Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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39. Die Wesselinger wußten schon immer die Feste zu feiern. Kein Wunder, daß auch der 'Fastelovend' bereits um die Jahrhundertwende hier einen festen Platz hatte. Das Bild aus dem Jahre 1903 zeigt die 'Große Wesselinger Karnevalsgeseilschaft von 1896' unter dem Motto: 'Mer kriggen et em Gruße billiger'. Die Jeeken steilten sich dem Fotografen im Garten des Gasthofs 'Zur Krone', dessen Besitzer, Gottfried Stein, links im Bild zu erkennen ist.

40. Die erste Pflege- und Bewahranstalt des Ortes übernahmen die 'Armen Dienstmägde Christi' 1865 an der Pastorengasse, der heutigen Bahnhofstraße. Eine Schriftplatte am Eingang wies auf die Stifterin des Hauses Christine Krings hin, die im Jahre 1864 das sogenannte 'Josephshaus' erbauen ließ, 'zu Ehren Gottes, zum Schutze der Unmündigen und zur Pflege der Kranken'. Unser Bild vom Beginn dieses Jahrhunderts zeigt das 'Alte Kloster'. Es mußte 1974 der Neugestaltung des 'Nordbazars' Platz machen.

41. Die alte Schule in Bildmitte wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg, 1874 gebaut, weil das erste Schulgebäude von 1837 der angewachsenen Schülerzahl nicht mehr genügte. Nach vollständiger Renovierung diente das Schulgebäude von 1837 dann allerdings noch der 1922 gegründeten Gewerblichen Berufsschule als Schulraum. Das Schulgebäude links im Bild konnte 1910 für den Schuldienst eingeweiht werden. Die Schulhäuser mußten allerdings 1974 ebenfalls der Planung des sogenannten 'Nordbazars' Platz machen.

42. Auf Beschluß der Gemeindevertreter wurde das Amt der Bürgermeisterei Hersei 1912 nach den Plänen des Architekten Böhm in Wesseling errichtet. Vordem pilgerten die Wesselinger über 60 Jahre lang für alle amtlichen Angelegenheiten - quasi zu Strafe - nach dem acht Kilometer entfernten Ort Hersel, Deswegen zur Strafe, weil am 3. Dezember des Revolutionsjahres 1848 'demokratische Umtriebe' und 'Schrotschüsse' den preußischen Bürgerrneister von Geyr zu Schweppenburg bedrohten, worauf sein Amtssitz von Wesseling nach dem 'sicheren' Ort Hersel verlegt wurde.

43. Die Eröffnung der Rheinuferbahn am 11. Januar 1906 befreite Wesseling aus seiner urbanen Erstarrung. Der Bahnhof bewies eine magnetische Kraft sowohl für den alten Ort Wesseling, wie auch für die damals selbständige Gemeinde Keldenich. So öffnete sich der Ort mit der neu gezogenen Bahnhofstraße in westlicher Richtung auf Keldenich zu und zog von dort den aufkommenden Verkehr nach Wesseling hinein, wo die Rheinuferbahn den schnellen und bequemen Weg nach Köln oder Bonn erschloß.

44. Annähernd 1000 Volt Spannung an Gleichstrom erzeugte das neuerstellte Kraftwerk in Wesseling für die erste elektrisch (1906) betnebene Schnellbahnstrecke Deutschlands. Zur damaligen Zeit waren die vielen technischen Neuerungen selbst für Fachleute ein bemerkenswertes Ereignis. Wesseling wurde mit diesem Kraftwerk und einem Bahnbetriebswerk das 'Herz' der Rheinuferbahn. Diese Bahn bot vor allem der neu aufkommenden Industrie an der Rheinschiene neue Transportwege an.

45. Vom Ausbau des Schienenweges an (1906) zeigte sich die industrielle Entwicklung in Wesseling stürmisch fortschreitend. 1909 wurde der Spatenstich für eine Schleifmittelfabrik der Deutschen Norton Gesellschaft getan, 1911 gründete man das 'Wesselinger Gußwerk'. Nach einer Pause, die der Erste Weltkrieg erzwang, entstand 1919 die Produktionsstätte für Stahl- und Maschinenbau, der heutigen 'Köln-Wesselinger-Eisenbau'. 1920 gründete man das ab 1930 zum Konzern der Feldmühle gehörende Werk der Koholyt AG. Unser Bild von 1920 zeigt eine Aufnahme des 'Wesselinger Gußwerkes'. 1968 wurde das damals zur Friedrichsfeld GmbH. Mannheim gehörende Werk geschlossen. Heute erheben sich auf diesem Grundstück die Hochbauten am Schützenweg.

46. Die Eröffnung der Bahnstrecke erzeugte eine rege Bautätigkeit im gesamten Umfeld des Bahnhofs. Was bisher freies Feld war, wurde nach und nach mit Gebäuden besetzt, Hier eine Aufnahme um 1910 von ersten drei 'Bahnhäusern' an der Keldenicher Straße, heute Flach-Fengler-Straße. Links daneben, der sogenannte 'Lohschobbe', wo früher die Lohe der beiden Wesselinger Gerbereien getrocknet und gelagert wurden.

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Ileulsch das Lied Ilautsch das Wo

Ileulsch der Ort.

47. Hier ein Bliek in die Bahnhofstraße um 1924 in Richtung zum Rhein. Auf dem Bild sieht man festliche Triumphbögen mit vaterländischen Parolen. Der gesamte Ort feierte das 80jährige Stiftungsfest des Männergesangvereins von 1844 in vollem Schmuck. Dem Festzug hatten sich 24 befreundete Vereine angeschlossen, die ihren Weg durch den Ort nahmen. Die festtäglich gewandeten Herrn auf unserem Bild waren Mitglieder des 'Eisenbahner-Gesangvereins', Unter ihnen in Bildmitte der Tenor Fritz Beyer,

48. Die Sebastianusschützenbruderschaft hat eine lange Tradition. Sie verweist auf eine Entstehungszeit bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg. Dieses Bild entstand 1906 auf dem Schießstand am 'Prummeberg'. Die Straßenbezeichnung 'Schützenweg' kann damit heute noch in Verbindung gebracht werden. In der Mitte des Bildes, mit der Königskette, erkennt man den damaligen Schützenkönig Jacob Pütz. Links am Bildrand, gleich neben dem Fahnenträger, stehen der Kommandant Peter Kiel und der Brudermeister Hauptlehrer Josef Schmitz.

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