Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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19. Die Hertener Straße, an der auch die im Jahre 1982 abgebrochene Gaststatte Eppmann lag, hieß zum Zeitpunkt der Aufnahme im Jahre 1929 noch Kurfürstenstraße. Das Haus war eines der beiden ersten Gebäude, die außerhalb der Gräften gebaut wurden. In dem Anbau rechts im Bild befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine Kartonagenfabrik. Heute könnte man nicht mehr so gemütlich vor der Gaststatte sein 'Bierchen' trinken, die Autoabgase der stark befahrenen Straße würden den Genuß vermiesen.

20. Das 1875 gebaute Gasthaus Rätz wurde Ende 1980 abgebrochen. Das bedeutete den Beginn der Umgestaltung der Westerholter Stadtmitte, zu der auch eine Neugestaltung der Kreuzung Hertener Straße/Storcksmährstraße gehört. Als Westerholt 1939 zur Stadt erhoben wurde, gestattete der Gemeinderat der Familie Rätz ihr Gasthaus 'Stadtschenke' zu nennen. Carl Rätz, 1954 gestorben, war eine bekannte Persönlichkeit, Er übte lange Jahre das Amt des Gerneindevorstehers aus und erhielt für seine mehr als 50jährige Tätigkeit in der kirchlichen Gemeindevertretung den päpstlichen Orden 'pro ecclesia et pontifice'.

21. So sah die Gaststätte Rätz um 1930 von innen aus. Pächter war damals Hugo Bredenbrock. Aus dieser Zeit ist noch der Spruch bekannt: 'Laot us bi Bree (Bredenbrock) eenen drinken'. Von 1937 bis 1949 führte Hermann Rätz das Gasthaus. Von 1949 an wurde das Haus an Heinrich Ellinghaus verpachtet, der die Gaststätte bis zum Abbruch im Jahre 1980 bewirtschaftete. Am vorderen Deckenbalken ist zu lesen: 'Wer unser Bier nicht süffig find, ist auf der Zunge farbenblind'.

22. Im Jahre 1980 wurden die ersten Häuser im Neubaugebiet 'Ellinghaus-Hof" bezogen. Nur wenige ältere Mitbürger wissen heute noch, daß in diesem Gebiet, von 1872 bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges, einmal ein gutgehendes Unternehmen, eine Ziegelei stand. Die Voraussetzungen für die Errichtung des Betriebes waren damals gut. Unter dem Mutterboden befand sich eine starke, mehrere Meter tiefe Lehmschicht. Die Ringofenanlage im Hintergrund unseres Bildes wurde im Jahre 1875 gebaut.

23. Im Jahre 1908 wurde in der Ebbelicher Ziegelei der Millionste Stein hergestellt. Die Ziegier und Maurer kamen zum größten Teil aus dem Fürstentum Waldeck. Es waren äußerst fleißige und begnügsame Leute, die sehr einfach lebten. Als Wohnung diente ihnen in den ersten Jahren ein Schuppen mit blankem Lehmboden. Aufgeschichtetes Stroh benutzten sie als Bettstelle, der offene Herd war zugleich Heizung. Später entstand das Arbeiterwohnhaus. Von April bis Oktober wurde gearbeitet solange das Tageslicht reichte. Im Hochsommer also von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends.

24. Dieses Bild zeigt Westerholt zwischen Ostwall, Erlenstraße und Hertener Straße. Die Kleingartenanlage 'Mühlenkamp', in der fast jeder Dorfbewohner sein 'Fäßchen' Land bearbeitete, ist jetzt mit schönen Einfamilienhäusern bebaut. In der Bildmitte sind die Anfänge der Bauarbeiten zur Straße nach Resse zu sehen. Vorne rechts steht heute eine Tankstelle. Das Foto wurde vom Turm der Brauerei Hackert aus aufgenommen, es stammt aus dem Jahre 1927. Deutlich ist zu erkennen, daß Westerholt eine Stadt im Grünen ist.

25. Ein weiterer Bliek vom Turm der Brauerei Hackert gegen Norden zeigt uns noch viel Freifläche, die heute vollständig bebaut ist. Ein ganzes Stadtviertel ist hier inzwischen entstanden. Der Ausbau der Breitestraße ist in der Mitte des Bildes zu sehen, auch hier standen noch keine Häuser. Das helle Band im Vordergrund des Fotos zeigt die Hertener Straße. Die Brauerei Hackert wurde 1972 abgerissen, sie war bis zu diesern Zeitpunkt eines der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen in Westerholt,

26. Mit diesem Foto von 1927 wird ein anderer Teil Westerholts vorgestellt, der sich im Laufe der Jahre wesentlich verändert hat. Die Fläche rechts im Bild ist inzwischen vollständig zugebaut worden. Hier entstanden die Breitestraße, die Brinkstraße und die Straße Hinter den Gärten. Ein großer Platz, mit Asche befestigt, ist an die Stelle der Gärten links im Bild getreten. Alljährlich finden nun hier die Westerholter Mai- und Herbstkirmessen statt. Die Fördertürme der Zeche Westerholt sind durch einen riesigen Betonklotz ersetzt worden, der nun ein Erkennungszeichen unserer Stadt ist.

27. Als in den zwanziger Jahren die Straßenbahnlinie von Westerholt nach Herten gebaut wurde, mußte das alte 'Ellinghaus Kreuz' vom früheren Standort an die Einfahrt zum Hof verlegt werden. Im Dezember 1928 herrschte große Empörung im Orte: Unbekannte hatten den Christuskörper zur Nachtzeit beschadigt und ihm einen Arm abgeschlagen (unser Bild). Seinerzeit spendeten am gleichen Tage noch 40 Gleichgesinnte je fünf Mark zur Ergreifung des Täters, dieser wurde jedoch nie gefaßt. Der Hof Ellinghaus, wohl das älteste Gut in Westerholt, besteht heute nicht mehr.

Westerholt

Pfarrkirche

28. Die Westerholter Pfarrkirche, im neuromanischen Stil erbaut und 1903 fertiggestellt, ist dem heiligen Martinus geweiht. Ihr vorgelagert war der alte Kirchhof, auf dem 1980 das neue Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde erbaut wurde. Die Kirche steht mit ihrer Nordseite auf der alten Gräfte, die in früheren Zeiten rund um den Ort führte. Im Bereich des alten Friedhofes, der Wetterwiese, wurde Anno 1706 Anna Spiekerrnann als 'Hexe' verbrannt. Sie ging als 'Hexenänneken' in die Geschichte Westerholts ein. Die Postkarte wurde 1925 gedruckt.

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