Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

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9. Ein Parkverbot war auf dem 'Hauptplatz" von 1900 noch nicht notwendig. Die Mariensäule hatte noch das Gitter, das die Säule vor bösen Buben und streunenden Hunden schützte. Ursprünglich waren die Stufen mit einem Gitter von Eichenholz umgeben, für das den Kistlern 14 Gulden bezahlt worden waren, laut Stadtkammerrechnung von 1698, die auch den Betrag für den Bildhauer Ignaz Degler ausweist: 36 Gulden 'wegen Machens des marmorsteinernen Frauenbildes auf der Säule',

10. Am 16. Juni 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, fand die 'Nagelung' auf dem Hauptplatz statt:

Gegen eine freiwillige Spende konnten Burger Nägel in eine Bildtafel schlagen; der Erlös kam armen Kriegerwitwen und -waisen zugute. Die Ansprache hält gerade der 'Herr rechtskundige Bürgermeister Dr. Überreiter', der Wert darauf gelegt hatte, in jeder Zeitungsnotiz mit diesem vollen Titel angeführt zu werden, die über ihn berichtete. In der rechten Tribühnenecke, mit dem Zylinder in der Hand, steht H.H. Stadtpfarrer Dr. Damrich.

Gruss aus Weilhe:!._.

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11. Die Stadtpfarrkirche war einst auch Mittelpunkt für die Sicherheit in der Stadt gewesen. Auf der Turmgalerie begarm der Wächter mit Einbruch der Dunkelheit seinen Wachdienst; im 19. Jahrhundert benutzte er dazu sogar ein Fernrohr. In der Turmstube konnte er sich an einem Sesselofen aufwärmen, mußte allerdings jede Viertelstunde die Glocke schlagen; damit lieferte er den Beweis, daß er auch wirklich wach war. Nach dem Krieg von 1870/71 - für dessen Gefallene die Denkmalsanlage im Vordergrund errichtet worden war - wurde der Wachdienst eingestellt.

12. Nachdem das Gebälk der im Jahre 1573 mit Kupfer eingedeckten Haube auf dem Turm der Stadtpfarrkirche so morsch geworden war, daß mit einer Reparatur nichts mehr zu retten war, wurde die Kuppel am 21. April 1975 abgetragen. Am 3. Juni wurde die am Boden vollständig zusammengebaute neue Kuppel geweiht und von einem Riesenkran auf den Turm gehoben.

13. Den toten Helden des Krieges mit Frankreich 1870/71 war dieses Gefallenendenkmal gewidmet. Die Stufen waren mit den Steinen aufgeführt worden, die bei der Errichtung des ehemaligen Steingadener Klosterbrunnens als Stadtbrunnen übriggeblieben waren. Der jetzige Kirchplatz hieß damals noch 'Auf der Schwemm'; in dem offenen Stadtbach, den wir uns links vom Denkmal vorstellen müssen, wurden die Pferde 'geschwemmt', gewaschen, wenn sie von der Arbeit verdreckt waren. Das Denkmal wurde 1939 abgetragen.

14. So sah die Ecke Ledererstraße/Kirchgasse im Jahre 1875 aus. Der Hutmacher Böck hatte sein Schindeldach noch mit Steinen beschwert und lehnt hinter seiner stattlichen Bubenschar an der Hauswand. Links vorne das Holzgeländer, das den offenen Stadtbach sicherte. Rechts hinten ist das heutige Hotel Vollmann zu sehen; dort fing die berühmte Bierbrauerfamilie Hipper ihren Weilheimer Werdegang an.

15. Das 'Streicherhaus' schloß die Lederergasse nach Westen ab. In alter Zeit war es 'Marktmühle' gewesen, deren Mahlwerke durch den Stadtbach betrieben worden waren. Solche Wandbilder wie hier (von Sebastian Troger) waren im 18. und 19. Jahrhundert keine Ausnahme an Weilheimer Bürgerhäusern. 1890 wurde dieses Streicherhaus abgerissen. An seiner Stelle sind heute das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Schlachthofes und die Betonmauer der Justiz-Vollzugsanstalt zu sehen.

16. Bliek vom Marienplatz - der bis 19.33 Hauptplatz hieß - in die Schmiedstraße, die sich damals noch Gasse nannte. Sie waren noch mit Steinen aus der Ammer gepflastert, hatten Abzugsgräben für das Wasser und waren Herzstücke des Geschäftslebens einer Stadt von knapp dreitausend Einwohnern. Im Hintergrund als Abschluß das Schmiedtor (abgebrochen 1873).

17. Um 1890 lag die Schmiedstraße anscheinend noch manchmal wie ausgestorben da. Es gab noch kein Kaufhaus Rid, dafür einen 'Huf- und Wagenschmid', das jetzige Bürgerheimgebäude ist noch einstöckig. Die Straßenlaterne gab das Vorbild ab für die Beleuchtungskörper in der heutigen Fußgängerzone. Die Gasbeleuchtung war damals schon 25 Jahré alt: Am Heiligen Abend 1864 ist sie feierlich in Betrieb genommen worden.

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18. Die Münchener Straße hatte nach dem Bau der 'Protestantischen Kirche' 1898/99 ein vollkommen neues Gesicht bekommen. Als neugotischer Backsteinbau, mit Schiefer gedeckt und in einem mit Eisengitter umfriedeten Grundstück verkörperte sie auch die Situation der damaligen Diasporagemeinde: Ihre 1172 Seelen waren 1913 auf 58 politische Gemeinden in den königlichen Bezirksämtern Weilheim, Schongau, Starnberg und Landsberg verstreut. Erst mit der vollkommenen Umgestaltung 1962/63 bekam die 'Apostelkirche' ihr heutiges Aussehen. Die Aufnahme von 1914 zeigt auf der Nordseite der Schützenstraßeneinmündung noch das 'Zollhäusl', in dem einmal Straßenbenützungsgebühren erhoben wurden.

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