Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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9. Diese Aufnahme aus dem Inneren der alten Kirche entstand kurz vor dem Teilabbruch im Jahre 1906. Die Durchgänge neben dem Hauptaltar, der Seitenaltar und die Kanzel sind nicht mehr vorhanden. Rechts befindet sich jetzt der Eingang, neben dem heute noch der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert steht, über dem Generationen Westerholter getauft wurden. Das Innere der Kirche ist, dank der Initiative des Grafen Egon von Westerholt, in einen würdigen Zustand versetzt worden. Das Chorgestühl schuf der bekannte hiesige Altmeister Budde.

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.> 10. Wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht, wurde wahrscheinlich Anno 1566 die Freiheitsschule in Westerholt gegründet. Es handelte sich offenbar um eine Pfarrschule, die von einem Schulvikar geleitet wurde. Die alte Schule lag am Maiplatz, der heutigen Gaststätte Reul gegenüber. Die immer größer werdende Schülerzahl erforderte den Bau einer mehrklassigen Schule, sie entstand 1891 an der Ecke Turrn-, Kolping- Schloßstraße. Das Schulgebäude, rechts im Bild, wurde 1959 abgebrochen und durch mehrere große Wohnhäuser ersetzt.

11. Bis 1849 war die Westerholter Schule einklassig. Danach wurde eine zweite Klasse und 1887 eine dritte Klasse, eine Mädchenklasse, eingerichtet. Unser Bild aus dem Jahre 1907 zeigt die Geburtsjahrgänge 1899, 1900 und 1901. Lehrerin war damals Fräulein Schäfers. Einige Westerholter Bürger werden sich sicher auf dem Foto noch wiedererkennen. So sehen wir zum Beispiel in der unteren Reihe als vierter von rechts den bekarmten Heimatfreund und Zimmerermeister Johannes Spiekerrnann als Erstklässler.

12. Dieses ist eines der ältesten Klassenfotos der Martinischule. Es wurde im Jahre 1899 aufgenommen. Die Westerholter Schule war früher eine Vikariatsschule. Der Johannesvikar war zugleich Lehrer der Oberklasse. 1878 wurde als Folge des Kulturkampfes die Schulvikarie aufgehoben. Letzter Schulvikar war Franz Fiehe, der noch bis 1884 in Westerholt als Kaplan wirkte. Der Lehrer auf dem Foto hieß Bernhard Sühling. Er unterrichtete die Kinder von 1899 bis 1906. Für ihn kamen dann die Lehrer Johann Evertz und August Möcklinghoff.

13. Im Jahre 1914 drückten diese Mädchen bei Fräulein Mathilde Stedtfeldt die Schulbank der Martinischule. Fast selbstverständlich waren zu dieser Zeit schon Schulausf1üge. Zu Fuß ging es, natürlich mit Gesang, durch die 'Baut' nach Erlemann in Buer-Bülse, Besouders verloekend war dort immer das Kahnfahren. Es kostete seinerzeit fünf Pfennige, genau wie der Preis für eine 'Knickelf1asche' voll Limonade. Auf dem Rückweg war jeder stolz darauf, dabei gewesen zu sein in dem Bewußtsein, ein einmaliges Erlebnis hinter sich zu haben. Und heute?

14. Durch dieses alte Torgebäude, im Volksmund 'Schürrnanns-Puorte' genannt, zogen früher die Kaufund Fuhrleute mit ihren Gespannen. Im Jahre 1922 beschloß der Gemeinderat, von den vier Fachwerkfeldern des Hauses zwei wegzunehmen, um so die Durchfahrt zu vergrößern, Lange Jahre bildete das Tor am Westerholter Schloß den Gegenstand eifriger Debatten. Historiker und Heimatfreunde standen mit ihren Ansichten im Gegensatz zu verkehrspolitischen Gesichtspunkten. Das Torhaus steht heute unter Denkmalschutz. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1910.

15. Wenn man 1926 durch die 'Puate' kam, ging der Bliek der Besucher am alten Zaun entlang bis zum Maiplatz. Dieser Platz vor der alten Kirche war in früheren Zeiten Spiel- und auch Kirmesplatz. Unter der Linde trafen sich die Dorfbewohner zum Schwatz am Feierabend. 1929 wurde der alte Holzzaun durch eine Bruchsteinmauer mit Eisengitter ersetzt. Nördlich, zum 'Kühl' hin, standen die Wohnhäuser von Viktor Kemper und Franz Köller, die beide vom Grafen gekauft und abgerissen wurden. Das große Haus rechts im Bild beherbergte jahrelang das Kaufhaus Nolde, später Holthaus.

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16. Nur wenige Straßen und Gassen in Westerholt hatten in früherer Zeit besondere Namen. Die heutige Schloßstraße war die Hauptstraße. Sie hieß nach größeren Vorbildern Hochstraße und führte von der Freiheitspforte (1873 leider beseitigt) zur Burgpforte. Unser Bild aus dem Jahre 1900 zeigt noch Häuser, die längst der Spitzhacke zum Opfer fielen. Hühner, die über holpriges Kopfsteinpflaster frei herumlaufen, sind heute auch nicht mehr denkbar. Das Haus links im Vordergrund wurde 1912 von der katholischen Kirchengemeinde an den Milchhändler Anton Jansen für 300 Mark zum Abbruch verkauft.

17. Das nördliche Stadttor von Westerholt war das Recklinghäuser Freiheitstor. Es wurde von den Dorfbewohnern 'Havermannspuate' genannt, denn das Gebäude wurde vom Nachtwächter Havermann mit seiner Familie bewohnt. Er hatte seine Wohnung in der westlichen Hälfte des Nordtores, über das die politische Gemeinde verfügte, Die andere Hälfte der Pforte gehörte der Schulgemeinde, die vor dem Tor den Schulgarten unterhielt. Unser Bild zeigt rechts Johann Havermann, den Sohn des letzten Nachtwächters, und neben ihm Johann Mittler im Jahre 1925.

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GruB aus Westerholt

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18. Die 'Allmende', auch 'Gemeinheit' genannt, war für die Viehzucht der Westerholter Bürger von große Bedeutung. Getrennt wurden die Kühe in die Branderheide und die Schweine in die Storcksmähr getrieben. Die Industriestraße, heute Langenbochumer Straße, gehörte zum zuletzt genarmten Weidegebiet. 1915 stellten sich vor 'Montabons Garten' die Kinder der Anwohner dem Fotografen. Als Zweiter von links mit dem Hütchen auf dem Kopf ist Josef Strunck zu erkennen, der seit über 50 lahren in Brasilien als Franziskanerpater in der Mission tätig ist. Die Gärten und Häuser der linken Bildhälfte sind heute nicht mehr verhanden.

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