Werth in alten Ansichten

Werth in alten Ansichten

Auteur
:   Friedhelm Scheewel
Gemeente
:   Werth
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6620-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Werth in alten Ansichten'

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Vorwort

Verehrte Leserinnen und Leser!

Iahre kommen, Iahre gehen, der Alltag beschäftigt die Menschen, jeden auf seine Art. Dabei kommt auch oft in einer besinnlichen Stunde die berechtigte Frage 'Wie hat man in früherer Zeit in einfachen Verhältnissen im Städtchen Werth gelebt?' Da gab es kaum Autos, in den Haushalten gab es keinen Strom, kein fließendes Wasser und dergleichen mehr. Trotzdem war man auch zufrieden. Man ging eher zu Fuß in Stadt und Land, benutzte pferdefuhrwerke, Postkutschen oder vielleicht das Fahrrad, falls man so etwas sein Eigen nennen konnte. Später war man dann mit der Eisenbahn unterwegs. 'Unterwegs', ein Wort, das auch in der früheren Stadt Werth zu Beginn des vorigen Jahrhunderts groß geschrieben wurde. Die Eisenbahnlinie war, wie gesagt, nach ihrer Eröffnung am 1. August 190 1 von Empel-Rees überVehlingen-Isselburg-Anholt-Werth und Mussum nach Bocholt ein großer Fortschritt für die Menschen im westlichen Münsterland. Doch auch die Eisenbahn ist im Iahr 2000 auch nur noch Erinnerung. Die Bahnstrecke, zum Schluß nur noch BocholtIsselburg, wurde 1991 rückgebaut, genau neunzig Iahre nach ihrer Eröffnung. Das heißt, sie war der unaufhaltsam fortschreitenden Zeit im Wege.

Das Ortsbild von Werth hat sich ebenfalls beginnend um etwa 1965 -1 970 gänzlich gewandelt, denn viele Bürgerhäuser sind nicht mehr vorhanden, weil sie bei der Ortssanierung entsprechenden Neustrukturen weichen mußten. Die Stadt Werth - seit 1426 mit Stadtrechten ausgestattet - hörte mit der kommunalen Neuordnung im Land Nordrhein-Westfalen, wo viele Orte zu einer neuen Kommune zusammengefaßt wurden - Anfang des Iahres 1975, also vor jetzt mehr als 25 Iahren - aufzu existieren. Der Ort an der Issel wurde ein Ortsteil der aus sechs Gemeinden gebildeten Stadt Isselburg.

Die Zahl der EinwohnerWerths hat sich seit 1945 mit 590 Einwohnern bis zum Iahre 2000 auf etwa 1 750 Einwohner erhöht. Man kann wohl sagen, sie hat sich verdreifacht. In der Pende im Osten und im Teppel im Westen Werths entstanden ab 1955-1960 neue große Ansiedlungen. Zu Beginn des Iahres 2000 wurde im Norden an der Milchstraße ein weiteres Siedlungsgebiet ausgewiesen, wo im Sommer 2000 schon zahlreiche neue Bürgerhäuser entstanden sind. Seit dem Iahre 1955 ist auch zunächst mit der Firma Isselwerk, vor einigen Iahren in NOVOFERM umbenannt, ein großer Industriebetrieb in der Stahlverarbeitung entstanden, der zahlreichen Menschen Arbeit und Brot gibt.

Unser kleiner Bildband 'Werth in alten Ansichten' soll keine umfassende Geschichtskenntnis vermitteln, sondern alte Erinnerungen an die Heimat in und um Werth wachrufen und vor Augen führen.

Die folgenden Seiten mit Fotos aus früherer Zeit haben nicht den Anspruch aufVollständigkeit, sie sind vielmehr ein Abriß aus der Zeitgeschichte von etwa 1 880 bis 1 950. Allen, die mitgeholfen haben, daß dieser kleine Bildband zusammengestellt und entstehen konnte, sei auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für die große Unterstützung gesagt. Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern

viel Freude beim Betrachten der alten Fotos, so daß man sagen kann 'So war es damals'. Weiterhin könnten sie auch eine Anregung sein, selbst einmal in der Heimat Ausschau zu halten und auf die Suche nach schönen Motiven zu gehen. In diesem Sinne, schauen Sie sich den Querschnitt 'durch die Zeit' im mehr als siebzig Iahren einmal an.

