift in der Bauerschaft Suderlage. Krämer betrieb hauptsächlich eine Kornbranntweinbrennerei und einen Kramladen. Der Betrieb einer Schankwirtschaft kann bis in das Jahr 1840 zurückverfolgt werden: in diesern Jahr wurde Heinrich Nölke genannt Krämer wegen unangemeldeten Schankgewerbes angezeigt und bestraft. Wahrscheinlich hatte er bereits seit etlichen Jahren das Schankgewerbe ausgeübt, Einst zogen hauptsächlich viele Lippstädter am Sonntagnachmittag dorthin. Die Brennerei wird bis heute betrieben.

Aufnahme: Ph. Strieth, Lippstadt, um 1911.

Bad Liesborn bei Lippstact - YiI.enparti@

63. Als um 1900 der Ruhrbergbau nach Nordosten vordrang, wurde auch in der Gemeinde Liesborn, Bauerschaft Suderlage, nach Kohle gebohrt. Man traf aber nicht auf Kohle, sondern in 912 Meter Tiefe auf eine Solq uelle, die zu den stärksten Deutschlands gehört. 1904 wurde das erste Heilbad errichtet, 1905 begarm man mit dem Bau eines großen Badehauses. Zur gleichen Zeit wurden die hier abgebildeten Villen errichtet. Doch der erste Eigentümer machte Konkurs. Nachdem der Badebetrieb einige Jahre geruht hatte, wurde das Bad im Jahre 1913 als Bad Liesborn wieder eröffnet. Erst seit 1914 trägt es den Namen Bad Waldliesborn. Das Bad gehörte bis zum 31. Dezember 1974 zur Gemeinde Liesborn, wurde im Zuge der kommunalen Neuordnung ab dem 1. Januar 1975 der Stadt Lippstadt zugeordnet.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, 1913.

64. Bereits im 15. Jahrhundert bestand in der Bauerschaft Suderlage eine Kapelle, die vom Kloster Liesborn regelmäßig betreut wurde. Die Klusen-Kapelle war dem Heiligen Paulus dem Einsiedler geweiht. Neben der Kapelle lag der Klusen-Kotten, auf unserer Aufnahme links neben der Kapelle zu sehen. Die hier abgebildete Kapelle wurde 1875 neu gebaut. Als diese allmählich zu klein wurde, baute man im Jahre 1930 eine neue Kirche. Im Hintergrund rechts sehen wir die irn Jahre 1905 errichtete Schule. Die Kapelle wurde vor wenigen Jahren abgebrochen, sie mußte einem Pfarrheim weichen.

Aufnahme: W. Miesler, Lippstadt, um 1930.

Bad Liesborn .

? LlNDENHOF", H. Schàffer.

Tetefon 265. Geschlossene Veranda, schatt. Gorten; hübsche Kurpromenade.

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65. An der Quellenstraße in Bad Waldliesborn liegt auch heute noch der Lindenhof, jetzt Kurhaus genannt. Die Geschichte dieses idyllischen Hauses reicht über 300 Jahre zurück. Erst durch den Bau der großen Heerstraße von Lippstadt nach Wiedenbrück unter Napoleons Herrschaft hielten Gäste aus aller Herren Länder Einzug in dieses Haus. Als um 1900 die Heilquelle entdeckt wurde, übernahm der Lindenhof die Funktion eines Kurhauses. Als erstes wurde im Süden die hier abgebildete Veranda angebaut, die später dem Kursaal weichen mußte.

Aufnahme: A. Karst & H. Fanghänel, Kassel, 1913.

6rü~ aus Diejtedde.

Schloss Orassenstein.

66. Die Burg Crassenstein gehörte ursprünglich den Burggrafen von Stromberg. Seit dem 15. Jahrhundert ist sie mit der dazugehörigen Freigrafschaft (Gerichtsbezirk) im Besitz der Herren von Wendt. Das heutige Schloß wurde um 1570 von dem Baumeister Laurenz von Brachum errichtet. In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erfolgte ein klassizistischer Umbau, dem leider auch die reiche Bauplastik zum Opfer fiel. 1920 erhielt der mittlere Flügel einen Mittelrisalit und das ganze Gebäude ein Mansardendach. Durch diese Veränderungen bekam das Schloß sein heutiges, mehr barockes Aussehen. Seit 1951 ist im Schloß ein Internat mit Realschule untergebracht.

Aufnahme: C.J. Ophoven, Lippstadt, vor 1920.

67. Von der Kreuzung südlich des Schlosses Crassenstein bot sich früher dieses Bild von der Lange Straße in Diestedde, die in diesem Bereich 'Turmknapp' genannt wurde. Von den hier sichtbaren Gebäuden steht nur noch das alte Pastorat (rechts). Auch die rechts von dem Pastorat stehende Scheune, hier teilweise sichtbar, ist nicht mehr erhalten. Das Gebäude des Gasthofes Peveling war nach der Deelentorinschrift im Jahre l718 errichtet. In dem Saal des Gasthofes hielten die Diestedder Vereine und die Parteien jahrzehntelang ihre Versammlungen ab. Die Gastwirtschaft wurde seit etwa 1852 bis 1927 von der Familie Berlinghoff betrieben. Februar 1927 wurde die Gaststätte von Johannes Peveling übernommen. Die heutige Gaststätte Peveling steht an der Ecke Lange Straße- Kettelerstraße.

Aufnahme: etwa 1930.

Gasthans Johannes Peveling

Pasterat

68. Der Grundstein für die alte Diestedder Pfarrkirche wurde am 15. Juli 1868 gelegt. Die Einweihung erfolgte im Jahre 1872. Aber bereits nach wenigen Jahren schlug an den Wänden im Innern der Kirche Salpeter aus und zersetzte die Steine. Ein um die Jahrhundertwende angebrachter Zementspritzguß konnte die Zersetzung nur vorübergehend aufhalten. Daher beschloß man im Jahre 1953 einen Neubau zu errichten, der am 6. Dezember 1958 eingeweiht wurde. Die alte Kirche wurde 1962 abgebroehen und erlitt somit das gleiche Schicksal wie ihre Vorgängerbauten. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche wurde 1823 abgetragen.

Aufnahme: Willy Flächsner, um 1930.

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