Wesseling in alten Ansichten

Wesseling in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Tüllmann
Gemeente
:   Wesseling
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2403-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Wesseling in alten Ansichten'

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69. Es ist wahrscheinlich, daß der Erzbischofvon Köln, Berthelmes, der sich nach den Hunneneinfällen um den zügigen Wiederaufbau seines stark verwüsteten Sprengels kümmerte, der Namenspatron von 'Bertelstorp' wurde. Eine spätere Urkunde von 1255 sagt aus, daß Graf Dietrich VI. von Kleve bei seiner Heirat mit Aleydis von Heinzberg, der Schwester des Erzbischofs, die Vogteien des Domstiftes mit allen auf der kölnischen Seite gelegenen Besitztümern erhielt. Dietrich wurde damit auch Lehnsherr des Ritters von Berzdorf. Unsere Grußkarte aus der Jahrhundertwende gibt uns unter anderem einen Bliek in die Hauptstraße der damaligen Zeit frei,

Pfarrkirche

70. In der Zeit der Christianisierung setzte man die neuen Kirchen oftmals auf Plätze alter heidnischer Kultstätten. Es ist anzunehmen, daß dies auch bei dem Bau des ersten Kirchleins von Berzdorf so geschah. Die Vorgängerin der heutigen Kirche stammte aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Diese stand etwas seitlich ab von der heutigen Kirche. Schließlich wurde 1856 die jetzige Kirche von den Bewohnern, unter sachkundiger Leitung, selbst gemauert und erstellt. Bei den Ausschachtungsarbeiten hierbei machte man eine Reihe wertvoller altertümlicher Funde.

71. Die alte Berzdorfer Mühle am Palmersdorfer Bach wich 1911 dem Erweiterungsbau des Walbroeler Hofes, wie er heute noch als Wohnhaus dient und wie er in unserer zeitgenössischen Aufnahme im Hintergrund zu erkennen ist. Die ersten Daten der alten Berzdorfer Mühle sind auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts festzulegen, Bereits 1554 wird in einem Bericht zur 'Herrlichkeit Berzdorf' der Plan einer Mühle angetragen.

72. Die Unwetterkatastrophe von 1901, bei der der Palmersdorfer Bach die tiefergelegenen kleinen Häuser - heute 'an den Benden' - überschwemmte, war Anlaß zur Gründung der Feuerwehrtruppe von Berzdorf. Das Bild von 1926 wurde anläßlich des 25jährigen Stiftungsfestes am Steigeturm aufgenommen. Dieser übungsturm war zuerst an der Hagenstraße aufgebaut. Später, 1924, wurde er an die Hauptstraße versetzt, wo er noch bis 1978 stand. In der Mitte des Bildes erkennt man Brandmeister PaulKuhl.

73. Bis 1952 diente das Wahrzeichen von Berzdorf als Wasserspeicher für Brühl und Umgebung, bis nach Meschenich hin. Die Erinnerung an den Tag seiner Einweihung, am 24. Juli 1894, verbindet sich mit einer Tragödie, bei der die Festgäste mit Entsetzen Zeugen wurden. Als der Dachdeckermeister Liertz zur Krönung seines Werkes die Wetterfahne aufsetzten wollte, stürzte er von der Turmspitze und riß seinen Gesellen mit in die Tiefe. Als technisches Denkmal soll heute der Wasserturm erhalten bleiben.

74. 'Kaufhaus' nannte sich nicht unbescheiden die Gemischtwarenhandlung der Brüder Mörriger an der Hauptstraße, gleich neben der Wirtschaft 'Zur Post'. Und wem etwas für den täglichen Gebrauch fehlte, wußte auch, daß er es dort finden konnte. Ob es Knöpfe waren, feine Seife, Kochtöpfe oder Schürzenstoff, im Kaufhaus Mörriger, wie es um die Jahrhundertwende bestand, war der Kunde König, notfalls auf Kredit. Das wurde um die Jahrhundertwende großgeschrieben!

Godorfer Burg

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75. Ursprünglich war es wohl ein freiadeliges Damenstift, wenn man der Urkunde von 1173 folgt, in der Erzbischof Philipp von Köln, jene von seinem Vorgänger Arnold Il. begründete und von dessen Schwester Hadewig vorgenommene Stiftung des Frauenklosters zu Schwarzrheindorf, unter seinen persönlichen Schutz stellte, 'frei von jeder Vogtei', Dazu wird unter dem Besitz der Stiftung ein Gut zu 'Gudegedorp' und 'Bertelsdorp' besonders genannt. Eine Burg im eigentlichen Sinne war die Godorfer Burg, wie sie im Bild gezeigt wird, nie und sie hatte auch nie etwas mit dem Rheindorf Godorf zu tun. Es ist wohl anzunehmen, daß die Godorfer Burg an einen Ort 'Gudedorp' erinnert, der im 17. Jahrhundert oder früher untergegangen ist.

Haus Entenfang

76. Vor der Erbauung des Jagdhauses Entenfang muß bereits an gleicher Stelle ein Hof aus dem 15. beziehungsweise 16. Jahrhundert gestanden haben, der wahrscheinlich St. Gereon in Köln zugeordnet werden kann. 1740 verpfändete jedenfalls Freiherr von Siegenhoven für 400 Reichstaler das Haus an den Kurfürsten Clemens August, der es als zugehöriges Pendant zu Schloß Falkenlust in seinen Jagdpark einbezog. Dem ursprünglich schrnucklosen zweigeschössigen Bau wurde um die Jahrhundertwende ein Turm und eine Freitreppe hinzugefügt, wie es das Bild zeigt, so daß man heute vom 'Schloß Entenfang' spricht.

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