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Waldheim in alten Ansichten Band 3

Waldheim in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hans-Gert Buchwald
Gemeente
:   Waldheim
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6553-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Waldheim in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Im Verlag 'Europäische Bibliothek' wurden inzwischen rund 1500 Bücher dieser Art über deutsche Städte herausgegeben, aber nur fünfzehn mit unserer Stadt vergleichbare Orte, darunter Roßwein, haben drei oder mehr Bände mit dem Titel' ... in alten Ansichten' vorzuweisen. Selbst größere und obendrein ältere Städte können nicht auf einen so umfangreichen heimatgeschichtlichen Fundus zurückgreifen wie Waldheim.

Sicher wird die landschaftlich reizvolle Lage unserer nunmehr achthundert [ahre alten Stadt viel dazu beigetragen haben, daß hier mehr Ansichtskarten verlegt, verkauft und beschrieben wurden, daß mehr fotografiert, gemalt und gesammelt wurde, als andernorts. Glücklicherweise gab es hier auch keine Zerstörungen und größere Verluste durch die letzten beiden Weltkriege; wir hatten also mehr Glück als Andere.

Und trotzdem: das dritte Bändchen war ein kleines Abenteuer! Waldheim ist nun mal keine Großstadt, und deshalb lassen sich trotz sorgfältiger Auswahl der Bilder gewisse Ähnlichkeiten zwischen ihnen nicht immer verbergen.

Doch das Antlitz unserer Heimatstadt wird nicht allein von Straßen, Plätzen und Häusern bestimmt sondern zuerst von der Landschaft - von Bergen, Wald und Wasser. Deshalb dachte ich, daß es dem dritten Büchlein gut zu Gesicht stünde, wenn darin auch über einige weiter entfernte, versteckte und verträumte

Winkel des Zschopautales berichtet würde, bevor wir wieder durch das alte Waldheim stromern.

Wir beginnen unsere Wanderung diesmal schon am Floßhaus bei Mittweida, und - Sie werden es kaum glauben - es gibt kaum ein Wanderziel im Tal der 'Tosenden' das nicht in irgendeiner Weise mit unserer Stadt verbunden wäre! Das war nicht nur aus den Arbeiten des Ringethaler Heimatforschers Siegfried Störzel zu erfahren, sondern auch aus Gesprächen mit den Herren Haferkorn und Edwin Liebers (Tanneberg) , Ulbricht (Hermsdorf), Trux (Höfchen) und Frau Materne (Falkenhain) sowie den Herren Pfarrern Köhler (Ringethal) und Pfeifer (Beerwalde) , für deren Hilfe und Unterstützung ich mich hiermit herzlichst bedanken möchte.

Auch für einige in diesem Band verarbeitete Leihgaben von Waldheimer Bürgern, darunter von Frau Lässig, Frau Schwabe und Herrn Sachsenröder, habe ich zu danken und - wie immer - für die gute Zusammenarbeit mit Frau Barbara Hengst im Stadtarchiv.

Im nun vorliegenden dritten Band habe ich noch einmal versucht, alle ausgewählten Bilder in eine weitgehend geschlossene Reihenfolge zu stellen. Aber ganz geradlinig, ohne Ecken und Kanten, ging das natürlich nicht immer, und so drehen wir uns auch mal im Kreise, gehen hin und her oder vor und zurück. Manchmal habe ich den vom Verlag vorgegebenen zeitlichen

Rahmen (1880-1930) ein wenig außer Acht gelassen, und ganz bewußt wurden hin und wieder auch Bezüge zu einzelnen Begebenheiten aus den ersten beiden Büchern hergestellt, um damit bestimmte Textstellen etwas aufzulockern. Keine der Ansichten durfte einer früher abgedruckten gleichen, keine Beschreibung sollte Ihnen bekannt vorkommen, und langweilen wollte ich Sie schon gar nicht. Ich hoffe, daß mir das gelungen ist. In den vergangenen neunjahren hat sich das Bild unserer Heimatstadt gewaltig verändert. Ganz neue Wohngebiete sind entstanden, Brücken, Straßen und Plätze wurden erneuert oder völlig neu gebaut, die Fassaden zahlreicher älterer Häuser erstrahlten in neuem Glanz. Die meisten Waldheimer, vor allem aber die heimatgeschichtlich interessierten, registrieren es mit Stolz und Freude. Doch diese gravierenden Veränderungen gehen einher mit dem manchmal herbeigesehnten, manchmal aber auch schmerzlichen Verlust des Alten und verpflichten uns daher, sie sorgfältig zu dokumentieren, um eines Tages sagen zu können: 'So sah es früher hier aus.' Dafür hält der Verlag Europäische Bibliothek eine Edition bereit, in der das Alte dem Neuen gegenübergestellt wird, die Reihe' damals und heute', in der Waldheim noch fehlt. Vielleicht ändert sich das im nächsten Iahr!

