Wanne-Eickel in alten Ansichten

Wanne-Eickel in alten Ansichten

Auteur
:   Heinrich Lührig
Gemeente
:   Herne
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5419-2
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wanne-Eickel in alten Ansichten'

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39. Ansicht der Magdeburger Straße von der Dahlhauser Straße aus in Richtung Richard-Wagner-Straße um 1920. Die Zweifamilienhäuser der Zeche Hannover wurden ab 1900 durch den Architekten Robert Schmohl für Zechenbeamte errichtet. Auf der linken Straßenseite (zwischen der Hordeier Straße, Dahlhauser Straße und der Magdeburger Straße) schloß sich die Siedlung der Zeche Hannover (erbaut 1864 bis 1928) an. Die Häuser wurden durch die Krupp'sche Verwaltung mit Sitz in Bochum-Hordel verwaltet.

40. Ansicht des heute noch erhaltenen, aber doch sehr reparaturbedürftigen Guts Dahlhausen um 1925. Als erste Besitzer des Hauses wurden 1328 die Herren von Daelhusen (Dahlhausen) genannt. Durch Heirat ging es 1546 mit der Person Heinrichs von DüngelIen an eine Freiherrenfamilie aus Castrop. Kar! von DüngelIen ließ das alte befestigte Haus abreißen und 1792 ein neues, ebenfalls mit einer Gräfte und Brücke, errichten. Er starb 1802 im Alter von 47 Jahren ohne Erben. Da kein Testament vorhanden war, ging der Besitz an die Familie Schragmüller. 1890/91 verkaufte Kar! SchragmülIer den inzwischen verkleinerten Besitz an die Firma Krupp in Essen, die das Gut Dahlhausen zur Nutzung an den Bauer Johann Nüfer verpachtete. Im Jahre 1923 erwarb das Amt Wanne die Urkunden aus dem Dahlhauser Hausarchiv , die sich heute im Stadtarchiv Eickel befinden.

41. Die Gemeinden Röhlinghausen und Bickern beauftragten im Jahre 1873 die Firma Brandt & Co. aus Hamm für den Bau einer Gasanstalt in Eickel. Man verwendete damals zur Beleuchtung vorwiegend Gas (daher auch die Bezeichnung 'Leuchtgas'). Im Jahre 1930 übernahmen die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW) den inzwischen auf den Bezug von Kokereigas umgestellten Betrieb. Diese Aufnahme um 1920 zeigt einen Gasbehälter für 4 500 Kubikmeter Gas, der zwischen der Hauptund der Harkortstraße stand.

42. Das Bismarckdenkmal an der Reichsstraße um 1906. Als zu Beginn unseres Jahrhunderts die Errichtung von Denkmälern Hochkonjunktur harte, war Bismarck ein beliebtes Statuenobjekt. Das Denkmal wurde am 26. Juni 1904 am Anfang einer neu erbauten Prachtstraße, der damaligen Moltkestraße Ecke Kaiserstraße (heute Reichs- und Hauptstraße) zu Ehren des 'Eisernen Kanzlers' errichtet. Das 10 000 Mark teure Denkmal mit der drei Meter hohen Figur Bismarcks, dessen Sockel aus rotem Meißener Granit bestand, wurde vom Bildhauer August Schmiemann aus Münster geschaffen. Die Denkmalskosten wurden aus Spenden zusammengetragen. Vor einer großen Anzahl an Festteilnehmern hielt der 'Vorsitzende des Festkommitees für die Errichtung des Bismarck-Denkmals', Sparkassenrendant Heinrich Frye, die Eröffnungsansprache.

43. Diese Perspektive zeigt die Reichs- und die Hauptstraße in Richtung Eickel nach 1930. Heute ist das damals stark beachtete Denkmal nicht mehr zu sehen; es wurde irgendwann entfernt und an gleicher Stelle für kurze Zeit eine sogenannnte Persil-Uhr aufgestellt.

