Walldürn in alten Ansichten Band 2

Walldürn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr.Peter Assion
Gemeente
:   Walldürn
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5605-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Walldürn in alten Ansichten Band 2'

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69. Die feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes in der heutigen Keimstraße erfolgte am 16. September 1912. Gleichzeitig zogen ca. 680 Schüler der Volks- und Bürgerschule - auch für die Höhere Bürgerschule (später Realschule) war das Gebäude bestimmt - in die Schule ein. Auf dem Foto sieht man die Festgesellschaft vor dem Haupteingang, in der Mitte (mit Amtskette) Bürgermeister Wilhelm Nimis und Frau. Nimis hatte sich urn den Schulbau besonders verdient gemacht. Links blickt ihm der erste Schulleiter, Oberlehrer Anton Weindel, über die Schulter, dem als Rektor Jakob Bindert nachfolgte.

70. In der Nachbarschaft der Schule wurde fast gleichzeitig die Turnhalle gebaut. Bauherr war hier aber nicht die Gemeinde, sondern der Turnverein 1848 e.V. mit seinem Vorsitzenden Theodor Link (Blurnenfabrikant). Große finanzielle Opfer brachten das Bauprojekt voran, und so konnte - verbunden mit einem Gauturnfest des Main-Neckar- Turngaues - am 5. bis 7. August 1911 die Einweihung der Halle erfolgen. Damit war die Zeit vorbei, in der die Turner im Rathaus und sornmers im Garten von 'Zieglers Bierkeller' geübt hatten. Und auch die Schuljugend konnte jetzt in der Halle, die mit 336 m2 recht großzügig geplant worden war, Sport treiben. Um den Turnverein zu entlasten, übernahm 1919 die Stadtgemeinde das Gebäude mit allen noch offenen Verpflichtungen.

71. Mit Begeisterung wurde in den Walldürner Vereinen Theater gespielt. und regelmäßig erfreute der katholische Gesellenverein am zweiten Weihnachtsfeiertag mit einer Aufführung im 'Deutschen Hof. Nachdem auch die Turnhalle eine Bühne besaß, sind Aufführungen für ein großes Publikum offenbar dorthin verlegt worden. Auf dem Platz vor der Halle entstand jedenfalls das hier gezeigte Foto von etwa 1920 mit den Laienspielern des Gesellenvereins, der bei diesern Anlaß - um jüngere Mitspieler erweitert - als 'Katholischer Jugendverein Walldürn' auftrat. Mit Kaplan Henn (rechts) als Spielleiter hatte man 'Die Donareichc' mit Szenen aus dem Leben des heiligen Bonifatins gespielt. Im Hintergrund das (1912 erbaute) Druckhaus Lang, in dem bis 1936 der 'Walldürner Stadt- und Landbote' hergestellt wurde.

72. Ein Sonntagsspaziergang war früher fast nicht denkbar ohne eine Einkehr in 'Zieglers Bierkeller' beim Aufgang zur Heide (Nähe See). Das beliebte Gartenlokal gehörte zum Gasthans 'Burgtor' in der Hauptstraße und war über dem tiefen Keller, in dem die Wirts- und Brauereifamilie Ziegier ihr Bier einlagerte, entstanden: mit Schankgebäude, Kegelbahn und viel Platz im Freien, der öfter auch für Vereinsfeste genutzt wurde. Auf unserem Bild (entstanden vor 1914) sind einige Steinhauer (links: Fach, Mitte: Franz Schell) eingekehrt, um sich von eiaer schweren Arbeitswoche zu erholen. Ihr Bier wurde in den früheren DreiZehntel-Gläsern serviert, die 10 Pfennig und in den zwanziger Jahren das Doppelte kosteten. Rechts im Hintergrund die Kegelbahn.

73. Die Walldümer Turner waren Starnrngäste in 'Zieglers Bierkeller', und feierten sie ihre sportlichen Erfolge, dann ging es so lustig zu wie auf diesem Bild. Doch entstand dieses auswärts: beim Main-NeckarTurnfest in Roigheim (1933 oder 1934). Es zeigt zwei Walldürner, die den Sieg in einzelnen Kampfsportarten errungen hatten: rechts Bildhauer JosefSchell (ab 1960 langjähriger Vorsitzender des Turnvereins ), links Hans Görtz (Arbeiter bei Nimis & Schneider, aus Kevelaer, gefallen im Krieg).

74. Die Jugendherberge auf der Heide war die erste ihrer Art, die eine badische Gemeinde aus eigenen Mitteln erbaute. Indem sie ab dem Eröffnungsjahr 1928 in den deutschen und internationalen Herbergsverzeichnissen stand, machte sie Walldürn weithin bekannt und zog- mit jährlich steigenden Übernachtungszahlendie wandernde Jugend an. Für diese hatte es zuvor nur einige Notquartiere auf dern Schulspeicher gegeben. 1927 ergriff dann Hauptlehrer Karl Langer, der örtliche Vertreter des badischen Jugendherbergsverbandes, die Initiative für einen Herbergsbau und fand bei Bürgermeister Dr. Trautmann tatkräftige Unterstützung. Schon ab 1929 kamen auch - aufgrund einer vertraglichen Regelung - Mannheimer Schulklassen zu Landschulheimaufenthalten in die Herberge.

75. Walldürn von Nordosten gesehen: mit der alles überragenden Wallfahrtskirche, die so noch heute den Pilger grüßt, der sich auf der Höhenstraße von Miltenberg her der Stadt nähert. Für die Aufnahme stellte sich der Fotograf neben dieser Straße auf dem Talhang auf, der nördlich an den 'Heide' -Rücken anschließt und wo teilweise der Abraum aus den nahen Steinbrüchen der 'Heide' aufgeschüttet wurde. Durchs Tal schlängelt sich noch gemütlich das Sträßchen in Richtung Rippberg, vorbei am Bahnwärterhäuschen (rechts) und an der Schinnagels-Mühle (Mitte). Heute ist die Talstraße ausgebaut, und wo bis 1973 die Mühle stand, zweigt die Umgehungsstraße der B 47 ab. Auf den jenseitigen Hang führt der Anschluß an den TheodorHeuss-Ring hinauf.

76. Tief im Wald liegt am Rippberger Pfad die Märzenbrünnlein-Kapellc, die von jeher beliebtes Ziel bei Spaziergängen ist und in der Wallfahrtszeit auch gerne von Pilgern aufgesucht wird. In dem stillen Heiligtum wird die Schmerzhafte Muttergottes verehrt, der zahlreiche Wandtäfelchen für 'wunderbare Hilfe', 'schnelle Hilfe' usw. danken. Das Bildnis der Pieta, aus Ton geformt, stammt noch aus dem 18. Jahrhundert und der damals erbauten Kapelle. Nachdem diese baufällig geworden war, ließ Kaufmann JosefHeinrich Beuchert 1899 einen völligen Neubau erstellen. Unser Bild zeigt den ursprünglichen Zustand dieses Baues, denn das noch fehlende Türmchen mit Glocke kam erst 1924/25 auf das Kapellendach.

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