Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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49. Die Wesselinger waren schon früher äußerst sportbegeistert. Die Jünger des Turnvaters Jahn hatten hier bereits im 19. Jahrhundert eine eigene Riege. Im Bilde können wir allerdings den 'erst' 1911 gegründeten Turnverein 'Eintracht' vorstellen, der sich anläßlich seines 10jährigen Stiftungsfestes dem Fotografen im Kronenbusch stellte. Im Herbst 1922 begarmen an gleicher Stelle die Arbeiten zu einem großen Sportplatz (an der heutigen Jahnstraße), der im August 1923 festlich eröffnet wurde.

50. Nicht die englischen Soldaten brachten ihre Fußballbegeisternng nach dem Ersten Weltkrieg in das Besatzungsquartier Wesseling! Es waren die Brüder Reinartz, die damals vom Internat der flämischen Stadt Turnhout nach Wesseling kamen und ihre Leidenschaft für den Fußball an ihre Freunde im Turnverein 'Eintracht' weitergaben. Bereits ein Jahr später trat der 'Wesselinger Spielverein' 1919 zum Turnier gegen Friesdorf (Bonn) an, mit dem Ergebnis 2: 1. Das Bild zeigt die stolze Mannschaft und ihre Gründer (jeweils von links nach rechts). In der obersten Reihe: Lorenz Schmitz, Franz Weber, Fritz und Josef Reinartz, Michael Sternmler und Jakob Stratmann. Mittlere Reihe: Hubert Steinheuer, Ewald Krall und Johann Merschheim. In der unteren Reihe nahmen Reinhold und Willi Reinartz den Torwart Jakob Merschheim in ihre Mitte.

51. Die geschichtliche Bedeutung Keldenichs kann weder durch eine Burg noch durch einen Klosterbau begründet werden. Alleine die Straßen des alten Ortes geben ihm das Schwergewicht, das er bereits zur römischen Zeit hatte. In 'Caldeniacum' - wie der römische Ortsname lautete - kreuzten sich die Römerstraßen, die einmal von Wesseling nach Trier verlief und zum anderen der Straßenzug, der durch eine Furche der alten Rheinstromrinne von Godesberg über Brühl nach Köln zielte, Unsere Korrespondenzkarte von 1904 zeigt die Pfarrkirche St. Andreas, die auf dem Platz ihrer Vorgängerin, aus dem Dreißigjährigen Krieg, 1888 erbaut wurde und das um diese Zeit neuerstellte mehrklassige Schulhaus.

Gruß aus Keld nich

52. Nur zwölf Häuser zählte der Ort Keldenich Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Historie des Ortes spiegelt sich hauptsächlich in der Geschichte seiner Höfe wieder. Man kann sich vorstellen, daß Keldenich in frühen Jahren die Struktur eines Weiler, einer Höfeansiedlung hatte, dessen Dorfachse parallel zum alten Rheinstrom, etwa in Richtung der heutigen Eichholzer Straße, verlief. Im 18. Jahrhundert lagen die Höfe, einschließlich des alten Schwingeler Hofes, fast alle an dieser Strecke. Bei dieser Betrachtung müssen lediglich der Maarhof und der Dikopshof ausgeschlossen werden.

53. Der alte Zehnthof von Keldenich, der seit 1865 im Besitz der Familie Klein war, mußte noch vor dem Ersten Weltkrieg der größeren Hofanlage weichen, wie sie hier im Bilde gezeigt wird und wie sie heute noch an der Unterdorfstraße besteht. Zur Zeit des Kurstaates wurde auf dem alten Hof der Weinzehnt abgeliefert, denn Keldenich gehörte damals noch zu dem Weinbaugebiet, das bis über Köln hinaus reichte. Der letzte Weingarten gehörte zum Jahnshof, er wurde erst 1918 geschlossen. über die Qualität des hier gekelterten Tropfens ist allerdings der Nachwelt kein Urteil erhalten.

54. Wahrscheinlich hatte das Stift der Zisterzienserinnen aus Düsseldorf-Gerresheim bereits schon im Jahre 922 in Keldenich Landbesitz. Bis heute ist allerdings nur ein Teil jenes Wohnhauses erhalten geblieben, welches auf diese alte Gründung zurückgeht. Das Hofgebäude stand nachweislich, wie Urnen und Münzfunde bewiesen, auf römischem Kultboden. Unser Bild zeigt die alte Zahlstelle des Stiftes, die ehemals an der Ecke Schulstraße am alten Schulhaus anschloß.

55. Ursprünglich stand der Jabacherhof an der Straße, die von Bonn nach Brühl führte, der heutigen Eichholzer Straße. Durch Überschwemmungen und starken Eisgang wurde das Gehöft 1784 so stark beschadigt, daß man es vier Jahre später etwa 100 Meter nördlich wieder aufbaute. Nach dem Tode seines Besitzers, des Kanonikus J .M. Debors, erwarb Johann Melchior Schwingeler aus Virnich das Gehöft, das dann über Generationen in dem Besitz der Familie Schwingeler blieb, bis die Stadt Wesseling den Hof 1981 erwarb. Unser Bild zeigt das Herrenhaus des Hofes, wie es heute noch besteht.

56. Die Lage des Oberkeldenicher Hofes, heute Dikopshof, zwischen den alten Siedlungen Keldenich und Sechtem, läßt vermuten, daß der zur 'Herrlichkeit Keldenich' gehörende Hof eine 'Allmende', ein freier Hof, gewesen sein muß, dessen Existenz zumindestens aus dem 12. Jahrhundert abzuleiten ist, In einer Urkunde aus dem Jahre 1213 stimmt Äbtissin Margaretha von Walberberg zu, daß eine 'Hufe' Land hiervon der Kölner Kirche St. Severin übereignet wird. Seit 1904 untersteht das Gut der Preußischen Domäneverwaltung. Heute ist der Dikopshof ein Versuchsgut der Universität Bonn,

57. Wegkreuze und Bilderstöcke markieren teilweise heute noch im gesamten Ort Frömmigkeit und Votivglauben vergangener Zeiten. Davon zeugt auch das Steinkreuz, welches in der Nähe des Eichholzer Hofes stand. Die Halfen des Dikopshofes ließen es zum Andenken ihres Sohnes errichten mit der Inschrift: 'A 1762 den 16 Mey ist der Ehrsamer Junggesell Johannes Bohnen seines Alters 29 Jahr eines jammerlichen Dots gestorben R.J.P.' Was geschah damals? Der kurfürstliche Jäger verfolgte am Entenfang einen Wilddieb, der im Eichholzer Hof Schutz suchte. Als der Wilddieb im guten Glauben auf Rettung am frühen Morgen seine Zuflucht verließ, streckte ihn die Kugel des wartenden Jägers nieder.

58. Der 'Meechelshof' muß bereits im 9. Jahrhundert im Besitz des Kölner Stiftes St. Ursula gewesen sein. Die ersten Berichte lassen erkennen, daß vor rund 1 000 Jahren das Kloster Dietkirchen in Bonn die Grundherrschaft über Urfeld und den Hof 'Zum Eichholz' ausübte. Der Name bezog sich auf die umliegenden weitläufigen Eichenwaldungen. Die bewegte Geschichte des Hofes, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1663 wieder aufgebaut wurde, schließlich 1822 durch Brandstiftung abermals ein Raub der Flammen wurde und nach seinem erneuten Aufbau von Carl von Joest 1889 durch Hinzufügung eines Turmes den schloßartigen Charakter erhielt, vollendet sich heute als 'politische Akademie', deren guter Ruf das Gebäude über die Ortsgrenzen hinweg bekannt macht.

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