Walldürn in alten Ansichten Band 1

Walldürn in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3153-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 1'

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49. Nach 1850 wurde das Kreuz auf den Plan gestellt, heute überschattet von einer mächtigen Kastanie. Als Mahnmal bezeichnet es den Platz, wo bei einer großen Volksmission zur Wallfahrt 1850 im Freien gepredigt worden ist. Dahinter die Bäckerei Wilh, Müssig und das Doppelhaus des unteren und oberen 'Hofbauern' (Breunig beziehungsweise Christophel) von 1845. Das Lehensgut dazu, der ehemalige Mainzer Erbbestandshof 'Stubenkatzenhof', ist seit 1294 belegt und bestand bis 1862.

50. Während im Meidelschen Haus Heinrich Kieser (mit seiner 1889 noch im Elternhaus in der Hauptstraße gegründeten) Wachswarenfabrik ansässig geworden war, schlug im Haus gegenüber (unser Bild) 1884 die Geburtsstunde der BJumenfabrik Heinrich Kast. 1905 erstellte sich Kast ein neues Anwesen in der Buchener Straße, und im alten Haus eröffnete Alois Buchinger seinen Laden rnit 'Colonial-Material'. Kieser war schon 1897 in seinen Neubau ausgewichen, gleichfalls in der Buchener Straße,

51. In diesem Haus am Plan, links neben dem ehemaligen Gasthaus 'ZUT Sonne' der Familie Kreuter-Breunig, wurde von 1902 bis 1915 der 'Walldürner Volksfreund' gedruckt. Zur gleichen Zeit gab es als Lokalzeitung den traditionsreichen 'WaJldürner Stadt- und Landboten' (1867-1936), den F.A. Lang im Haus Burgstraße 6 und ab 1912 im eigenen Haus bei der neuen Schule druckte. Das Haus des 'Volksfreundes' erwarb Franz Schneider, Teilhaber der Devotionalienfabrik Nimis und Schneider, gegründet 1871 in der Prügelgasse.

52. Die Burgstraße zwischen Plan und Kirche, Rechts (neben dem nicht sichtbaren Haus Bausback/Berberich) der stattliche Bau Nummer 6, den sich Barbara von Dürn 1583 als Witwensitz hatte erbauen lassen. Mit ihren Söhnen starb das Rittergeschlecht von Dürn aus. 1699 kam das Haus als Lehen an den Mainzer Keller Friedrich Rudolf Moll, nach dem noch heute der zugehörige 'Mollenhof' mit der Toreinfahrt von 1587 genannt wird, Zu Beginn unseres Jahrhunderts war das Haus in Besitz von Großbauer Kuhn (Untere Vorstadt) und unter anderm an F.A. Lang vermietet. In dem Haus in der Bildmitte wohnten die ledigen Näherinnen Schmitt, die 'Schmitts Mädli'. An seiner Stelle steht heute der Neubau von H. Schneider.

53. Bliek von der 'Burg' in den hinteren Teil der Burgstraße. An Stelle der Häuserreihe gegenüber der Burgmauer befand sich im Mittelalter der Zwinger, ein freier Turnierplatz. Das ganze Burgviertel war mit Mauern und Toren geselilossen und wurde erst im 16. und 17. Jahrhundert weiterer Bebauung zugänglich. Das Haus rechts gehörte Metzger Eberhard, dessen Söhne Josef und Kar! dann 1905 ebenda die Blumenfabrik Gebrüder Eberhard gründeten. Im Eckhaus gegenüber wirkte Bäcker Gehrig, genannt 'Klosterbäck'. Heute ist dort das Souvenir-Geschäft Gehrig.

54. Die andere Seite der Burgstraße, vom Zugang zur Kirche aus gesehen. Hier, erhöht über der Stadt, befand sich die staufische Burg der Edelherren von Dürn, und deren Erbe, der Erzbischof von Mainz, ließ an gleicher Stelle (und unter Verwendung älterer Bauteile) die mächtige Kellerei für Stadt und Zent Walldürn errichten (Neubau 1492). An das Burgviertel schloß nördlich das 1631 gegründete, 1830 aufgelöste Kapuzinerkloster an.

55. Die Kellerei war von einem Graben urngeben, der (wohl im 18. Jahrhundert) als Burggarten bepflanzt worden war. Nachdem Walldürn 1803 leiningisch und 1806 badisch geworden war, fand die Kellerei als Amtshaus neue Verwendung. Das Kloster wurde 1835{1842 abgerissen. Der obere Teil ging an die Familie von Bürgermeister Wilhelm Thiry, dessen Sohn Rudolf 1872 ebenda das Gasthaus 'Zum Klosterstüble' gründete, während an die Stelle der Kirche das Amtsgefängnis trat.

56. Wo einst eine Brücke in die Kellerei hineingeführt hatte, zog sich im 19. Jahrhundert eine bucklige Auffahrt zum badischen Amtsgericht hin, das bis 1872 und nochmals von 1879 bis 1923 bestand. Danach verblieb nur das Notariat in dem alten Bau, bis 1945 das Finanzamt hinzukam (verlegt 1975). 1949 hat Bürgermeister DI. Trautmann den Burggarten einebnen lassen, um Platz zu schaffen für den Wallfahrtsmarkt.

57. 'Burg' beziehungsweise Amtshaus von der Rückseite. Schon 1865 waren größere bauliche Veränderungen erfolgt. Der Turm 'Blaue Kappe' an der Südwest-Ecke war wegen Baufälligkeit abgerissen worden, und ebenso die große Zehntscheuer, die den Hof hinten abgeschlossen hatte. Der Ziehbrunnen des Innenhofes wurde später ebenfalls zugeschüttet, Der verlorenen Romantik ihrer 'Burg' trauern die Walldürner noch heute nach,

Walfdürn (BacscheOcenward).

KlosterstraCe,

Auf9~nq zur einstigen Ktc sterx trche,

58. An das Kloster erinnert noch die 1842 ausgebaute Klosterstraße und das große Kruzifix von 1752. Am Aufgang zur einstigen Klosterkirche hat das Haus der bekarmten Hebamme Theresia Spieler (1852-1929) Platz gefunden (heute Haus Damm). Dahinter das ehemalige Gefängnis (seit 1924 Wohnhaus von Vinzenz Löhr), Das Gasthaus 'Zum Kreuz' (Mitte) ist seit 1673 nachweisbar, kam 1719 an die Familie Blau und wurde, zweigeteilt, in den letzten hundert Jahrenjeweils nach Einheirat von den Wirten Käflein, Beuchert und Kehl betrieben. Vorne rechts der 'Klosterbäck',

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