Wemding in alten Ansichten

Wemding in alten Ansichten

Auteur
:   Helene Benedikter
Gemeente
:   Wemding
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5335-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wemding in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Wemding in alten Ansichten' (ab 1890 bis zum Zweiten Weltkrieg) soll den Senioren Wemdings frohe Erinnerungen an vergangene Zeiten bringen, der jungen Generation zur Festigung ihrer Heimatliebe dienen, allen aber die Veränderung und Entwicklung dieser Stadt und ihrer Gesellschaft zeigen. Dieses Büchlein will nicht die große und weitläufige Geschichte Wemdings darstellen, sondern nur Marksteine setzen.

Wemding, ein bekannter Ferienort, an der Deutschen Ferienstraße Alpen-Ostsee gelegen, ist ideal für Erholungssuchende. Am östlichen Riesrand kreuzten sich hier in alter Zeit wichtige Handelswege (Römer- und Salzstraßen). Schon 1343 zur Stadt erhoben, zeigt es heute noch mittelalterliche Befestigungen, einen zentralen Stadtmittelpunkt, den Marktplatz mit der Stadtpfarrkirche St. Ernmeram und prächtige Bürgerhäuser. Das Wildbad, eine geschätzte Heilquelle, zog seit je Kranke und Gesunde an - die Wallfahrtskirche 'Maria Brünnlein zum Trost' loekte zu allen Zeiten Scharen von Besuchern nach Wemding.

Wemding ist seit 793 urkundlich nachgewiesen. Im Jahre 798 hat Karl der Große den Ort dem Kloster

St. Emmeram in Regensburg geschenkt. Über weitere Lehensherren ging die inzwischen angewachsene Siedlung um das Jahr 1000 an die 'Ritter von Wembdingen'. 1304-1447 waren die Grafen von Oettingen Besitzer von Wemding. In diese Zeit fällt die Befestigung der Stadt; es entwickelten sich Handel und Handwerk. Im Mittelalter ging das Städtchen mit all seinen Besitzungen an Herzog Ludwig den Reichen von Bayern über. Es zählte um diese Zeit etwa 2 000 Einwohner und nannte sich 'Wembding'. Durch die Lage an den Salzstraßen war es aufgeblüht. 1447 liest man erstmalig vom Bestand des Wildbades.

Berühmte Söhne Wemdings hatten im Mittelalter Ruf und überörtliche Bedeutung. Johannes von Roth, Fürstbischof zu Breslau, wurde als Schusterssohn 1426 in Wemding geboren. Johann Scheyring, 1454 in Wemding geboren, war Domprediger zu Magdeburg und Rektor der Universität Leipzig. Sein Portrait, von Lukas Cranach geschaffen, begegnete uns bisher auf der TausendDM-Banknote. Veit Trollmann, genannt Arnerpachius, ist 1503 in Wemding geboren und war Professor der Philosophie an der Universität Ingol-

stadt. Leonhard Fuchs, 1501 in Wemding geboren, war Professor der Medizin an der Universität Tübingen und Ingolstadt. Er war auch ein berühmter Botaniker, dessen Name in der nach ihm benannten 'Fuchsie' lebendig geblieben ist.

Während des Dreißigjährigen Krieges hatte Wemding unter den Schweden an Schrecken, Plünderungen und Hungersnot zu leiden und große finanzielle Schäden zu überstehen. In diese Zeit fällt auch die Ansiedlung des Kapuzinerordens und bereits 1672 die Einweihung der Kapuzinerkirche. Im Jahre 1684 hatte der Schuhmacher Franz Forell von einer Romreise eine Marienstatue mitgebracht, die vom Volk ob vieler Gebetserhörungen sehr verehrt wurde. Man erbaute für dieses Gnadenbild eine Feldkapelle, die man später vergrößerte. 1781 konnte die heute viel besuchte Wallfahrtskirche 'Maria Brünnlein zum Trost' geweiht werden.

1818 erhielt Wemding die kommunale Selbstverwaltung. Bürgermeister und Stadträte konnten jetzt in freien Wahlen bestimmt werden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte die Industrialisierung zum Rückgang von Handwerk

und Gewerbe. Viele Gewerbebetriebe gingen ein, so die Nadler, Säckler, Kammacher, Gürtler, Rotgerber, Seifensieder, Stoffdrucker , Portenmacher u.a. Einen Aufschwung brachte 1903 die eröffnete Bahnlinie Nördlingen-Wemding, mit Haltestelle Wildbad. 1907 wurde die Kalk- und Hartsteinfabrik in Betrieb genommen.

Große und gravierende Einschnitte in Wirtschaft und Fortentwicklung brachten für das Städtchen die beiden Weltkriege. Im Ersten Weltkrieg opferten 66 Männer Wemdings ihr Leben für das Vaterland. Im Zweiten Weltkrieg sind 116 Männer gefallen, 60 gelten als vermißt.

