Wesselburen in alten Ansichten

Wesselburen in alten Ansichten

Auteur
:   Volker Schulz und Rüdiger Möller
Gemeente
:   Wesselburen
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6609-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Wesselburen in alten Ansichten'

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6 Bliek vom Kirchturm nach Norden

Diese Aufnahme vom Kirchturm zeigt den nördlichen Teil der Stadt. An der Marktstraße im Vordergrund stehen von links nach rechts das Schuhhaus Brandt, das 1886 errichtete Ost-Pastorat und die Weinhandlung und Gaststätte Kragge. In diesem Gebäude befand sich bis 1990 die Drogerie Füssel.

Am linken Bildrand ist ein Teil der neuen Fassade des Hotels 'Stadt Hamburg' zu sehen. Etwa zweihundert Iahre lang wurde es von der Familie Hemm geführt. Im dazugehörigen Stall hatte der junge Friedrich Hebbel1831 /32 ein Liebhabertheater eingerichtet, in dem er Stücke von Schiller und Shakespeare aufführen ließ. Möglicherweise kamen auch schon eigene Dramen auf die Bühne, doch ist davon nichts überliefert.

In dieser Phase seines Lebens fühlte Hebbel sich selbst zum Schauspieler berufen, weshalb er nach Hamburg reiste, um sich dem Direktor des Stadttheaters Karl Lebrun vorzustellen. Dieser riet ihm jedoch von einer Bühnenlaufbahn ab. Enttäuscht fügte Hebbel sich seinem Rat und begab sich zurück nach Wesselburen.

Das Schulgebäude in der Schulstraße (links neben der flatternden Wäsche im Garten) war zum Zeitpunkt dieser Aufnahme noch nicht aufgestockt. Im Hintergrund entsteht auf Specks Weiden ein Eiskeller, der inzwischen wieder abgerissen wurde. Ungefähr dort befindet sich heute eine Filiale der Supermarktkette Wandrnaker.

Am rechten Bildrand erkennt man den Kaisersaal, das Haus von 'Post Peters' und die Hebbel-Schule.

7 Am Markt, Westseite

Das rechts stehende Haus auf dieser Fotografie wurde 1738 errichtet und ist Sitz des Amtes Kirchspielslandgeme inde Wesselburen. Zu Hebbels Zeit lebte hier der Maler Matthias Conrad Harding, bei dem der spätere Dichter Zeichenunterricht erhielt.

Im Iahre 1881 mietete sich die 1838 gegründete und 1878 vom Kirchspiel Wesselburen übernommene Sparund Leihkasse zunächst in den unteren Räumen ein, bis sie 1 906 das gesamte Gebäude kaufte. Über ein halbes Jahrhundert wirkte die Kasse hier für das Kirchspiel und später auch für die Stadt Wesselburen. 1935 zog das Geldinstitut in das ehemalige Gasthaus 'Bórse', das vorher komplett renoviert worden war.

Im Vordergrund ist das später verlegte Kriegerdenkmal für die Wesselburener Gefallenen im Krieg gegen Frankreich 1870/7 1 zu sehen. Bis zu seiner Errichtung 1875 stand an dieser Stelle eine Wasserpumpe.

Das linke Gebäude befindet sich seit 1964 im Besitz des Fotografen Otto Carstens, der sein Atelier vorher in der Straße Am Holm hatte.

Viele Aufnahmen, die die Entwicklung Wesselburens dokumentieren, verdankt die Stadt den Fotografen Heinrich W Carstens, der bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Ort arbeitete, und seinem Sohn Otto Carstens.

Gruss aus ~ 'es eiburen.

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8 Alte Kirchspielschreiberei

Das ehemalige Amts- und Wohnhaus des Kirchspielschreibers am Markt wurde ebenfalls im Iahre 1738 errichtet. In diesem Hause hielt Friedrich Hebbel im Winter regelmäßig Leseabende ab. Für Emilie, die Tochter des KirchspielschreibersVoß, empfand er eine schwärmerische Jugendliebe.

