Walldürn in alten Ansichten Band 1

Walldürn in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3153-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 1'

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29. Das Gasthaus 'Zum Grünen Baum', laut Inschrift 1464 errichtet, ist eines der ältesten WaJldürner Bauwerke. Die Wirtschaft darin kann seit dem 17. J ahrhundert nachgewiesen werden. Um 1900 wirtete Metzger Eugen Dörr (1829-1909) beziehungsweise dessen Sohn Franz Eugen, von dessen Schwestern dann 1928 Friseurmeister August Gaukel das Haus erwarb. Außer der Wirtschaft wurde nun irn Nebengebäude (frühere Metzgerei) ein Friseur-Salon betrieben. 1933 erfolgte die Freilegung des Fachwerkes (1952 dann auch am Nebenbau).

30. Das ehemalige Gasthaus 'Zur Traube' der Familie Lang beziehungsweise (nach Einheirat) Kilian beherbergte gleichzeitig eine Bäckerei ('Lange-Bäck') und wurde bis in die fünfziger Jahre als Weinwirtschaft betrieben. Bier gab es dagegen früher vor allem dort, wo die Wirte noch selbst brauten: im 'Burgtor', im 'Adler', im 'Ritter', im 'Riesen', im 'Reichsapfel' und in der 'Sonne', Bei der 'Traube' stieß die Hauptstraße mit dem Kirchenviertel zusammen. Deshalb sprach man hier auch vom 'Kärche-Eck'.

31. Das Gasthaus 'Zur Rose', erbaut 1579 von Valentin Stumpf als dessen älteres Haus. Dahinter erstreckte sich der patrizische Handelshof seiner Familie, später geteilt und veräußert und zum 'Schlernperts-' oder 'Gökerleshof' herabgesunken. Die 'Rose', seit dem 17. Jahrhundert als Gasthaus sicher nachweisbar, kam im 18. Jahrhundert in neue Hände. Um 1900 war sie in Besitz von Jakob Julius Meidel (1854-1918), dessen Sohn Josef (1886-1944) als 'Rosen'-Wirt nachfolgte.

32. Eines der schönsten Walldürner Fachwerkhäuser ist das Geschäftshaus gegenüber der 'Rose', in dem sich um 1900 die Metzgerei von Emil Mairon (rechts, später: Fritz Mairon) sowie die Conditorei von August Beuchert (links) befanden. Der Bau stammt von 1707. Sein Fachwerk war das erste, das um 1890 neu freigelegt wurde, nachdem es zuvor Mode gewesen war, durch deckenden Verputz Steinhäuser vorzutäuschen. Vorbesitzer der südlichen Hälfte waren Alois Hennig und K. Claes, der nördlichen Friedrich Lang und dessen Erben.

33. Vom hinteren Stadtturm, dem sogenannten Miltenberger Torturm (abgerissen 1827), hatte der Türrner einst einen ähnlichen Bliek in den hinteren Teil der Hauptstraße, wie ihn dieses alte Foto zeigt. Am Fachwerkhaus von 1707 vorbei geht die Sicht zum damaligen Haus Hennig. Um 1900 hatte dort der wohlhabende Kaufmann Alois Hennig eine 'Kolonialwarenhandlung'. Das Haus übernahm Karl Claes, nachdem Hennigs Enkel und Erbe im Ersten Weltkrieg gefallen war. Links zieht die Untergasse ins sogenannte 'Frankreich' hinunter,

34. Das letzte Stück der Hauptstraße aus entgegengesetzter Sicht. Rechts Haus Bleier-Fieger, dann das Doppelhaus der Bäckerei Josef Leiblein. Der vordere Teil gehörte zuvor der Witwe Gehrig, der hintere dem Michael Keller, der darin eine Schuhmacherei und während der Wallfahrtszeit eine Heckenwirtschaft betrieb, Anschließend das Haus von Polsterer Wilhelm Mairon.

35. Die Straßenenge zwischen den Häusern Mairon und Berberich (rechts), wo einst der Miltenberger Torturm stand. Das große Haus in der Bildmitte hatte einst ebenfalls Valentin Stumpf erbauen lassen (1583). Um 1900 war es zweigeteilt. Die vordere Hälfte gehörte Fuhrmann Häfner (zuvor Th. Kilian), die hintere Familie Hildenbrand. Bürgermeister Hildenbrand war dort zur Welt gekommen. Von seinem Bruder Joharm ging das Haus dann durch Einheirat an Rektor Bindert über. 1955 wurde es abgerissen.

Gasthaus zum Deutschen Hof. ~.

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36. Den stattlichen Barock-Bau des Gasthauses 'Deutscher Hof hat 1709 Hans Velten Frank, der im Eiderbachtal auch Inhaber der 'Frankenmühle' war, vor dem Stadtturm erstellen lassen. Es führte ursprünglich den Namen 'Zu den hl. drei Königen' und wurde erst 1862 umbenannt. Um 1900 wirtete dort Metzger Hermann Gehrig, an den auch 1908 die obige Karte gerichtet wurde mit der Bitte um Pilger-Quartier. Der Saal des Hauses war lange Zeit (bis zur Erbauung des Thiry-Saales 1926 beim Gasthaus 'Klosterstüble') der zentrale Ort für größere Veranstaltungen in Walldürn, für Feste, Versammlungen, Konzerte und Theater-Aufführungen,

37. Seit jeher wird von den Walldürner Vereinen mit Begeisterung Theater gespielt. Für die obige Aufnahme stellte sich die Theatergruppe des Katholischen Gesellenvereins (geleitet von Kaplan Joseph Ruch) Fotograf Schreiber in den zwanziger Jahren. Man hatte eine Marienlegende sowie die WildererGeschichte 'Das Kreuz in der Schlucht' gespielt.

38. Der Heilig-Blut-Altar mit dem geöffneten BlutSchrein: Ziel und Hoffnung für gläubige Pilger seit hunderten von Jahren. Den Alabaster-Aufbau hatte 1619/26 der Walldiirner Bildhauer Zacharias Juncker geschaffen. Die schweren Panzertüren kamen 1657 hinzu, geschmiedet aus dem geopferten Harnisch eines Kriegsmannes. Das alte Foto zeigt außerdem noch die frühere (kleinere) Altarmensa, über die einst Kranke zum Heiligtum hinaufstiegen, sowie eines der Bleche, wo bis 1940 außer Kerzen auch figürliches Votivwachs niedergelegt wurde.

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