Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

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59. Bei der Gemeindebildung im Landgericht Weilheim von 1811 wurde das Dorf Unterhausen aus dem Steuerdistrikt Wielenbach und der Weilor Dietlhofen von Weilheim getrennt und daraus die Gemeinde Unterhausen gebildet. Sie zählte etwa 20 Anwesen und hatte eine eigene Pfarrei, Die Kirche mit einer großen Madonnenfigur von Hans Degler und Fresken von Joharm Baptist Baader ist ein Kleinod, das einen Sonntagsspaziergang in denjetzigen Weilheimer Vorort lohnt.

60, Um 1920 war Unterhausen noch eine selbständige Gemeinde, auch räumlich vollkommen abgetrennt von der Stadt Weilheim. Es hatte knapp zweihundert Einwohner; der letzte Bürgermeister Georg Rill nannte das Dorf noch 1975 'eine kleine, beschauliche und dörfliche Gemeinschaft mit landwirtschaftlichem Charakter', Der Wunsch nach Traditionspflege und Geselligkeit führte gerade in den Jahren um 1920 zum Zusammenschluß in mancherlei Vereinigungen, Ein Mann, der keinem Verein angehörte, galt als Sonderling und Außenseiter. Die Fahne war Symbol der Einigkeit, ihre Weihe ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

61. Die Gemeinde Deutenhausen wurde 1811 gleichzeitig mit den anderen Gemeinden des Landgerichts Weilheim gebildet. Sie bestand damals aus den Dörfern Deutenhausen und Marnbach, dem Beiort Gabler und der Einöde Haarsee. Als 1908 die Familie von Hirschberg diese Einöde erwarb und das Schloß errichten ließ, wurde die Anlage in 'Hirschberg am Haarsee' umbenannt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war das Schloß Zwangsaufenthaltsort für den Reichsverweser von Ungarn, Graf Horthy und den Duce von Italien, Mussolini. 1978 wurde Deutenhausen nach Weilheim eingemeindet.

GruB aus Marnbach

62. Das Dorf Marnbach war Sitz und Schulort der Gemeinde Deutenhausen, bis es 1978 nach Weilheim eingemeindet wurde. Die Pfarrkirche, 1686 fertiggestellt und konkretisiert, gehörte zum AugustinerChorherrenstift Polling bis zur Säkularisation 1803. Danach wurde sie eine Filialkirche der Pfarrei Eberfing. Dank großzügiger Spenden des Freiherrn von Hirschberg konnte 1910 das Schulhaus erweitert werden, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Der schattige Gasthausgarten war bis in die Mitte dieses Jahrhunderts eine beliebte Brotzeitwirtschaft für Weilheimer Spaziergänger,

63. Der Stadtrat 1919 wurde nach dem neuen Bayerischen Selbstverwaltungsgesetz gebildet, in welchem das Zweikamrnersystem abgeschafft wurde. In seiner Sitzung vom 16. Mai hatte der Stadtrnagistrat beschlossen, die Zahl der Stadträte auf zwölf festzusetzen; Herr rechtskundiger Bürgermeister Überreiter (sitzend fünfter von links) erklärte in der gleichen Sitzung, auf eine Wiederwahl zu verzichten. Neuer Bürgermeister wurde der Schäfflermeister Eusebius Weber (auf dem Bild sitzend dritter von links). Das Bild zeigt vermutlich das gesamte Gemeindekollegium vor der Neuwahl am 15. Juni 1919.

Drvc:k Weltheimer YOIksbten G. m. b. 11.

64. Im Oktober 1923 war die Inflation in eine so rasante Entwicklung geraten, daß die staatlichen Notenpressen weder beim Druck noch bei der Auslieferung mit der Geldentwertung Schritt halten konnten. Waren im Januar 1923 10000 Papiermark noch 4,94 Goldmark wert, so stand im Juli das Verhältnis schon 100 000:1,33; am 3. September galten zehn Millionen Papiermark noch 3,62 Goldmark. Als sich der Kurs täglich änderte, wurden die Städte beauftragt, Geldscheine zu drucken. Diese zehn Milliarden Mark mit dem Bild Petels waren am 19. Oktober 1,23 und die 500 Milliarden mit dem Stadtwappen galten Anfang November noch 0,50 Goldmark.

65. Auf dem Grundstück zwischen Angerkapellen- und Krumpperstraße steht heute die Landwirtschaftsschule. 1920 war es noch der Weileranger, auch Realschulanger genannt, weil er Turnplatz für die - im heutigen Landratsamtsgebäude untergebrachte - Realschule war. Solche Schauturnen wochenlang eingeübte gemeinsame Freiübungen - gehörten lange zum festen Bestandteil eines jeden Sportfestes, Rechts im Hintergrund ist ein Teil des Gebäudes zu sehen, in dem die beiden Öfen des Städtischen Gaswerkes Kohle vergasten; in der 'schlechten Zeit' während des Ersten Weltkrieges und in den Jahren danach wurde sogar aus der Peißenberger Pechkohle Gas gewonnen.

66. Die erste Weilheimer Turnhalle trug die vier F in Kreuzform auf ihrem Dach, wie sie Turnvater Jahn als Motto ausgegeben hatte: frisch, fromm, fröhlich, frei! Sie war nordostwärts der Ammerbrücke errichtet. Barren und Reek standen im Freien und mußten jeder Witterung standhalten. Der Weilheimer Turnverein hatte sie bis etwa 1920 in Betrieb.

67. Das Weilheimer Goldene Herz, das auch für den Turnverein stets so sehr schiägt, wurde bei der Nikolausfeier endlich auch einmal bühnentechnisch vorgefûhrt. Farbenprächtig war das Gemälde, als die Herzkammer aufgesperrt war und die beiden Flügel geöffnet wurden: St. Nikolaus (Roman Schweiger) mit seiner ganzen Umgebung. Nun gab es die lieben Worte des Nikolaus wie die drohenden des Knechtes Ruprecht, Zwiegespräche und Gedichte, bis dann die langersehnte Grabenverteilung kam. So berichtete damals das 'Oberländer Volksblatt' über diese Feier im Stadttheater.

68. 1913: Unter den 251 Mitgliedern sind sechs Frauen verzeichnet. Das neue Gipfelkreuz auf dem Krottenkopf muß durch Stahlseile gesichert werden. 1914: Der Verschönerungsverein Ohlstadt erhält zur Wegeverbesserung im Heimgartengebiet 800 Mark. Im Herbst des Jahres werden vom Krottenkopfhaus die Wolldecken und Filzpantoffeln geholt und dem Roten-Kreuz-Lazarett in Weilheim zur Verfügung gestellt. 1915: Das Krottenkopfhaus hat im Sommer einen sehr guten Besuch zu verzeichnen, da es schwierig ist, Fahrten über die Grenzen durchzuführen, Sechs Mitglieder der Sektion starben bereits auf den Schlachtfeldern. (Aus der Chronik des Alpenvereins.)

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