Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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59. Funde von Urnen, im Volksmund 'Hededöppe' genannt, beweisen immer wieder, daß über 3500 Jahren die alte Fährstelle am Rhein: Urvare, heute Urfeld, von 'Urnenfelderleuten' besiedelt gewesen sein muß. Spätere römische Spuren lassen die strategische Wichtigkeit erahnen, die dieser Ort in früherer Zeit gehabt hatte. Der Ortsname wandelte seine Schreibart von Urvare zu Orvare, Orvel und Urvel, wie heute noch eingeweihte sagen. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich das etwas mißverständliche 'Urfeld' durch.

60. Ein ungewöhnliches Bild von 1905 - weit und breit kein Haus, nur freies Feld. Für sich alleine stand der 'neuerstellte' Bahnhof 'Urfeld', - der am Rhein gelegene Ort war damals noch etwa zwei Kilometer entfernt. Aber man erwartete bereits einen regen Zustrom zum Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die mit der Bahn zur nahen Stadt gebracht werden sollten, Das sogenannte Marktschiff, das bisher diese Aufgabe übernommen hatte, stellte zu dieser Zeit bereits seine Fahrt auf dem Rhein ein. Allerdings erwies es sich als Fehlkalkulation, die Urfelder Bauern spannten nämlich ihre Pferde ein und schafften die Erzeugnisse lange Zeit selber zum Markt.

61. Urfelds Wahrzeichen, der Wasserturm an der Geleisstrecke zwischen Köln und Bonn, mußte zu seinem 75jährigen Geburtstag fallen, weil die Unterhaltung des Veteranen dem Wasserbeschaffungsamt zu kostspielig wurde. Dabei handelten die Erbauer weitsichtig, als sie 1907 den Wasserspeicher auf ein überdimensionales unterirdisches Wasserreservoir setzten, dessen Ursprung in der Eifel zu finden ist. So versorgte Jahrzehnte hindurch der 'Wasserkopf' des Turmes die Bewohner bis nach Hersel hin mit 'Quellwasser',

62. In der Neujahrsnacht 1926 brach das Hochwasser den Rheindamm bei Urfeld. Das Wasser überschwemmte einen großen Teil des Ortes, Unser Bild, das in den ersten Januartagen aufgenommen wurde, zeigt die Rheinstraße in Höhe des Hauses des damallgen Ortsvorstehers Schmitz. Hier hatte man noch einen provisorischen Erdwall angeschüttet, der die überflutenden Wassennassen aufhalten sollte. Gottdank kam es nicht so weit! An der Wirtschaft Schmitz, heute 'em Hüttche', blieb das Wasser stehen und ging allmählich zurück,

63. Vier öffentliche 'Pütze', wie hier im Bild gezeigt, - am Domhof, an Pastors Garten, Ecke Rheinstraße und Kirchstraße und am Schmitze Gäßchen - versorgten vor dem Bau des Wasserturmes, um die Jahrhundertwende, die Bewohner Urfelds mit dem lebensnotwendigen Element ·Wasser'. Allerdings besaßen auch die meisten Höfe ihre eigen-én Brunnen, die das Grundwasser aufnahmen, das vom Rheinfluß gespeist wurde. Dazu sollte man hier bemerken, daß das Rheinwasser zu dieser Zeit sicherlicher sauberer war!

64. Das Gebäude der Gaststatte 'Rheinterrasse' soll auf das 14. Jahrhundert zurückgehen. Es sei ein alter Rittersitz, der 'Pannenhof", dessen Name auf das ungewöhnliche Ziegeldach zurückging. Leider ist man heute auf Vermutungen angewiesen, obwohl 1432 ein Hof des Godart von Haxlar genannt wird, der mit dem 'Pannenhof' identisch sein muß. Nach der Veräußerung des Hofes in der französischen Zeit wurde der Gasthof eingerichtet. Das Foto aus der Jahrhundertwende zeigt die damalige Gastwirtschaft unter der Leitung von Josef Wirtz.

65. Die patriotische Begeisterung nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870-1871) ließ allen Ortes die 'vaterländischen Kriegervereine' aufblühen. In Urfeld war es nicht anders. Hier ein Bild des 40jährigen Stiftungsfestes beim 'Mönnes', dem Gastwirt Josef Wirtz, wo man sich auf der 'Rheinterrasse' dem Fotografen zum Gruppenbild stellte. In der Bildmitte, neben der Ehrenjungfrau Lisa Rübhausen, sitzt Vorsitzender Matthes Haas, umrahmt von den Beisitzern (linke Bildseite) Schornsteinfeger Lütschwagl, Dachdecker Schink, Gastwirt Theo Engels und Landwirt Pfeiffer. Rechte Seite:

Landwirt Gräf, Landwirt Esch, Schneidermeister Schlup, Rheinfischer Kirchhardt und Bäcker Johann Bursch.

66. Die heutige Residenz des schwedischen Botschafters trägt über dem Eingang zum Wirtschaftsgebäude noch das Wappen der Äbtissin Maria Theresia Philippine von Gymnich zu Gymnich. Sie leitete von 1728 bis 1755 das Stift Dietkirchen zu Bonn. Der Dietkirchener Hof oder auch neuer Fronhof muß bereits vor dem 17. Jahrhundert entstanden sein, bereits 1599 wird er mit 188 Morgen Acker und 4 Morgen Wein erwähnt. Unser Bild zeigt den Hof in einer Aufnahme von 1929.

67. Für 2400 Taler veräußerte man 1861 die alte Pfarrwohnung, damit ein neues Pfarrhaus in der Nähe der Kirche gebaut werden konnte, welches dort 'der Gefahr einer Überschwemmung weniger ausgesetzt war'. Das alte Bild gestattet uns einen Bliek auf das alte Pfarrhaus mit seinem romantischen Garten, wie es noch bis in die fünfziger Jahre Ecke der ehemaligen Pastorengasse (heutiger Weidenweg) bestand. Die Lage des alten Pastorates macht den gemeinsamen Ursprung und die Verbundenheit mit dem 'Dietkirchener Hof' deutlich.

68. Am 11. Juni 1911 wurde den 'Schwestern von der Hl. Elisabeth' aus dem Mutterhaus der Cellitinnen in Köln feierlich das neu erstellte 'Paulinenstift', neben der neun Jahre vorher eingerichteten Schule am Rhein, übergeben. Der Besitzer des Eichholzer Hofes Dr. von Joest stiftete das Haus großherzig der Gemeinde. Als verpflichtendes Ziel war neben der ambulanten Krankenpflege, die Kinderbewahrschule und der Handarbeitsunterricht für junge Mädchen vorgesehen. Hier eine Aufnahme des Kindergartens von 1931.

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