Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Colman Levi verpfändete sein Haus in der 'Langen Gasse', wie eine Schuldverschreibung von 1786 nachweist. Die Idylle des zwei Meter breiten 'Jüddegäß'chen' wurde zwar bereits durch Teilabrisse gestört, doch ahnt man heute noch die Wohnfunktion der alten Häuser. Sie illustrieren sicherlich die Vorstellung von 'd'r Hött', wie 1860 die Nordstraße einmal hieß und heute noch im Volksmund benannt wird; Vornehmer hieß es 'Hüttenstraß'.

30. Anders als heute, begarm die Provinzialstraße, oder auch 'Kölner Chaussee' genannt, um die Jahrhundertwende an der Stelle, wo die Nordstraße und der Mühlenweg abzweigen. Zwischen der heutigen 'Kölner Straße' und der 'Bonner Straße', lag damals die 'Hauptstraße'. Auf unserem Bilde steht im Vordergrund links das Haus Föhmer und gegenüber die Villa mit Gartensaal der Familie Müller-Wild. Dahinter läßt sich Jonens Haus erkennen, das einmal Filiale des 'Schaafhausenschen Bankvereins' war.

"I.~ "'0,

31. Der Gasthof 'Zum Kronprinzen' ist heute das renommierte ADAC Hotel 'Kölner Hof' an der Kölner Straße. Früher hieß es im Volksmund auch beim 'Stüh-Willem', einfach weil der Wirt nebenher mit Stroh handelte und sein Name Wilhelm Lützenkirchen war. Unser Bild zeigt eine der typisohen Litho- oder Steindruck-Karten jener Zeit. Im Mittelraum wird ein Radsportier in, 'modischer' Montur vorgestellt; um diese Zeit war das Zweirad ein Symbol des Fortschritts.

32. Lange Zeit war es das letzte Haus des Ortes an der 'Kölner Chaussee' mit der Nummer 65. Es war die Wohnung von Köbes Schäfer. Hier verlief zur preußischen Zeit die Grenze der Bürgermeisterei Hersel und des Kreisbezirkes Bonn. Dann zog 1901 die chemische Fabrik an die Rheinwerft und an der 'Brühler Straße' entlang entstanden die ersten Wohnungen für die Betriebsangehörigen dieser Fabrik. Für den Fotografen posierten die Frauen des Hauses Schäfer, Mutter und Töchter. Köbes Schäfer versorgte übrigens bis 1911 dem Zeitpunkt, als die Adler-Apotheke in Wesseling eröffnete - den gesamten Ort mit den benötigten Medikamenten aus der alten Brühler Apotheke.

33. Für die Entwicklung des Ortes war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die chemische Industrie von besonderer Bedeutung. Als 1881 die Brüder Zimmermann die Fabrikation von chemisehen Produkten in dem Geyr'schen Gut, heute 'Reederei Braunkohle', aufnahmen, war die Geltung des Unternehmens noch nicht umrissen. Doch bereits 20 Jahre später bewiesen die Fabrikanten mit der Umsiedlung der Anlage auf ein 35 Morgen großes Gelände im Norden des Ortes, unternehmerische Zielstrebigkeit, Unser Bild zeigt das Lohnbüro der chemisehen Fabrik im Inflationsjahr 1923. Die Lohngelder mußten zu dieser Zeit zur Auszahlung gestapelt werden!

34. Am Ende des großen Rheinbogens bei Wesseling lag seit alters her ein gesuchter Landeplatz der Schiffahrt. So war es kein Zufall, daß man gerade diese Stelle ausbaute, um 1901 eine direkte Verbindung zu den Cöln-Bonner-Kreisbahnen zwischen Wesseling und dem Braunkohlengebiet zu schaffen. Es entstand eine Kaimauer von mehreren hundert Metern Länge und neun Meter Höhe. Dampfkräne mit vier Tonnen Tragkraft und eine sogenannte 'Brikettrinne' sorgten für eine moderne Verlademöglichkeit, die dem ersten Bedarf entsprachen. Allerdings trug die Fabrikation der chemisehen Fabrik dazu bei, daß sich schon bald die Leistungen der Werft auf einige Millionen Tonnen ausdehnte.

35. Tatsächlich tst seit der Eräffnung des Güterverkehrs die Entwickiung des Güterumschlages hervorragend. meldete ein Geschäftsbericht der 'CBK' 1907. Schon jetzt sind mit den Coln-Bonner-Kreisbahnen zwei Eisenwerke, zwei chemische Fabriken, zwei Lederfabriken, eine Maschinenfabrik, eine Mobelfabrik, eine Zuckerfabrik, die Markthalle in Cöln und das Wasserwerk der Stadt Brûhl (in Berzdorf) duren besondere Anschlußbahnen verbunden. Eine Aufnahme von den Werkleuten dieser 'ersten Stunde' zeigen wir im Bild. Sie trugen mit ihrem Einsatz dazu bei, daß der Ausbau der Bahn 'zügig' voranging, wie man lobend bemerkte.

36. Der Beginn der europäischen Autobahnepoche ist mit dem Datum Oktober 1929 und dem Namen Wesseling zu verbinden, denn zu diesem Zeitpunkt begarm der Bau der ersten kreuzungsfreien Kraftwagenstraße zwischen Köln und Bonn, deren Ziel der damalige Oberbürgermeister von Köln, Dr. Adenauer, unter anderem damit begründete: Daß 'die zwischen Köln und Bonn gelegenen Gemeinden von dem übersetzten Verkehr zu entlasten seien'. Am 7. August 1932 wurde diese erste vierspurige Nurautostraße dem Verkehr freigegeben. Die frühe Luftaufnahme zeigt uns die damalige 'beispielslose' kreuzungsfreie Anschlußstelle in Wesseling an der Brühler Straße.

37. Eine 'Totalansicht' von Wesseling. Recht bescheiden macht sich diese Totale von 1907 aus. Natürlich fehlt auf diesem Bild ein wesentlicher Teil des Ortes. Aber, im Vergleich zur damaligen Zeit, ist das Gartenfeld jetzt mit der Betonkonstruktion des neuen Rathauses belegt. Und an Stelle des alten Pfarrhauses, links im Bild, erhebt sich die Hauptstelle der Kreissparkasse in Wesseling. Wir sehen auf die 'Bahnhofstraße', jene Straße, die damals für die Erweiterung des Ortes von wesentlicher Bedeutung war und heute die Einkaufszone des Ortes wurde.

Ij i

=o:o;:eOi.;.....--- -

,J~;,.- I

~ --~- -

GruB au

oem Gasthaus z ur Krone

von

Jean Hover-bitz er in 'Ne seling

38. Es war geradezu eine Umwälzung, als 1904 der Bahnhof in Wesseling in Angriff genommen wurde. Demzufolge änderte sich auch die gesamte Struktur des Ortes. Bis zu diesem Zeitpunkt bestimmte den alten Ort nur der Verkehr der Bonn-Kölner Landstraße. Nun wurde, durch Abriß eines einstöckigen Häuschens gleich neben dem Gasthof 'Zur Krone", die zwei Meter breite Pastorengasse zur 'Bahnhofstraße' erweitert und der Ort konnte sich aufWesten zu, nach Keldenich hin, ausdehnen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek