Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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19. Der 'Ühlescheng', wie er mit seiner Kutsche links im Bilde abgebildet ist, verkehrte dreimal täglich vom Gasthof 'Zur Eule' über Berzdorf nach Brühl, Erst 1901, nach Eröffnung der Kleinbahn Brühl-Wesseling, stellte die Witwe des Eulenwirtes diesen Wagendienst ein. Die technische Konkurrenz war zu groß! Die Wirtschaft 'Zur Eule' ist heute wohl eines der ältesten Gasthäuser des Ortes. .), y~" , Ihren Namen verdankt sie dem ersten Wirt, Matthias

Euler, der hier an gleicher Stelle 1820 seine Kneipe er- l. :'. :

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20. Sicherlich war es das älteste Gehöft, von Nieder- oder Unterwesseling, dessen Überbleibsel 1934 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Der 'Wesselinger Fronhof', wie er bereits 1465 bekannt war. Er stand schräg gegenüber der alten Kirche, direkt an der Ecke der heutigen Kölner Straße und Sebastianusstraße, mit 'stock und byfang', wie es in einer alten Urkunde hieß, was den Hinweis auf ein Gefängnis im Kellergewölbe gab, Es ist anzunehmen, daß diese Hofanlage fränkischen Ursprungs war und mit dem Edlen Adä1ard in Verbindung gebracht werden kann.

21. Ein Bliek in die Wesselinger Hauptstraße vom Jahre 1928. Die Faszination der Bewohner galt dem neu erbauten Luftschiff LZ 127 'Graf Zeppelin', das damals auf seiner Jungfernreise Wesseling überquerte. Rechts im Bild ist die Konditorei Bornheim zu erkennen, deren Gartenterrassen am Rhein sich allgemeiner Beliebtheit erfreuten. Im Hintergrund links drückt sich der alte 'Burghof" ins Bild, der 1936 der Straßenbegradigung zum Opfer fiel. Die Geschichte dieser Burg läßt sich bis in das 14. Jahrhundert verfolgen.

22. Die Kraftfahrzeuge eroberten in den zwanziger Jahren rapide die Straßen. Der durchschnittliche Verkehr verdreifachte sich auf der alten Provinzialstraße, die durch Wesseling führte, zwischen 1924 und 1928 von anfangs knapp 1 500 Kraftwagen, auf annähernd 4 500 täglich. Das führte zu Situationen, wie sie hier im Bilde festgehalten wurde. Der unfallträchtige Knick am sogenannten 'Deutschen Eck' wurde 1936 'geschliffen'. Dadurch fiel auch der alte 'Burghof", der gegenüber der Reederei Braunkohle stand, der Spitzhacke zum Opfer. Die Brüder von Westerholt errichteten im 14. Jahrhundert diese Burg zum Zeichen ihrer frisch erworbenen Herrschaftsrechte über Niederwesseling.

23. Seit 1822 stand am Markt das bescheidene Bethaus der jüdischen Gemeinde von Wesseling, wie es unsere Aufnahme aus dem Jahr 1919 zeigt, mit Sicht auf die heutige 'Kölner Straße' und die einmündende 'Mühlengasse', Bereits seit dem 18. Jahrhundert hatte sich eine Anzahl jüdischer Familien in dem Dreieck der Straßen 'Am Markt', 'Kölner Straße' und 'Nordstraße' auf 'bergischem Gebiet' niedergelassen. 1938 fielen diese Häuser in der sogenannten 'Kristallnacht' mutwilliger Brandstiftung zum Opfer.

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Wesseling

Ho 'I Rheinischer Hof von Peter Röllgen

24. Der 'Rheinische Hof', der im Kriegsjahr 1941 durch ein abgestürztes Flugzeug erheblich beschädigt und nicht mehr aufgebaut wurde, stand auf der Ecke 'Rheinberg' und der heutigen Kölner Straße an der 'Reederei Braunkohle'. Berelts 1806 erwarb Georg Grünewald das Haus und baute es zweistöckig aus. Es wurde das erste Hotel für die Reisenden der Postkutsche, die bis zum Bau der Dampfeisenbahn (1844) die einzige Reiseverbindung zwischen Köln und Bonn auf dem Landweg war.

25. Der Ursprung des Gebäudes der heutigen 'Reederei Braunkohle' geht zurück auf den Sitz des preußischen Bürgermeisters der Bürgermeisterei Hersel in Wesseling, Maximilian von Geyr zu Schweppenburg, der hier auf sein Gut 'Mariengarten' von 1821 bis zur Wesselinger Revolution von 1848 residierte, Danach wurde das Gebäude unter anderem ab 1881 das Fabrikgebäude der Chernischen Fabrik der Brüder Zimmermann, bis 1901 das Werk auf ein neuerschlossenes Gelände nahe der Rheinwerft umsiedelte, wie es bereits unsere Aufnahme im Hintergrund anzeigt. Ab 1919 unterhielt die 'Vereinigungsgesellschaft Rheiniscbe Braunkohlenwerke GmbH' hier eine Reederei,

26. Wenn das vorausgehende Bild den Rheinbogen bei Wesseling in Richtung Köln zeigte, so ist es nun die umgekehrte Sicht gegen den Strom auf Bonn zu, vom heutigen Standort der 'Degussa' aus. Deutlich ist der Leinpfad zu erkennen, der ehemalige Weg der Schiffszieher, die mit ihren Pferden Schiffe gegen den Strom auf Bonn hin flußauf zogen. Ein Gewerbe, daß eine gute Zahl der Ortsbewohner ernährte, bis die Rheinschiffe durch die Erfindung der Dampfmaschinen von diesem Dienst unabhängig wurden. Auf dem Fluß liegen Rheinboote, sogenannte 'Logger', wie sie heute im Zeitalter der Schubschiffe kaum noch bekannt sind,

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27. Das Restaurant 'Zur schönen Aussicht' war mit seinem 'weißen Saal' Mittelpunkt der gesellschaftlichen Ereignisse in Wesseling. Bereits 1811 eröffnete der Grieshändler und spätere Bierbrauer Melchior Volkmuth seine Wirtschaft, die später von seinem Sohn Balthasar übernommen und erweitert wurde. Die Ansichtskarte von 1904 weiß alle Vorzüge des Unternehmens aufzuzählen: drei Rheinterrassen, große Kegelbahn, Billiardsaal, Stallung und Remise und - als Zeichen der Zeit - eine große Autogarage!

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28. Die 'Rheinische Motor-Fahrt GmbH', die ihren Sitz in Wesseling in der 'Schönen Aussicht' hatte, setzte auf die Zukunft der 'Automobilisation'. Noch vor der Eröffnung der Rheinuferbahnstrecke zwischen Köln und Bonn, wollte sie den aufkommenden Lokalverkehr in Richtung Bonn aufnehmen. Leider war ihr keine lange Lebensdauer besehieden. Bereits 1903 wurde diese Linie mit drei Bussen (!), trotz allem Aufwandes, wegen mangelndem Interesse eingestellt.

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