Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Im Jahre 1895 wurde in der Au eine Städtische Badeanstalt eröffnet. Das Wasser kam aus der Ammer und wurde durch einen 'Vorwärmerteich' auf Temperaturen gebracht, die in sehr heißen Sommern nahe an 20 Grad kamen. Getrennte Männer- und Frauenabteilungen sorgten dafür, daß die öffentliche Moral keinen Schaden litt. In dem Fachwerkhäuschen wohnte der Bademeister, der ein unerbittlich strenges Regiment führte, Bei unserer Winteraufnahme ist das Wasser aus den Becken gelassen. Nach 1940 wurde das Bad aufgelassen; 1963 bis 1980'war dort ein Tierasyl untergebracht, dann wurde es bei den Bauten zur Hochwasserfreilegung der Ammer abgebrochen.

50. So malerisch die Ammer auch ausschauen mag auf diesem Bild, so gefährlich waren ihre Hochwasser für die Stadt. Die verheerenden Überschwemmungen im Jahre der Bildaufnahme (1910) führten zu ersten Planungen für eine 'Regulierung' mit Tieferlegung, Begradigung und Eindämmung des Flußbettes und dem Einbau von Wehren. Diese Bauten wurden vom Jahre 1920 ab durchgeführt. Sie erwiesen sich allerdings 1940 schon als nicht ausreichend. Darum wurde 1980 erneut mit einer großen Maßnahme einer Hochwasserfreilegung begonnen, die mit Kosten von 35 Millionen Deutsche Mark sogar ein 'Jahrtausendhochwasser' bewältigen können soll.

51. Die Holztrift auf der Ammer endete im städtischen Trifthof (nahe dem heutigen Naturfreundehaus) und wurde erst 1947 eingestellt, In einem Brief des königlichen Forstamtes Weilheim an den Magistrat vom 28. Oktober 1869 heißt es: Von der kgl. Regierung ist wiederholt Auftrag an das unterfertigte Amt ergangen, über die Möglichkeit einer Ampertrift bis Weilheim für ca. 6000 - 8000 Klafter Brennholz Verhandlungen zu pflegen. Ergebnis war, daß der Magistrat am 24. November schon mitteilen konnte: Man ist vollkommen einverstanden, daß der vom k. Forstamt bezeichnete Raum als Lagerplatz abgegeben werde und wird auch fraglicher Platz zu Aufstellung von 6 bis 8000 Klafter hinreichend sein.

52. Bevor die Ammer 'reguliert" und eingedämmt wurde, gab es oft verheerende Hochwasser. Eines der schlimmsten verwüstete 1910 alle Fluren bis zum Bahndamm, der die Innenstadt vor der Katastrophe bewahrte. Das 'Schleiferhäusl', etwa an der Stelle, an der heute die Ammerschule steht, war bis zum Dach vorn Wasser umspült. Dieses Hochwasser gab Anlaß, die Sicherungsbauten für die Ammer zu planen und in Angriff zu nehmen. Es dauerte jedoch Jahrzehnte, bis sie abgeschlossen werden konnten - und sich letztendes als doch nicht ausreichend erwiesen.

53. Am stadtseitigen Ufer der Ammer stand die Weilheimer Ziegelei, deren Backsteine und Dachpfannen nicht nur in Weilheim Absatz fanden; manche Klosterrechnung des Pfaffenwinkels weist Rechnungen über Steinlieferungen aus, die aus Weilheim stammten. Die auf dem Bild zu sehende Ammerbrücke wurde 1903 erbaut und ist erst 1965 durch die jetzige ersetzt worden.

54. Durch einen Schenkungsvertrag von 1867 ging die Schießstätte an der Ammer in den Besitz der Kgl. privil. Feuerschützengesellschaft über. Zusammengeschlossen mit den Bolzschützen wurden 1874 und 1903 diese Bauten erstellt. Die Schießbahnen wurden schon 1880 auf 300 Meter Entfernung angelegt. Sie hatten ihren Kugelfang im Öferlhang, den die Weilheimer Buben 'Bleiberg' hießen, weil sie dort als Schatzgräber die Gewehrkugeln herauskratzen konnten. 1960 wurden die Wirtschaftsgebäude und 1979-1981 die Schießanlagen umgebaut.

55. Anläßlich eines Jubiläumsschießens im Jahre 1926 für Joseph Hijger (stehend ganz rechts) und Hans Ferchl (sitzend der zweite von rechts) war der Protektor des bayerischen Schützenverbandes, Seine Königliche Hoheit Prinz Alfons. zur Kgl, priv. Feuerschützengesellschaft Weilheim gekommen. Der Prinz, im hellen Jagdanzug, steht rechts vor dem Baum im Biergarten der Schießstätte.

56. Oberhalb des Ammerwehres zweigte ein Werkkanal nach Nordwesten ab, 'kleine Ammer' oder 'Ammer!' genannt. Er betrieb dieses Sägewerk, die Baumstämme wurden aus der Ammer angetriftet. Rechts davon stand das Gasthaus 'Ammerbad', das seinen Namen daher hatte, daß an der kleinen Ammer der erste Freibadebetrieb herrschte, bis das Städtische Bad in der Au gebaut wurde. An der Stelle der Aufnahme stehen heute die Wohnblöcke, die westlich an den Supermarkt Krone anschließen. Bis 1830 war an der gleichen Stelle die Ammermühle mit einem Ölschlag, in dem Öl aus Leinsamen gewonnen wurde.

(flit WIiit;arkN-WeiJhefm-Obb

57. Etwa zwei Kilometer westlich der Stadt liegt das Gut Waitzacker. Als 'Wattsacker' ist es schon im ersten Salbuch der Spitalstiftung Weilhaimb von 1383 angeführt, Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte es zu den landwirtschaftlichen Betrieben, aus denen die Stadtbevölkerung täglich - auch sonntags mit frischer Milch, Eiern und auch Käse 'direkt vom Erzeuger' beliefert wurde. Seit einem halben Jahrhundert ist es im'Besitz der Familie Ederhof. die das Gut auch zu einer Tagungsstätte und zum Erholungsort für Kinder gestaltete,

58. Noch um die Jahrhundertwende war der Dietlhofer See 'überhaupt nicht gepflegt und der Zutritt deshalb sehr erschwert, Im übrigen ruhte über diesem See in Knabenkreisen eine Art Mythes, der das Schlirnmste von den Tiefen dieser Wasser befürchten ließ' (Rid). Siegfried Hannes war es dann, der als Pachter des Sees und der westlichen Ufergrundstücke den Weilheimer Lido schuf. Es gab dort zwar nie Strandkörbe, aber eine ganze Anzahl von Leihruderbooten, damals Kähne genannt. Mit dem Bild ist es wohl so, wie mit den Merian-Stichen: So stellte sich Hannes den Idealausbau seines Bades vor.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek