Walldürn in alten Ansichten Band 1

Walldürn in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3153-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 1'

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39. Die weiträumige Wallfahrtskirche vermittelt dem Besucher auch durch den Kontrast zwischen nüchterner Außenansicht und reicher Auszier im Inneren einen nachhaltigen Eindruck. Der Barockbau war 1698 begonnen worden, und seit 1713/14 erfolgte der Innenausbau. Die Kanzel schuf 1726 Bildhauer Johann Georg Paulus aus Ellwangen. Seit der Liturgie-Reform des Zweiten Vatikanischen Konzils ist sie außer Gebrauch. In der ersten Kapelle des rechten Seitenschiffes der Johannes-Nepomuk-Altar.

40. Künstlerisch wird an der Walldürner Kirche vor allem die Harmonie zwischen der klaren Gliederung des Raumes und dem zierlich-dezenten Schmuck der Stukkaturen des Meisters Georg Hennicke gerühmt, 1883/89 war die Kirche einer ersten großen Renovation unterzogen worden. Decken und Wände wurden mit einem (inzwischen wieder entfernten) gelblichen Gobelinton überzogen, Die Aufnahme zeigt noch diesen Zustand, wie auch den alten Tabernakel und das Hochaltar-Bild am ursprünglichen Platz.

41. Ein modernerer Tabernakel hatte am Hochaltar um 1900 Aufstellung gefunden (unser Bild), wurde aber wieder bei der Renovation 1958 entfernt. Damals mußte gleichfalls das bunte Glasfenster hinter dem Tabernakel weichen, und das Abendmahl-Gemälde von C.F. Marchini, zeitweise ebenfalls entfernt, erhielt wieder seinen alten Platz,

42. Wallfahrts- und Marktbetrieb rund um die Kirche. Die Stände mit Kerzen, 'Herrgöttle' und so weiter zogen sich von der Hauptstraße bis dicht an die Kirchentüren heran. Erst nachdern um 1950 der Schloßplatz geschaffen war, wurde der Wallfahrtsmarkt dort konzentriert,

43. Die Prozession aus Asehaffenburg um 1920 beim Auszug aus der Kirche. Links der Vorgarten des alten, 1818 erbauten Schulhauses, und hinten lugen das Häuschen von Zuckerbäcker Georg Schirrner, das Gasthaus 'Schlüssel' der Familie Stumpf (ursprünglich Schlosserei) sowie der 'Güldene Engel' über die Kirchenmauer.

44. Der Wallfahrtsmarkt war auch seit Jahrhunderten ein wichtiger Umschlagplatz für religiöse Literatur, von Walldürner Buchbindern eingeführt, gebunden und verkauft. Beim Eingang zum Marienaltar hatte die Buchbinderei Bonn ihren traditionellen Standplatz (links). Im Hintergrund das Pfarrhaus (erbaut 1664).

45. Auszug eines dörflichen Wallfahrerzuges aus Walldürn: die Frauen in Tracht und mit Kopfkränzehen, die Männer mit Anstecksträuüchen, und das Vortragsbild ebenfalls mit Walldürner Kunstblumen geschmückt. Solche Dorfprozessionen prägten das ganze 19. und frühe 20. Jahrhundert das Wallfahrtsleben. Der begleitende Geistliche ist F.K. Dorbath, Walldürner Stadtpfarrer von 1912 bis 1938.

46. Sonntäglicher Kirchgang im Winter. Gegenüber dem Hauptportal der erhöht gelegene alte Friedhof. Ursprünglich wurde rings um die ganze Kirche bestattet (noch 1721 gegenüber dem Eingang zum Blutaltar). Nach Vollendung des barocken Kirchen-Neubaues blieb der Friedhof dann auf den Hang hinter der Kirche beschränkt. Der älteste erhaltene Grabstein dort stammte von 1586 (verschwunden).

47. Aufgang zum alten Friedhof, der im 19. Jahrhundert mehrfach erweitert worden war, unter anderem 1866 um den sogenannten 'Cholera-Friedhof", wo die Opfer der schweren Cholera-Epidemie beigesetzt wurden. 1873 wurde der neue Friedhof am Ortsausgang unterhalb des Krankenhauses angelegt, so daß der alte um 1950 nach gewaltigen Erdbewegungen zum großen Wailfahrtsplatz eingeebnet werden konnte.

48. Fronleichnam in Walldürn, einer der Höhepunkte der Wallfahrt. Die große Prozession hat am Misslonskreuz am Plan Halt gemacht und empfängt vom dortigen Stationsaltar aus den Segen. Der Plan ist der alte Marktplatz der bäuerlichen Vorstadt. Sein Bild bestimmte unter anderem der Sandsteinbau des Meidelsehen Hauses (Mitte), 1787 erbaut von Johann Georg Reisemann und von 1842 bis 1877 Gasthaus 'Badischer Hof. Wirt Franz Xaver Bechtold war einer der Anführer der Revolution von 1848 in Walldürn, die von seinem Gasthaus ihren Ausgang nahm.

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