Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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9. Die Villa Waldhausen, oder auch Gut Clarenburg, stand an der Bonner Straße, wie es im Bild gezeigt wird. Im Zuge der Erweiterung der 'Union Kraftstoff' nach dem Zweiten Weltkrieg, mußte das Gebäude der Erweiterungsplanungen weichen. Wegen seiner günstigen Lage an der Durchgangsstraße Köln-Bonn und der Nähe zum Rhein, erwarben die Kölner Kaufleute Waldhausen und Hölterhoff 1843 das Gelände und richteten dort Wesselings erste chemische Fabrikation ein. Im Volksmund war es die 'Tarrefabrik', die bis 1860 Bleiweiß herstellte und dann auf die Destillation von Teeren und Teerölen umstellte. Nach dem zum ersten Mal 1908 und schließlich 14 Jahre spater die Fabrik ein weiteres Mal abbrannte, wurde die Fabrikation im Depressionsjahr 1922 eingestellt.

10. Die evangelischen Christen in Wesseling mußten quasi bis 1914 zum Gottesdienst in die sieben Kilometer entfernte Stadt Brühl pilgern. 1911 fand erstmals ein evangelischer Gottesdienst in einem Wesselinger Schulsaal statt, anschließend wurde der Kirchenbauverein gegründet, der die vom Architekten Walter Böhm entworfene Kirche finanzieren sollte. Die hier im Bild gezeigte erste evangelische Kirche in Wesseling bestand allerdings nur knapp 60 Jahre, dann mußte sie wegen Verlegung der Straßentrasse abgetragen werden.

11. Bereits im 17. Jahrhundert stand der 'respektable ' Gasthof, mit seinem großen Tanzsaal im ersten Stock, an der Ecke der Bonner Straße und der Luziastraße. Und noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde hier Bier 'gebräut' und ausgeschenkt. Ursprünglich war das Gebäude im Fachwerk als typisohes rheinisches Laubenhaus errichtet, wie es heute noch im benachbarten Godorf zu finden ist. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Laube ausgemauert, so daß der Wohnraum erweitert werden konnte.

12. Der 18. April 1915 war das Datum, an dem das 'Dreifaltigkeitshaus' auf der Bonner Straße eingeweiht werden konnte. Nachdem die Schwestern vom Orden der 'Armen Dienstmägde Christi' bereits seit 1865 in Wesseling das Josephshaus an der Bahnhofstraße betreuten, übernahmen sie nach Fertigstellung des Krankenhauses auch diese 'Pflegeanstalt' mit 75 Betten. Das neue Haus wurde damals der medizinischen Leitung von Dr. Orland unterstellt. Das war der Anfang der heutigen modernen Klinik in Wesseling.

13. Noch 1840 prankte über dem Eingang der hier gezeigten Gaststätte 'Zur Grenze' das Firmenschild 'Bäckerei Sauseler', Kurz danach muß der Gasthof eingerichtet worden sein, wie er noch heute im Betrieb ist. Selbst die Grenzgasse, [ene an der Wirtschaft in Richtung auf die Oberwesselinger Straße vorbeiführende Gasse, die bis zum Einzug der Franzosen 1794 die Grenze bildete zwischen Ober- und Unterwesseling, hieß bis zur Jahrhundertwende noch 'Sauselers Gass",

14. Um die Jahrhundertwende hatten die teilweise konfessionell gebundenen Junggesellenvereine, besonders im rheinischen Land, noch eine wichtige gesellschaftsbildende Aufgabe, Bereits im Jahre 1602 sagte eine Zeuge vor Gericht, daß 'Vur dem ersten bönnischen Krieg (1587) ein Meyspill durch die Junggesellen vun Weßlingen gehalten .. .'. So findet der Monat Mai bei den Junggesellen sein besonderes Ritual mit 'Mailiebchen' und 'Maistechen', mit 'Maikönig' und 'Maiball'. Die Mailiebchen wurden am Ostermontag regelrecht ersteigert, wobei ein Liter Bier die Einheitswährung bot. So manches Maipaar trat dann im Laufe des Jahres vor den Traualtar. Unser Bild von 1906 zeigt den Wesselinger Junggesellenverein 'Germania'.

15. Nach Erfindung des Luftreifens (1885 durch Dunlop) setzte sich rasch das Fahrrad als modisches Fortbewegungsmittel durch. Was Wunder, daß Wesseling um die Jahrhundertwende von Köln oder Bonn her, über die 'Chaussee', radsportliches Ziel wurde und Nicolaus Schröder, der spätere Bahnhofswirt, sein Etablissement auf der Bonner Straße als 'Radlerheim' einrichtete. Der 'Ratskeller', wie sich der Gasthof 1912 nannte, stand noch bis zum Ende der sechziger Jahre an der Bonner Straße.

WESSELING

HauptstraBe

16. Von 1884 an bot der Gasthof 'Zur Krone' die Lokalitäten für die Ratssitzungen der Gemeindevertretungen, bis 1913 das Rathaus der Bürgermeisterei eingeweiht wurde. Die Aufnahme um die Jahrhundertwende von Wesselings Hauptstraße (in Richtung Köln gesehen) zeigt uns auf der linken Seite neben dem Gasthaus, welches 1919 an die katholische Kirchengemeinde verkauft und schließlich zum Bau des Germanushauses abgerissen wurde, die 'alte Kaplanei' mit seiner Giebelmadonna, die noch heute besteht. Dahinter biegt jetzt die 'Pontivystraße' ein. Auf der rechten Straßenseite erkennt man die Dumont'sche Lederfabrik mit dem Expeditionsgebäude, der heutigen Gaststätte 'Die Waage',

17. Nur ein paar Schritte weiter, mit Bliek in Richtung auf Köln, wurde diese Aufnahme fotografisch abgelichtet, die uns ebenso die Hauptstraße zur damaligen Zeit präsentiert, Im Hintergrund. auf der rechten Seite, erkennt man den Turm der alten Germanuskirche, hinter dem heute noch bestehendem Haus Stahl. Das alte Gotteshaus wurde 1909 abgerissen, Davor bestand bereits an gleicher Stelle ein Kirchlein, dessen Ursprung auf das frühe Mittelalter geschätzt wird, vielleicht sogar fränkischen Ursprungs war.

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18. Vor dem Ersten Weltkrieg, vor allem nach 1906, dem Jahr der Eröffnung der Rheinuferbahnstrecke zwischen Köln und Bonn, entwickelte sich Wesseling zu einem lebhaft besuchten Ausflugsort. Augenzeugen berichten, daß an Sonn- und Feiertagen in den Wesselinger Gaststätten kaum ein Platz frei war, wenn hier die 'weißen Schiffe' von der zwölf Kilometer entfernten Großstad Köln anlegten. Es war also kaum etwas Außergewöhnliches daß die Wirte in Wesseling zu dieser Zeit gerne investierten und - wie diese zeitgenössische Ansichtskarte beweist - sogar 'Großstädtische Café's' entstanden. Das Haus der 'Conditorei Quodt' beherbergt heute das Haushaltswarengeschäft Palmbusch an der Kölner Straße.

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