Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

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39. Die Pöltner Straße hatte - nach damaliger Ansicht - 'Luft' bekommen, durch den Abbruch des Tores mitsamt Wärter- und Zollhaus. Schon in den ältesten Urkunden der Stadt führt die Straße ihren jetzigen Namen, zu dem sie gekommen war, weil sie zur Vorstadt St. Pölten führte, Zur Zeit der Aufnahme um 1900 war sie schon eine der 'Ladenstraßen' geworden.

40. Bis 1910 stand am Ende der Murnauer Straße noch das Zollhäusl mit dem Wappen neben dem Fenster, in dem dereinst Pflasterzölle berappt werden mußten. Fahrräder waren damals noch von einem solchen Seltenheitswert, daß hier der Besitzer seinen Drahtesel wohl eigens herbeigeholt hatte, um sich damit 'verewigen' zu lassen. Das Gebäude links vom Zollhäusl führte den Namen 'Murnauer Haus'; es ist heute Teil eines Möbelgeschäftes, Aus seiner Dachgaube ragt der Balken, an dem der Flaschenzug gehängt wurde, mit dem Waren in den Speicher gebracht werden konnten.

41. So sah der südliche Stadtrand von Weilheim im Jahre 1903 aus. Neben dem Zaun verlief die Murnauer Straße. Das Gebäude ganz links war die Turnhalle, daneben das 'Pensionat', damals städtisches Schülerheim, heute Altbau des Gymnasiums. Das hohe Gebäude rechts, die Volksschule, war erst wenige Jahre vorher errichtet worden. Dort, wo die Frauen auf dem-Acker arbeiten, verläuft heute die Röntgenstraße.

42. So sah die Rückseite des heutigen Gymnasiumaltbaus aus, als er in den dreißiger Jahren gerade vom Städtischen Realschulpensionat zur Kaserne des Reichsarbeitsdienstes wurde. In dem niederen Holzbau ganz links war eine Jugendherberge gewesen, bis er 'Heim' der Hitlerjugend wurde. Daran schloß sich die - einzige! - Turnhalle an, wie sie bis 1956 fortbestand. Das 'Pensionat' war 1897 errichtet worden; 1938 wurde darin die 'Oberschule' untergebracht, die später in Gymnasium umbenannt wurde. Wo damals die Spielwiese mit dem Trampelpfad war, ist heute der Pausenhof zwischen Realschule und Gymnasium.

43. So sah die Eingangseite des Stadttheaters aus, das der Liederkranz-Orchester-Verein in den zwanziger Jahren an der Stelle eines längst baufälligen Theaterstadels errichtete. Die Stadt Weilheim kann stolz auf diesen Musentempel sein, nachdem doch bisher das ganze musikalische Leben sich in mehr oder minder ungeeigneten Sälen hat abwickeln mûssen, schrieb das Weilheimer Tagblatt am 23. September 1926 nach der 'Akustlkprobe', 1976 wurde der jetzige Neubau erstellt.

44. Werbung für die Stuhlspendeaktion für den Stadttheater-Erweiterungsbau 1976. Mario Dietmar singt von Christian Buck verfaßte Gstanzln, Bürgermeister Dr. Bauer begleitet auf dem Akkordeon. Im Hintergrund die Weilheimor Stadtkapelle.

45. Wie häufig in alten Städten, so hat auch diese Cavaliergasse von ihrem Eckhaus, dem Gasthaus 'Zum Cavalier' an der Schmiedstraße, den Namen. Das Bild zeigt den Stadtmauerdurchbruch zum Unteren Graben, wie er vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Umbau 1977/78 bestand. Damals wurde der weite Torbogen mit der Straßendurchfahrt und dem Fußgängerdurchlaß geschaffen. Das 'Ellerhaus' rechts wurde dabei ebenso abgerissen wie Zaun und Hütten des 'Leitnergartens' links. Die Akazie war schon lange vorher so altersschwach, daß sie gefällt werden mußte.

Partie am Stadtgraben mit der Kreuzkirehe.

46. Der Bildtitel stimmt nicht: Wir sehen eine Partie am Stadtbach, der um die Jahrhundertwende noch offen die heutige Fischergasse entlang und dann weiter zur Ammer floß. Die Gasse hat ihren Namen vom ehemaligen Stadtfischer, der das Fischrecht in der Ammer innehatte und hier wohnte. Die Kreuzkapelle wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts von Herzog Christoph gestiftet; der heutige Bau stammt aus dem Jahre 1638 und besitzt - nach Mauthe - das beste Kirchengestühl der Stadt.

47. Die Aufnahme von 1912 ist von den Bahngleisen aus fotografiert; sie zeigt rechts das Gefängnis, daneben die Kreuzkapelle und links die Türlmühle, 'die Mühl bei dem kleinen Stadt-Thürlein'. Als eine der sieben Mehlmühlen, die einst vom Stadtbach getrieben wurden, war sie zunächst Mittermühle und später Untermühle genannt worden. Als 'Thürlmühl' ist sie zum erstenmal167Ü bezeichnet. Ihr Erbauungsjahr ist unbekannt. Nachdem sie von Hans Schöffmann dem Freilichtmuseum an der Glentleiten geschenkt worden war, wurde der historische Bau 1974 abgetragen und als Eingangs- und Verwaltungsgebäude des Freilichtmuseums Oberbayern an der Glentleiten wieder aufgebaut.

48. Vom Jahre 1881 ab wurden zwischen Ammer und Bahndamm die Au-Anlagen mit vielen Bachläufen, Inseln, einem Naturpark und vor allem mit viel Liebe erstellt. Das Bild zeigt Steg und Pavillion, wie sie vor dem grofsen Ammerhochwasser 1910 aussahen. In den dreißiger Jahren lag in der Au das Weilheimer Eisstadion; auf dessen Natureis spielte sich die EishockeyMannschaft bis in die zweithöchste Spielklasse hinauf. Noch zu Beginn unserer Fernsehzeit war die Au tagsüber Räuber-und-Schandi-Gelände für die unreifere und nachts Liebeseldorado für die reifere Weilheimer Jugend gewesen.

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