Liebe Leserinnen und Leser! Bis zum Weihnachtsfest des [ahres 1998 ist es nicht mehr weit. Ich freue mich, daß Sie mir treu geblieben sind und auch diesen dritten Band mit alten Waldheimer Ansichten erworben haben. Das [ahr, in dem unser Städtchen ganz besonderen Anlaß zum Feiern hatte, geht bald zu Ende. Die wunderschönen Tage eines bestens gelungenen Heimatfestes werden den Waldheimern, ihren Gästen und zahlreichen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Dieses Büchlein soll ein letzter Beitrag zur Heimatgeschichte im Jubiläumsjahr sein. Viel Spaß beim Blättern!

Waldheim,im Herbst 1998,

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1 'Hier ist es sehr schön, auf Wiedersehn! Dein Wilhelm' , schrieb ein Besucher der Gaststätte 'Floßhaus' im Mai 191 1 an seine liebste in Glauchau. Zu der Zeit hatte das Haus mit der Flößerei auf Flöha, Zschopau und Mulde schon nichts mehr zu tun, denn diese war schon Mitte des 19. Iahrhunderts zum Erliegen gekommen. 1862 soll das letzte Bretterfloß die alten Floßplätze zwischen Wolkenstein und Grimma passiert haben. Schon 1275 - Waldheim war als Stadt noch nicht einmal urkundlich erwähnt worden - ist anhand der Akten eine 'lebhaft betriebene Holzflößerei' nachweisbar. Wann die Gastwirtschaft am Floßplatz Mittweida entstand,

kann nicht genau gesagt werden. Sicher ist jedoch, daß sie schon 1907 zu einem beliebten Ausflugsziel geworden war. Bis in die dreißiger [ahre hinein florierte das Geschäft und verlor erst nach dem Tal-

sperrenbau an Bedeutung. Geblieben ist heute ein gepflegtes Wohnhaus, das von seiner früheren Schönheit nichts eingebüßt hat.

1 tweldaer Bchweta, FloBBhauB.

2 'Was hat denn das mit Waldheim zu tun?' wird der eine oder andere Leser beim Überblättern der ersten Seiten di es es B ü chl eins vi ell eicht denken. Aber: zwischen nahezu allen Ausflugszielen, die wir im Zschopautal von Mittweida bis Kriebethal noch heute vorfinden, bestanden und bestehen zahlreiche Verbindungen zu unserer Heimatstadt. Nach dem Bau der Talsperre wurden diese vielfältigen Beziehungen, nicht zuletzt durch den Wettbewerb zwischen Mittweida und Waldheim, weiter vertieft. Während die Waldheimer das neu entstandene Naherholungsgebiet weitgehend für sich beanspruchten, um damit die 'Perle des Zscho-

pautales' zu vergolden, rührten die geschäftstüchtigen Mittweidaer die Werbetrommel für ihre 'Mittweidaer Schweiz', um die Aufmerksamkeit der Besucher aus nah und fern auf sich zu lenken.

Und seit über hundert [ahren bemühen sich die Fotografen darum, die herrliche Landschaft im Zschopautal so eindrucksvoll wie hier ins Bild zu setzen!

3 Zweite Station unserer Wanderung von Mittweida nach Waldheim ist die kleine Ortschaft Ringethal. Hier werfen wir zunächst einen Blick in die über achthundert [ahre alte Kirche, in der Elemente des romanischen Baustils die Zeiten wohlbehalten überdauert haben. Noch heute erklingt hier auch die kleinste erhalten gebliebene Orgel des berühmten Meisters Gottfried Silbermann. Sie hat nur ein einmanualiges Positiv mit 288 Pfeifen und sechs Registern. Über ihre Baugeschichte ist wenig bekannt, doch vom Pfarrer Herrn Thomas Köhler war zu erfahren, daß das Instrument 1742, vielleicht sogar noch einige [ahre früher, gebaut worden

ist. Die letzten Überreste der ebenfalls über achthundert [ahre alt gewordenen Sommerlinde auf dem Kirchhof sind den Winterstürmen Ende Dezember 1993 zum Opfer gefallen. Der für den 'Landesverein Sächsischer Heimatschutz' tätige FotografMax Nowak konnte den Baumriesen noch 1929 in voller Größe im Bild festhalten. ('Mitteilungen' , Dresden 1930, Band XIX, Heft 3/4, S.104.)

4 Unweit der Ortschaft, hoch über der Zschopau auf einem Felssporn, erhob sich vor vielen hundert [ahren der Herrensitz derer von Lubschitz (auch Liebschwitz) , Besitzer von Ringethal. In Anlehnung an das DorfLauenhain, das Lubschitz ebenfalls sein eigen nannte, wurde der durch Wälle und Ringmauern gesicherte imposante Bau 'Burg Lewenhayn' genannt. Zu Beginn des 19. [ahrhunderts - es ist einmal von 1804 und ein andermal von 1815 die Rede - wurden die Reste der Burg beseitigt und durch eine künstliche Ruine ersetzt, von der heute wiederum nur noch wenige Überbleibsel zu sehen sind. Der auf dieser Ansichtskarte aus dem [ahre

1900 abgebildete Turm wurde 61 [ahre später gesprengt. Im Volksmund heißt das Gemäuer bis heute 'Raubschloß', obwohl es mit den Raubrittern des Mittelalters nichts zu tun hat. Mit dieser

Bezeichnung ist hier das verfallende, nicht mehr verwendbare, ausgeraubte Schloß gemeint.

