Walldürn in alten Ansichten Band 1

Walldürn in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3153-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Im alten Zustand bot sich das Walldürner Rathaus recht unahnsehnlich dar. Der 1448 errichtete Fachwerkbau war zuverputzt. Außerdem war 1858 das offene Erdgeschoß, das als Markthalle gedient hatte, massiv in Steinen autgeführt worden. Fortan befanden sich dort die Feuerspritze (Ausfahrt auf der Rückseite), ein Raum für die Turner, Arrest-Lokal und Wachtstube. Im Obergeschoß waren neben dem Sitzungssaal die Grundbuchführung, das Archiv sowie die Gewerbeschule (gegründet 1865) untergebracht. Darüber der Bürgersaal

20. 1927 war auf Veranlassung von Bürgermeister Dr. Arthur Trautmann (1925-1929 beziehungsweise 1948-1966 im Amt) die Freilegung des Rathaus-Fachwerkes erfolgt. Regierungsbaurat Gehrig (Wertheim) leitete die Umbau-Arbeiten, die dem gotisch strengen Bau seine alte Schönheit zurückgaben. Nur im Giebelfeld waren die Spuren älterer Restaurierungen zu tilgen. Im Erdgeschoß verblieb nur ein Haupteingang.

21. Die gelungene Renovierung des Rathauses beging Walldürn vom 10. bis 12. September 1927 mit einem großen 'Rathaus-Weihefest', dem sogenannten 'Heimattag'. Höhepunkt war der historische Festzug am Sonntag, der vor vielen Zuschauern aus Nah und Fern Walldürns Geschichte Revue passieren ließ: von den Römern am Grenzwall (vergleiche oben) bis zur Gegenwart. Rektor Hans Eckstein hatte den Umzug entworfen, der oben durch die Hauptstraße zieht. Von dem badischen Heimatdichter Heinrich Vierordt stammte ein Gedicht auf das Rathaus.

Rathaus - Bürgersaal, erbaut 1448, erneuert 1927

22. Auch der ehrwürdige Burgersaal war 1927 erneuert worden. Bis heute finden dort Bürgerversammlungen sowie die Sitzungen des Gemeinderates statt. Walldürn besitzt das älteste, noch als solches in Gebrauch befindliche Rathaus Deutschlands.

23. Ein Bliek in das Herz der Wallfahrtsstadt, wie ihn ähnlich der Türmer des Buchener Torturmes einst hatte. Majestätisch erhebt sich über die bürgerlichen Fachwerkhäuser (vorne links das Gasthaus 'Zum Burgtor' der Familie Ziegler) die hochgelegene Kirche. Hans Eckstein (1867-1948) hatte über 'sein Dürn' einst gedichtet 'Mit seine Kärch un Bückel / leit's wie Jerusalem ... '

24. Die Hauptstraße zwischen Rathaus und Wachszieherei Ehemann. Links das ehemalige Gasthaus 'Zur Krone', gegenüber die Bäckerei Wörner ('SchnalleBäck', durch Einheirat später Selzer) und die Blechnerei Josef Stalf mit einem Laden für Blechwaren und Spielzeug. Daneben Haus Nimis.

25. Beherrschend hatte 1588 der reiche Kaufmann Valentin Stumpf sein (früher auch so bezeichnetes) 'Steinernes Haus', das Haus 'Zum Güldenen Engel', auf den letzten Rest des mittelalterlichen Marktplatzes gestellt. Nach mehrfachem Besitzwechsel war das Haus 1858 hälftig und 1880 ganz an Wachszieher Theodor Ehemann (1826-1903) übergegangen. Vor dem Haus die prachtige Madonnenstatue von 1753.

26. Bis in die fünfziger Jahre war die Wachszieherei Ehemann als traditionsreiche Wachswarenfabrik vorwiegend handwerklich geführt worden. 1960 kaufte die Stadt Walldürn von der Witwe Otto Ehemanns das Haus, und 1965 wurde darin das Heimat- und Wallfahrtsmuseum eröffnet.

27. Zur frühsommerlichen Wallfahrtszeit war einst die ganze Stadt ein Wallfahrtsmarkt, und überall standen - wie hier in der Hauptstraße - die Verkaufsbuden mit Kerzen, Wallfahrtsandenken, Heiligenfiguren und süßem Gebäck. Die Anfänge dieses Marktes gehen bis ins 17. Jahrhundert zurück, und 1785 war die Höchstzahl von nicht weniger als zweihundertsiebenundneunzig Ständen erreicht worden.

Wa/ldürn - I5aup/- Sirosse

-. 38758

28. Der Bliek aus dem Ehemannsehen Haus in die Hauptstraße zeigt, wie souverän die Erstbesitzer einst das Geschehen in den Straßen und Gassen überblicken konnten. Links die Buchhandlung Gottfried Bonn (vormals Haus Adolf Krämer) und daneben das Gasthaus 'Zum Stern', das schon im 18. Jahrhundert bestand und wo um 1900 Metzger Theodor Pahle wirtete. Gegenüber der 'Grüne Baum'.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek