Weilheim in alten Ansichten

Weilheim in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johann Bauer
Gemeente
:   Weilheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2371-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Weilheim in alten Ansichten'

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69. Im Jahre 1881 wurde die Alpenvereinssektion Weilheim-Murnau als 19. Sektion in Bayern gegründet. Schon im darauffolgenden Jahr wurde eine 'Alphütte' am Krottenkopffür 20 Mark erworben und ein Weg von Eschenlohe über die Pustertalalm zum Gipfel angelegt. Der erste Hüttenbau von 1884 hatte Unterkunftsmöglichkeiten für 30 Personen gehabt, Der hier gezeigte Erweiterungsbau von 1894 kostete 3 600 Mark, hatte Schlafplätze für 24 Personen und weitere 30 Notlager im Dachraum. Er blieb so bis 1911, als ein Neubau getrennte Schlafräume für Damen und Herren, einen großen unterkellerten Gastraum und fünf Zimmer mit zwei bis drei Betten schuf,

70. Im Jahre 1921 wurde der Trachtenverein 'Ammertaler' ins Leben gerufen. Seine Gründungsmitglieder (von links beginnend) Bischel Georg, Panholzer Sebastian, Schwaiger Pauli, Häringer Lorenz und (sitzend) Bader Benedikt hatten es in den ersten Jahren gar nicht so leicht, Anerkennung zu finden; gehörte doch sogar Ludwig Thoma zu jenen, die von solchen Vereinigungen nicht viel hielten. Weil aber die Trachtler doch mehr waren als Gaudiburschen, entwiekelten sie sich zu einer gesellsohaftlichen Kraft, die heute aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken wäre.

71. Am Sonntag, den 15. ds. Mts. nachmittags 4 Uhr findet im Saale des Gasthofes zur 'Post' eine Versammlung behufs Bildung einer fretwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Weilheim statt. Hiebei wird der Vorsitzende der Sektion für Kolonnen- und Rettungswesen beim Kreisausschuße des Bayerischen Landeshllfsvereins, He" Kommerzienrat Buchner in München, Zweck und Aufgabe der fretwilligen Sanitätskolonne darlegen. Zu dieser Versammlung werden hiemiet alle Interessenten eingeladen. Wei/heim, den 8. Januar 1911. So stand es im 'Amts-Blatt des Königlichen Bezirksamtes Weilheim' NI. 3 vom 10. Januar 1911.

72. Der Liederkranz-Orchester-Verein wurde 1844 als rechtes Kind der Biedermeierzeit gegründet. Er war nicht als 'Chorkreis' ins Leben gerufen worden. Mehrmals im Jahr brachte er Konzerté zur Aufführung, oft mit Solisten aus München; er pflegte die Geselligkeit, bot sich zu Wohlfahrtsveranstaltungen an und brachte vor allen Dingen - bis zur Aufführung der 'Wellheimer Stückl' in den seehziger Jahren - Theaterstücke, Operetten und auch Opern zur Aufführung. Er fand damals ein zahlreiches und dankbares Publikum, dem Fernsehen noch kein Begriff war. Auf dern Bild sehen wir das gewaltige Aufgebot an Mitwirkenden bei einer der späten Aufführungen 'Glück am Rhein'.

73. Am 20. Juli 1903 gründete 'eine kleine Schar sangesfreudiger Männer' den Arbeiter-Gesangverein 'Frisch Auf", Er hielt seine Gesangsabende im ersten Stock des Gasthauses 'Blaue Traube' (heute Café Krönner). Öffentliche Aufführungen gaben ihm bald einen guten Ruf über die Grenzen der Stadt hinaus, bis er 1934 aus politischen Gründen verboten wurde, 1949 ging daraus der Volkschor Weilheim hervor. Anläßlich des 75jährigen Jubiläums empfing der Chor den Dank der Stadt für die vielen Darbietungen und insbesondere für die Weihnachtsfeiern, mit den er traditionsgemäß die Bürger erfreut hat.

74. Der Kirchenchor der Stadtpfarrei Mariae Himmelfahrt hatte jeden Sonn- und Feiertag, aber auch bei großen Hochzeiten und Beerdigungen, für die festliche Gestaltung der Gottesdienste da zu sein. Mit einem eigenen Orchester war er auf eine stattliche Mitgliederzahl angewiesen. Mittelpunkt - nicht nur auf dem Bild - waren in den dreißiger Jahren Chorregent Josef Port (mit Schnurrbart) und Organist Oberlehrer Auer (mit dem weißen Spitzbart).

75. Die Stadtkapelle Weilheim. 1912 gegründet, kam nach dem Ersten Weltkrieg unter ihrem Dirigenten Josef Port (in der Mitte des Bildes im hellen Anzug) nach einer entscheidenden Generalversammlung am 27. Mai 1921 zu neuem Leben. Das Oberländer Volksblatt schrieb dazu: Es wurde ûber Maßnahmen beraten, um die ruinösen Folgeerscheinungen des Krieges auszugleichen. Die Versammlung beschloß einstimmig, die Kapelle auf der frûheren Grundlage wieder aufzubauen und zu fördern. Ein Standkonzert ist nach Erledigung der nötigen Vorarbeiten geplant. Es wurde mit der auf dem Bild festgehaltenen Besetzung durchgeführt,

76. Liebe Leser! Lassen Sie sich zum Schluß noch ein wenig von denen erzählen, die dieses Buch 'gemacht' haben:

Der Autor Christian Buck und der Stadtarchivar Josef Ledermann sind hier vor 55 Jahren miteinander in die Schule gekommen; Dr. Johann Bauer ist schon seit 25 Jahren Bürgermeister dieser Stadt. Es ist klar, daß wir allerlei persönliche Erinnerungen mit einfließen lassen mußten.

Als Schulkinder meinten wir, wir könnten einmal in der weiten Welt das große Glück finden; heute sind wir damit zufrieden, in dieser Stadt das kleine gefunden zu haben, Wir kennen manche, die es hierher verschlagen hat - insbesondere als Flüchtlinge nach dem Krieg - und die meinten, hier keinen Tag länger bleiben zu wollen, als unbedingt sein mußte. Wir sind heute noch da und sagen all denen einen schönen Gruß aus Weilheirn, die nicht mehr hier sein können.

Ihre DI. Johann Bauer, 1. Bürgermeister; Christian Buck, Rektor a.D. und Josef Ledermann, Archivbetreuer.

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