Walldürn in alten Ansichten Band 1

Walldürn in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3153-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Klosterstraße zieht heute zur Hauptstraße hinunter und hieß früher 'Karpfengasse', nach dem ehemaligen Gasthaus 'Zum Karpfen', das seit 1763 nachgewiesen ist, 1858 von dem nachmaligen Bürgermeister W. Hildenbrand erworben und bis 1871 weitergeführt worden war. Hildenbrands Haus wurde 1964 abgerissen. Daneben reihten sich das Haus seines Schwagers Ratschreiber Hefner, das Lebensmittelgeschäft Heimberger (nachmals Josef Ditter) und das Haus von Schneider Blatz (mit der Toreinfahrt) an. Ein Burgtor schloß die Gasse einst nach oben ab.

60. Abseits der Hauptstraße drängen sich noch heute entlang schmaler Gäßchen die Behausungen der Heimund Fabrikarbeiter, Hausierer, Steinhauer und so weiter. Das nebenstehende Bild entstand zwischen Turrn- und Untergasse im Viertel unterhalb der Hauptstraße, das (wohl seit dem 1870-er Krieg) scherzhaft auch 'das Frankreich' genannt wird. Eng von der Stadtmauer umschlossen, mußten sich hier die Häuser nach oben reeken und durch vorspringende Obergeschosse Raum gewinnen.

61. Die Untergasse in älterer Zeit, Hier (wie auch sonst in der Stadt) wurde noch sehr viel Kleinvieh (Schweine, Ziegen, Hühner) gehalten, und fast jedem Haus war ein kleiner Misthof vorgelagert. Den Zugang zur Marsbachstraße bildete rechts vorne das sogenannte 'Wasserloch', ein enger Durchlaß, der später durch Abriß jenes Hauses, in dem der letzte Walldürner Weber Josef Hofmann gearbeitet hatte, verbreitert wurde.

62. Der nordöstliche Teil der Altstadt mit der Kirche, Gut erkermbar sind noch Stadtmauer, Graben und Schüttung der Marsbachstraße, Der Marsbach (eigentlich 'Morschbach'), der nordwärts an der Stadt vorbei zum Maine zieht, schlängelte sich einst sehr nahe an die Häuser und an die sogenannte 'Mang' heran, wo in dem grofsen Doppelhaus neben dem 'Deutschen Hof' die Familie Kast von etwa 1800 bis 1900 eine Zeugdruckerei betrieb. In den dreißiger Jahren wurde der Marsbach begradigt.

63. Und immer wieder beherrscht die Kirche das Stadtbild, Mächtig ragt sie aus der Altstadt auf. Der Turm rechts läßt noch an seinen Untergeschossen gotisches Mauerwerk erkennen: beim Neubau war 1714 der Vorgänger nur zur Hälfte abgebrochen worden, um als Rest in den barocken Bau miteinbezogen zu werden. Bis 1716 war der Außenbau, wie er sich heute noch präsentiert, vollendet.

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64. Walldürns Vorstädte waren um 1600 entstanden, als sich das Bauerntum außerhalb der Stadtmauer neue, geräumigere Behausungen suchte. Vom 'Posteck' geht auf unserem Bild der Bliek in die Untere Vorstadt. Die Bau-Daten der rechten Häuserreihe markieren deren Entwicklung: das Gasthaus 'Zum Ritter' wurde 1605, das Schachleitersche Haus um 1650 (umgebaut 1725) und das Gasthaus 'Zum Engel' dann im 18. Jahrhundert errichtet. Um 1900 wirteten im 'Ritter' die Lepold (später Wörner durch Einheirat), im 'Engel' die Knörzer.

65. Die Gründerzeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird durch die Villen und Fabrikbauten der Buchener Straße (seit 1914 Bahnhofstraße und heute Adolf-Kolping-Straße genannt) repräsentiert. Die Zuckerwarenfabrik Viktor Kieser (gegründet 1896) auf unserem Bild ist heute Teil der Wachswarenfabrik Heinrich Kieser, deren ältestes Gebäude (heute Wohnhaus, ursprünglich im Untergeschoß auch Fabrikgebäude) 1897 erstellt wurde und rechts zu erkennen ist.

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66. Die Buchener beziehungsweise Bahnhofstraße aus entgegengesetzter Sicht, Links das Gasthaus 'Zähringer Hor, schon um 1800 erbaut und nach 1832 eine Likör- und Eau-de-Cologne-Fabrik, gegründet von Franz Anton Kuhn. Nachdem das Haus 1835 die Schildgerechtigkeit der ehemaligen 'Bretze' erworben hatte, wurde daraus ein Gasthaus, 1845 in 'Zähringer Hor umbenannt. Später erwarb es die Familie Henn, im rechten Teil gründete Julius Henn 1924 eine Devotionalienfabrik, während sein Schwager Leo Rütten die Wirtschaft betrieb.

67. Die rechte Seite der Buchener Straße mit den Häusern von Franz Leopold Link (verdeckt), Viktor und Heinrich Kieser, Architekt Hermann Bonn und Bier-Fuhrmann Otto Müller (erbaut 1907). Schnurgerade läuft die Straße auf das Postamt zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg hieß sie 'Friedensstraße', 1957 wurde sie in Adolf-Kolping-Straße umbenannt.

68. Am Ende der Keirnstraße wurde 1912 die neue Volksschule erbaut, nachdem der alte Bau bei der Kirche längst zu klein geworden war. Als Bürgermeister amtierte damals (1909-1919) Wilhelm Nimis. Nach Rektor Bindert leitete Rektor Hans Eckstein von 1923 bis 1932 die Schule. Im gleichen Bau waren auch die Höhere Bürgerschule, die Gewerbeschule, die Kaufmännische Berufsschule (gegründet 1926), die Höhere Handelsschule (gegründet 1952) und die Wirtschaftsoberschule (gegründet 1952) untergebracht.

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