Nach 1948 spürte man den wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik auch in Wemding. Das Schulwesen wurde ausgebaut und erweitert. Industriebetriebe siedelten sich an, Handel und Handwerk florierten aufs neue. Durch den Fleiß der Bürger wurde viel Vorhandenes verschönert, saniert und bereinigt. Heute besitzt Wemding mit der Eingemeindung von Amerbach eine Fläche von 3 169 ha Grund und Boden und zählt etwa 5 490 Einwohner.

1. Luftaufnahme aus der Zeit um 1928. Fast kreisrundes Siedlungsgebiet. Im 14. Jahrhundert mit Wehrring versehen, der an drei Stellen Einlaß in die Stadt gewährte. Wegen der hohen Unterhaltskosten wurde anfangs des 19. Jahrhunderts mit der Abtragung der Wehranlage begonnen.

2. Totalansicht von Wemding (etwa 1928). Umgeben von Wäldern und Wiesen liegt das Städtchen am östlichen Rand des Rieskessels. Schon zu Beginn dieses Jahrhunderts war es ein beliebter Ferienort mit vielen Möglichkeiten des Wanderns, Badens und Erholens, und schon immer eine familienfreundliche Stadt. Heute ist Wemding ein staatlich anerkannter Erholungsort an der Ferienstraße Alpen-Ostsee gelegen, und Sieger im Wettbewerb 'Gastliches Bayern'.

3. Ansicht in der Vogelschau. Im Hintergrund die Wallfahrtskirche. Mächtig wirken die Türme der Stadtpfarrkirche St. Emmeram. Um die Kirche liegt die Urzelle der Stadt. Die Bürgerhäuser von Wallfahrtstraße und Wolfgangstraße betonen die Nord-SüdAchse, die der Mangoldstraße und Weißenbachstraße deutlich die Ost-West-Achse der Stadt.

4. Diese Grußkarte zeigt eine Gesamtansicht der Stadt (vor dem Ersten Weltkrieg): das Wildbad (damals ein vielbesuchtes Heilbad), das neu erbaute Bahnhofsgebäude der Bahnlinie Nördlingen-Wemding (seit 1903) und das Kriegerdenkmal von 1870/71, das am Eingang der Klosteranlage stand.

5. Teilansicht des Marktplatzes mit Marktbrunnen. Abgebildet sind das Stammhaus der Druckerei Appl, das Gasthaus 'Zur Sonne', das Facklersche Geschäftshaus (spätere Drogerie Held) und der Gasthof 'Zum Adler'. Im unteren Teil St. Emmeram mit wuchtigen Kirchtürmen, das Kastenhaus (späteres Mädchenschulhaus) und das spätere Wohnhaus der Klosterfrauen (heute Verkehrsamt). Die Bayernzugehörigkeit ist durch das Wappen versinnbildlicht.

Wemding Marktplatz

6. Der Marktplatz mit dem Marktbrurmen als Mittelpunkt. Seit 1740 krönt den Brunnen eine Marienstatue. Das Gasthaus 'Zur Krone' ist ein Barockbau aus dem frühen 18. Jahrhundert. Anschließend das Magistratsgebäude, das früher die alte Stadtmetzge und in Notzeiten das Brothaus war. Die abgebildete Freitreppe (Brothausstaffel), eine Zierde dieses Platzes, wurde leider nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen. Markant wirkt das Schneidsche Geschäftshaus. Im Bürgerhaus rechts davon wurde im Jahre 1501 Dr. Leonhard Fuchs als Sohn des damaligen Bürgermeisters geboren. Auffallend ist der mit dem Haus verbundene Zierbau. Stufen führten zu den Läden der Geschäftshäuser Benedikter und Georg App!.

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7. Marktplatz mit Rathaus (im Vordergrund links). Das Rathaus wird am Marktplatz an Höhe nur von den zwei Türmen der Pfarrkirche überragt. Es wurde 1552 in sechs Stockwerken erbaut. Es dient auch jetzt noch für Sitzungen und Repräsentation. Der Rathaussaal ist reich an Stuckarbeiten. Zwischen dem Magistratsgebäude und der Eisenwarenhandlung Johann Schneid beginnt die Mangoldstraße, mit Bliek auf die Johanniskirche.

Wemding - Marktplatz .'

8. Am Marktplatz fanden bis zum Zweiten Weltkrieg die Wochenmärkte mit den Erzeugnissen der Landwirte und der einheimischen Gärtner statt. Der Platz diente zu damaliger Zeit noch als Vergnügungsplatz der Kinder. Sieben Straßen führen auch heute noch zu diesem Zentrum der Stadt.

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