44. Die Josephkirche in Wanne-Süd um 1920. Wegen der Sandsteinfiguren im Portalbereich im Volksmund auch 'Löwenkirche' genannt, wurde sie nach dem Vorbild der Basilika St. Zeno in Verona erbaut. Die Geschichte der Gemeinde geht auf die ersten Gottesdienste in einem Gebäude in der Schulstraße 4 zurück. Als die Räumlichkeiten zu eng geworden waren, errichtete der Bauunternehmer August Franke eine 320 qm große Notkirche, die am 23. September 1897 eingeweiht wurde. Zu dieser Zeit gehörte die Gemeinde noch zu den Mutterpfarreien St. Marien in Eickel und St. Laurentius in Wanne. Die Erhebung zur selbständigen Pfarrei erfolgte am 1. November 1907 mit dem Rektor und späteren Pfarrer Joseph Luft.

45. Innenansicht der St.-Joseph-Kirche. Als am 22. Januar 1909 die Genehmigung zum Bau einer Kirche gegeben wurde, konnte schon am 7. September 1909 der erste Spatenstich und am 17. April 1910 die Grundsteinlegung erfolgen. Der Architekt der neuromanischen Kirche mit ihrem 40 Meter hohen Turm war Kar! Pinnekamp aus Bochum. Die Bauarbeiten wurden vom Bauunternehmer August Franke durchgeführt. Die Kirche besteht aus Chor, Querschiff, Langschiff, zwei Seitenschiffen und dem Turmbau. Während eines Bombenangriffs brannte im November 1944 die Kuppel aus; sie wurde nach dem Krieg durch ein flaches Walmdach ersetzt.

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46. Kurhotel des Solbades Wilhelmsquelle um 1900. Als Bergleute der Zeche Pluto am 3. Juli 1891 auf der vierten Sole, in einer Tiefe von 503 m, eine Solequelle entdeckten, die zwei Kubikmeter 35 Grad warmes Wasser pro Minute abgab, erkannte man recht schnell deren Heilwirkung. Das von dem Bauunternehmer August Franke erbaute Badehaus mit Kurhotel, Konzerthalle und Kurpark wurde am 10. August 1894 eröffnet. Durch eine unterirdische Rohranlage wurde das Herrenbad mit 36 Zellen, das Damenbad mit 11 Zellen und die Kinderabteilung gespeist. Noch im gleichen Jahr, am 9. Mai 1894, wurden die Nutzungsrechte von der Zeche Pluto an das privat geführte Sol- und Thermalbad Wilhelmsquelle verkauft. Im Eröffnungsjahr wurden hier 16 759 Solebäder verabreicht.

47. Das Kurhotel an der Ecke Göbenstraße, heutige Kurhausstraße, nach dem Umbau im Jahre 1925. Die Gemeinde Wanne übernahm die Badeanstalt im Jahre 1920 und wandelte sie in eine AG um. 1923 wurden am Gebäude umfangreiche Auf- und Umbauten vorgenommen. Auf Einladung des Oberstudiendirektors Stölting vom Eickler Realgymnasium gründeten am 4. Mai 1925 im kleinen Sitzungssaal des Kurhauses dreißig heimatinteressierte Bürger aus den Ämtern Eickel und Wanne die Gesellschaft für Heimatkunde. Nach der Zerstörung durch einen Bombenangriff am 6. November 1944 wurde der heutige Neubau am 1. Oktober 1949 eröffnet, der bereits nach einem Jahr 138000 Badegäste zählte.

48. Die in den zwanziger Jahren entstandene Stadthalle wurde im Volksmund respektlos, aber treffend nur 'Käseglocke' genannt. Das eigenwillige Bauwerk lag an der Ecke Hauptstraße und Goebenstraße, der heutigen Kurhausstraße, und wurde am 25. Juli 1925 der Öffentlichkeit übergeben. Der 1 500 qm große Kuppelbau mit seinen drei angrenzenden Sälen wurde nach den Entwürfen des Baumeisters Bruno Lehnemann erbaut. Die Haupthalle bildete ein regelmäßiges Achteck, das sich nach oben hin stufenförmig verjüngte. Die in Einfachbauweise errichtete Koristruktion der Seitenwände war aus Bimsdielen. Am 21. März 1927 wurde im Südflügel der Halle das Heimatmuseum eröffnet. In der Haupthalle wurden Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt. Am 17. Januar 1942 wurde das Gebäude ein Opfer der Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder.

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