Friedhelm Scheewel Werth, im Juli 2 000

Die StadtWerth war seit vielen Jahrhunderten auch das Tor zum unteren Niederrhein. Eine Gesamtansicht zeigt den Flecken Werth an der Issel um 1740 von Süden aus.

1 Ein recht eindruckvolles Beispiel, wie sehr sich das Städtchen Werth gewandelt hat, zeigt diese Ansicht von

Mitte der dreißiger Iahre des vorigen Jahrhunderts. Die evangelische Kirche an der Binnenstraße, links

davon das Haus der Familie Winkelmann und das alte Schulhaus mit der Lehrerwohnung. Letztere sind

heute dort nicht mehr zu sehen, die Zeit hat sie verschwinden lassen.

2 Diese Aufnahme zeigt die Familie Gerhard Bröring (sitzend), Binnenstraße, mit ihren Kindern Hermann und Aleida Bröring, sowie Johanna mit Ehemann te Kamp und Kindern. Das Foto wurde um 1900 aufgenommen.

3 Der Marktplatz mit dem alten historischen Werther Rathaus und den Häusern der Bürgerfamilien Heesen (links) und Steffen

(rechts) . Davor die alte Marktpumpe, wo die Bürger sich mit Trinkwasser versorgten. Eine Aufnahme des Iahres 1920. Durch Kriegseinwirkung im Iahre 1945 wurde das Gebäude zerstört und etwa 1950 in etwas anderer Form wieder hergerichtet.

4 Die Stadt Werth, bis Anfang des Iahres 1975 eine eigenständige Institution in einem Gemeindeverband, der sichAmt-Liedern-Werth mit Sitz in Bocholt nannte (heute ein Ortsteil der Stadt Isselburg), hatte jeweils auch einen eigenen Gemeinderat.

So war es auch im Iahre 1914, als dieses Foto entstand; der Gemeinderat im Bild, von links nach rechts:

B. Resing, K. Freiherr von Graes (Amtsbeigeordneter), D. Berning (Ortsvorsteher) , K. Heesen (damals ältester Bürger der Stadt Werth), K.R. Heesen, H. Heesen, H. Laink (Amtmann), H. Berning und

B. Tebbe.

5 Ein Bürgermeister hatte um 1925 auch die Funktion eines Standesbeamten inne. Das änderte sich etwa 1 938 als standesamtliche Trauungen nur noch beim Amt-Liedern-Werth zu Bocholt möglich waren. Einige Iahre war Dietrich Lensing - hier auf dem Bild in jungen Iahren mit Frau und Kindern - der Bürgermeister in Werth. Er wohnte auf der Binnenstraße. Eine Gaststätte und ein Kolonialwarengeschäft gehörten zum Hause Lensing.

6 Ganz anders als im Iahre 2000 sah es noch etwa um 1950 in Werth aus. Hier im Foto links das Haus der Fa-

milie des Landwirts Iohann Resing mit der Jahreszahl 1806 und rechts die Gaststätte te Breuil. Hier gehör-

te auch ein Saal dazu, der im Obergeschoß zu finden war, wo man gut feiern konnte. Bei der Bevölke-

rung von Werth wurde der Saal auch wohlliebevoll 'Opkamer' genannt.

7 Werther Frauen im Mai des Iahres 1918. Die neue Frühjahrsmode ist da. Gut angezogen muß man sein im Städtchen Werth.

8 Sie steht schon lange nicht mehr, die um 1895 im Bild gezeigte alte Häuserzeile an der Deichstraße gleich gegenüber dem Marktplatz. Das zweite Haus von rechts ist das Wohnhaus der jüdischen Familie Sander, weiter links dann te Breuil, Resing und die Gaststätte und Bäckerei Eduard Resing.

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