Nach derVerleihung der Stadtrechte im Iahre 1899 zog hier die Stadtverwaltung ein. Noch heute wird dieses Gebäude als Rathaus genutzt.

In dem Haus rechts davon befindet sich seit 1912 ein Café, das seit 1946 von der Familie Bieber als Stadtcafé weitergeführt wird.

Der westliche Teil des Marktes wurde von einer riesigen Ulme beschattet, die man hier im Vordergrund erkennt. Viele Geschichten ranken sich um diesen beeindruckenden Baum, dessen Alter auf etwa fünfhundert Iahre geschätzt wurde. So sollte der Legende nach unter dieser Ulme um 1436 der Seeräuber Rolves Karsten aus Norddeich erschlagen worden sein.

Als der Baum allerdings wegen der Ulmenkrankheit im Sommer 1986 gef<illt werden mußte, ließ sich anhand der Jahresringe feststellen, daß er nicht älter als 250 Iahre war und wohl nach dem Brand von 1 736 gepflanzt wurde.

In jedem Fall verlorWesselburen mit der Ulme seinen größten Baum. Heute steht an dieser Stelle eine Linde.

An das verschwundene Naturdenkmal erinnert noch das seit 1985 an jedem letzten Wochenende im Juli gefeierte 'Ulmenfest' , das bei Einheimischen und Feriengästen großen Anklang findet.

9 Am Markt, Südseite

An der Einmündung der Glockenstraße befand sich die Kolonialwarenhandlung von Hinrich Schnepel. Hier wurden Kolonial-, Manufaktur- und Eisenwaren, Steingut und Spirituosen angeboten. Schnepel hatte das Geschäft im Iahre 1909 von seinem Vorgänger, dem Kaufmann C. Hartnack, erworben, nachdem er seine eigene florierende Kolonialwarenhandlung in Reinsbüttel an Karl Schneekloth verkauft hatte.

Heute ist in diesem Gebäude eine Videothek.

Rechts davon befand sich eine Niederlassung der Itzehoer Firma Behrens & Haltermann. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme gehörte das Geschäft bereits August Dethlefs aus

Friedrichskoog. Er hatte das Textilgeschäft, das zwölf Iahre als Zweigstelle der Itzehoer Firma gedient hatte, im Iahre 1909 erworben, nachdem er selbst schon seit einiger Zeit dort alsVerkäufer tätig gewesen war. Das Sortiment umfaßte neben einer großen Auswahl an Textilien für i eden Bedarf auch eine Spielwarenabteilung, die von Dethlefs im Iahre 1912 noch vergrößert wurde.

Nachfolger von Dethlefs waren Klaus Hermann Hemm und Hans Severin. In den sechziger Iahren wurden die Geschäftsräume zu einer Gaststätte umgebaut, später zog ein Blumengeschäft ein. Die Baumkrone am rechten Bildrand gehört zu den Linden, die die Kirche umgaben.

We el uren, arn Mar

10 Geschäftshaus in der Österstraße

Geht man vom Marktplatz die Österstraße hinunter, dann steht gleich an der linken Seite das Haus von Kaufmann H. Wichert mit der einst prächtigen Fassade, die weit über das Dach hinausragte. Leider waren die Verzierungen nicht frostsicher und mußten bald wieder abgetragen werden.

Hermann Stührk richtete dort 192 7 das erste Fischgeschäft Wessselburens ein. Bisher wurde Fisch nur auf den Märkten und im Verkauf an der Haustür angeboten. Geräucherten Fisch erhielt man gelegentlich bei einigen Schlachtern des Ortes. Kieier Sprotten und die beliebten Büsumer Krabben gab es auch später noch im Straßenverkauf

Für Fischspezialitäten hatte Wesselburen nun ein Ladengeschäft. ZurWeihnachtszeit schwammen in einem Schaufensterbassin die Karpfen, die vor allem von den Kindern bestaunt wurden. Leider mußte der Betrieb 1973 aufgegeben werden.

Heute nutzt das Textilhaus Gieseler die Geschäftsräume zur Schaufensterdekoration.

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