Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

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29. Zur Einweihung des neuen Rathauses am 14. November 1936 schrieb die 'Weilheimer Zeitung':

Heimstätte treuer Pflichterfûllung, Hort der Gerechtigkeit gegen jedermann ohne Unterschied des Namens und des Standes ... soîl das neue Rathaus sein. Dr. Hans Rid hatte dazu ein 'Gedicht der Jugend' verfaßt, in dem die letzte Strophe lautet: Fûr uns, die Jugend ists errichtet, fûr die, die nach uns kommen, auch. Wir werden einstens darin hüten das Wohl der Stadt nach altem Brauch. Habet Dank, ihr Väter alle, für das Werk, das ihr geschafft, in Ehren wollen wir dort dienen ...

30. An der Ecke Admiral-Hipper-Straße/Pütrichstraße stand das Requisitenhaus der freiwilligen Feuerwehr, das 1901 durch Betonierung des Bodens und Einrichtung einer Wasserleitung in einen modemen Zustand gebracht wurde. Die Löschfahrzeuge blieben dort bis zum Bezug des Hauses beim Landratsamt im Jahre 1953 untergebracht. Unser Bild zeigt den Bau festlich geschmückt, weil in das obere Stockwerk der Führungsstab des 'Reichsarbeitsdienstes' eingezogen war, der 1933 denjetzigen Altbau des Gymnasiums als Kaserne bezogen hatte.

31. Am 19. Februar 1883 wurde die Weilheimer Feuerwehr ermahnt, 'die anstehenden Frühjahrsübungen am neugebauten Steigerturm recht fleißig zu besuchen und vollständige Disziplin und Pünktlichkeit als unbedingt notwendige Tugenden zu betrachten'. Der Turm stand an der Angerkapelle und wurde später zum Schlauchturm umgebaut. Im Hintergrund ist ein Teil der 1864 errichteten 'Gasfabrik' zu sehen, dort sind heute die Stadtwerke und das Rotkreuzhaus. Der dazwischenliegende Anger war zeitweilig 'Turnplatz' für die damals in der Nähe gelegene Schule gewesen.

32. Im Jahre 1884 wurde Georg Ringholz (dritter von links) zum Zugführer der Steigerrotte in der Weilheimer Feuerwehr gewählt; der zweite von rechts ist Basilius Wiedemann. Jeder Feuerwehrmann hatte damals einen Monatsbeitrag von zehn Pfennig zu leisten; der damit angesammelte Kassenbestand wurde dazu verwendet, die Männer bei auswärtigen Einsätzen zu verpflegen. Auf dem Bild steht die Steigerrotte mit ihrer fahrbaren Drehleiter vor der damaligen Volksschule, die spater Realschule wurde, und an deren Stelle heute das Landratsamt ist.

33. An der Angerkapellenstraße stand bis gegen 1940 der Schlauchturm der freiwilligen Feuerwehr. Der kleine Abhang auf dem Wiesenstück zur Angerkapelle war das Redlerbergerl, im Winter ein unvorstellbar belebter Rodelplatz flit die 'Barnbsen', die sich noch keine Tennenbrücken hinunterzufahren getrauten. Wo auf dem Bild links der Zaun ist, liegt heute der Parkplatz der vor 50 Jahren erbauten Landwirtschaftsschule. Der rechte Zaun begrenzte den Pausenplatz der Realschule; dort ist heute der Hof des Landratsamtes.

34. Die Obere Stadt hatte 1912 gerade jene Bäume gepflanzt bekommen, die 70 Jahre später so viele Gemüter erhitzten, weil sie im Zuge der Verlegung des Baches nach Süden gefällt wurden. Damals war der Stadtbach noch Schwerarbeiter: Er betrieb Sägewerke und Mühlen, er setzte sogar das erste Weilheimer Privatelektrizitätswerk im heutigen Vereinsheim in Gang. Für die Anlieger in der Oberen Stadt war er außerdem Hauptwasserversorger. Die Frauen schwenkten die Wäsche, ein Pumpbrunnen etwas links von der Mitte des Bildes - brachte das Wasser herauf, das zum Tränken des Viehs, zum Wasehen und Putzen und zum Gießen der Gärten gebraucht wurde.

35. Als der Simetsbach noch offen durch die Sonnwend- und Deglergasse floß, bildete er dort ein ländliches Idyll. Zu Regenzeiten war er allerdings von den Anwohnern gefürchtet, weil er vom Ölschlag ab das Hoenwasser aufnehmen mußte, das der Stadtbach nicht mehr schlucken konnte. Andererseits lag er in Dürrezeiten weehenlang trocken; denn die Mühlen und Sägewerke in der Oberen Stadt konnten auf die Wasserkraft des Stadtbaches nicht verzichten. Im Juli 1966 beschloß der Stadtrat in geheimer Sitzung, für die Verrohrung insgesarrit 500 000 Mark zu bewilligen. Heute ist das Bachbett nur noch bis zur Trogerstraße effen. 'Simet' ist ein Überbleibsel aus dem mittelhochdeutschen Sprachgebrauch und bedeutet so viel wie 'Sonnwend'.

36. Nachdem seit 1855 die Schulen nacn Geschlechtern getrennt waren, so wünschte der k. LokalSchulinspektor die Erziehung und Bildung der weiblichen Schuljugend einem religiásen Orden zu unterstellen, schrieb Böhaimb in seiner Chronik. Es dauerte aber noch über zehn Jahre, bis die Englischen Fräulein nach Weilheim kamen, für die um 1870 dieses 'Englische Institut' an der Johann-BaurStraße errichtet wurde. Sie unterrichteten bis 1966 an der Volksschule und leiteten den Städtischen Kindergarten. 1978 wurde das Haus abgerissen; an seiner Stelle steht heute die Sondervolksschule.

37. Der erste Bau des Städtischen Krankenhauses an der jetzigen Stelle wurde 1881 für 23 Betten errichtet. Er galt damals, geborgen in einem Park, als Musteranlage. Die beiden Straßen dort erinnern an den Bürgermeister Johann Baur, unter dessen Amtszeit von 1866 ab die Stadt einen gewaltigen Aufschwung nahm und an Professor Wilhelm Röntgen (Röntgenstrahlen), der zwischen Stadt und Gögerl ein Jagdhaus besaß und sich viel in Weilheim aufhielt,

38. Die Münchener Straße vor dem Abbruch des Schmiedtores im Jahre 1873. An der Stelle des jetzigen Bürgerheimaltbaus war damals das Städtische Krankenhaus mit etwa 20 Betten; die Pflege war 1862 auf einstimmigen Beschluß des Stadtrates hin den barmherzigen Schwestern übertragen worden. An der gleichen Stelle war im Dreißigjährigen Krieg das Franziskanerkloster erbaut und 1644 bezogen worden. Klostergebäude und Kirche - die nach der Säkularisation 'Stadttheater' geworden war - sind 1825 abgebrannt; daraufhin wurde dieses Gebäude als 'Heilig-Geist-Spital' errichtet.

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