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5 Nachdem die Idee vom TaIsperrenbau geboren war, wurde bald klar, daß sich die Landschaft im Zschopautal damit entscheidend verändern würde. 1924 kaufte die 'AG Sächsische Werke' die Lauenhainer Mühle, auf deren Gelände ihr früherer Besitzer Hermann Matthäi 1904 ein Gasthaus eröffnet hatte, das schnell zu einemAnziehungspunkt für viele, auch aus größerer Entfernung angereister Besucher geworden war. Die Geschichte der Mühle jedoch geht viel weiter zurück. So gibt uns eine Urkunde aus demjahre 1293 Auskunft über den Streit zwischen dem RingethaIer Gutsherrn und dem Kloster Altzella um die Fischereirechte in der Zscho-

pau, am 'Lewenhayner Mühlenwehr' und 'die Lewenhaynische Bach' . Aus einer anderen Urkunde ist zu entnehmen, daß Lauenhain schon 1254 im Besitz van Altzella war. Weitere interessante

Schriftstücke, die Aufschluß über die geschichtliche Entwicklung der Mühle geben, stammen aus den [ahren 1530 und 17 SO.

6 Im [ahre 1929 wurden die Mühlengebäude abgetragen und 4S 000 Ziegel davon für den Bau eines neuen Wohnhauses am Lauenhainer Weg verwendet. Kurz darauf, im [ahre 1930 war anstelle des alten Gasthauses 'Lauenhainer Mühle' das 'Waldhaus Lauenhair.' für den Empfang der ersten Gäste derTalsperre bereit. Die Fährstation, die sich bis dahin an der Mühle befand, wurde um einige hundert Meter flußaufwärts, an das Talgut Lauenhain verlegt. Hier entstand auch eine Anlegestelle für Fahrgastschiffe, die 'Bootsstarion Waldhaus' . Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das Sportheim Talgut erweitert und zur Marineschule der SA ausgebaut. Zu

DDR-Zeiten war dieses 'Objekt' ein Übungslager der GST und diente der 'sozialistischen Wehrerziehung' . Nachdem die 1990 ausgebrochenen Kämpfe um frühere Besitztümer zwischen Staumauer und

Wappenfelsen wohl endgültig beendet sind, herrscht heute auch hier wieder reger Besucherverkehr.

7 Diese hübsche Ansichtskarte, die am 30. Oktober

192 7 aufgegeben wurde, ist ein besonderes Sammlerstück. Auf ihrere Rückseite befindet sich ein gedruckter Poststempel mit der Aufschrift: 'Jauenhainer Mühle b. Mittweidabeliebter Ausflugsort der Mittweidaer Schweiz.' Ihr Herkunftsvermerk lautet: 'No. 22232 Verlag: Restaurant Lauenhainer Mühle.' Das heißt also, und das ist ziemlich selten, daß der Gastwirt selbst als Verleger in Erscheinung trat und somit höchstpersönlich für entsprechende Reklame sorgte. Die Potpurriekarte zeigt sechs sorgfältig ausgewählte Abbildungen der Ausflugsgaststätte und ihrer unmittelbaren Umgebung auf

einen Blick. Alle Motive waren auch als Einzelstücke im Handel und wurden zu tausenden verkauft. Nachdem die Fundamente der Mühle tief unter dem Wasserspiegel des Stausees verschwunden

waren, blieb von diesen sechs Bildern nur ein einziges fast unverändert - das vom Wappenfelsen!

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8 Wir bleiben am rechten Ufer der Zschopau und wandern über den Pfaffenstein durch das LandschaftsschutzgebietTalsperre bis zur Flußbiegung am Fuß des Hackberges. Von der gegenüberliegenden Seite aus grüßt uns die Gemeinde Tanneberg. Zu Unrecht kommt das Dörfchen, das auf eine interessante Geschichte zurückblickt und manches historisch wertvolle Detail zu bieten hat, in den Reiseführern über das Talsperrengebiet viel zu kurz. Wußten Sie, daß der Ort und der Tanneberger Bach schon 1293 urkundlich erwähnt wurden? Daß in derTanneberger Kirche noch heute ausgerechnet die älteste der drei Glocken in Betrieb ist?

Sie wurde 1439 (!) gegossen, hat einen Durchmesser von 88 cm und wiegt 390 kg! Und wußten Sie, daß der heute 86jährige Tanneberger Bauer Edwin Liebers, LPGVorsitzender zwischen 1960 und 1971, in dieser Kirche siebzig [ahre Kantor war und noch heute hin und wieder auf der Orgel spielt? (Im Bild:

Details aus der Kirche zu Tanneberg. Eingangstür, Kanzel, Marienstatuette, Uhrwerk.)

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