Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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29. Nach 22 Jahren 'Wetterdienst' in luftiger Höhe brachte man im Mai 1926 den Kirchturmhahn der St.-Martinuskirche von der Turrnspitze herunter. Nachdem er ein neues, goldfarbenes Kleid erhalten natte, wurde der überholte Vogel - gut geölt - durch Edmund Köhler, dem Gehilfen des Dachdeckers Hellrung, wieder auf seinen Platz gesetzt. Erst 1977 erhielt der Kirchturrn unter Zuhilfenahme eines 140 t-Kranes einen neuen Hahn, nachdem der Sturrn den Schwanz des 'Kikeriki' in die Tiefe gerissen hatte. Zusamrnengelötet kann man das gute Stück heute im Heimatkabinett besichtigen, wo auch noch der Kirchturmhahn der alten Kirche aus dem Jahre 1595 zu sehen ist.

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IJ Kirche

Inneres der Kirche

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Gruß au WESTERHOLT

30. Im Jahre 1914 hatte die St.-Martinus-Pfarrkirche noch ihren ersten Anstrich. Auch Hochaltar und Kanzel waren zu dieser Zeit Provisorien. Die Ausmalung der Kirche erfolgte in den Jahren 1928-1930 durch Prof. Bernhard Gauer, Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie und Schüler von Fritz Schaper (l841-1919). In Westerholt wurde viel mit Komplementärfarben gearbeitet, eine Besonderheit der Düsseldorfer Kunstschule. Das Zusammenspiel der starken Farben ist bis in die figürlichen Darstellungen hinein gut gelungen. Die Malereien des Gotteshauses wurden 1978 durch den Essener Kirchenmaler und Restaurator Dieter Berchem vollständig saniert und wiederhergestellt.

31. In einer Versammlung in der Wirtschaft Boekelkamp wurde am 25. Oktober 1888 unter Pfarrer Mensinck der katholische Kirchenchor mit dem Namen 'Cäcilienverein' ins Leben gerufen. Dirigent des Chores wurde der damalige Organist Wilhelm Schnitzler, im Bild vorne rechts sitzend. Wilhelm SchnitzIer spielte die Orgel in Westerholt an Alt- und Neu- St. Martinus 64 Jahre lang. Er stand also ein Menschenleben im Dienste der 'musica sacra', An Festtagen und besonderen Anlässen können sich die Kirchenbesucher auch heute noch vom Können des Kirchenchores überzeugen.

32. Dieses Bild des katholischen Gesellenvereins stammt aus dem Jahre 1895. Über die Gründung des Vereins weiß die Chronik folgendes zu berichten: Am Feste Maria Geburt (8. Sept. 1873) wurde nach langem Hin und Her, Für und wider, der katholische Gesellenverein gegründet. Eine stille Gemeinschaft von gutgesitteten Handwerksmeistern und Sohnen sind als Gründer des Vereins anzusehen. Erster Präses war der zeitige Schulvikar Fiehe. Das Vereinslokal wurde bei Wirt Bockeikamps Max eingerichtet. Die Kolpingsfamilie, so nennt sich der Gesellenverein heute, praktiziert seit über 100 Jahren durch regelmäßige Bildungsarbeit in vielen Bereichen christliche Verantwortung.

33. Das erste Schützenfest des katholischen Gesellenvereins feierte man am 26. August 1929. Außer den Handwerksgesellen und Handwerksmeistern haben auch viele Burger an dem gut gelungenen Fest teilgenommen. Das Vogelschießen fand statt im großen Saale des katholischen Gesellenhauses. Den Königsschuß tat Küster Wilhelm Spohr, Er erwählte sich zur Königin Fräulein Gertrud Schlechter. Der Präses des Vereins, Kaplan Böing (Bildmitte), hatte die Wege geebnet und die Veranstaltung mit großer Umsicht geleitet. Die Königskette ist heute noch vorhanden, sie wird jährlich dem neuen König der Kolpingsfami1ie verliehen.

34. Für katholische Christen sind Prozessionen öffentliche Glaubensbekenntnisse. Die Westerholter Fronleichnamsprozession, das Bild zeigt die aus diesem Anlaß geschmückte Elisabethstraße im Jahre 1917, führte, von der Pfarrkirche ausgehend, durch die Straßen der Stadt. Im Norden, an der Elisabethschule, befand sich der dritte Segensaltar. In echt nachbarschaftlicher Hilfe werden am Vortage der Prozessionen die Straßen durch die Bewohner mit Flaggen, Blumen und Birkengrün geschmückt. Heute geht diese Prozession von einem jährlich wechselnden Stadtviertel aus zur St-Martinus-Kirche.

35. Ein weiteres Foto wurde am Fronleichnamstag 1917 an der Industriestraße gemacht. Dieser Straßenzug hat heute ein völlig anderes Gesicht. Zwei Sonntage nach Fronleichnam zieht die große Feldprozession zum Waldkapellehen im 'Linnefant', das bereits auf Buerschem Gebiet liegt. Die an sich merkwürdige Tatsache, daß das Ziel der Westerholter Bittprozession auf Buerschem Pfarrgebiet liegt hatte ihr Gegenstück darin, daß die Buersche Feldprozession durch die Westerholter Pfarrkirche zog, wo auch der Segen gespendet wurde. 1829 hörte dieser Brauch auf.

36. In den dreißiger Jahren sah unsere Bahnhofstraße, die Hauptgeschäftsstraße und wichtigste Verkehrsader Westerholts, so aus, 1924 wurde die Straßenbahnlinie nach Buer eröffnet, die Schienen lagen noch bis zirka 1950. Die Brücke, im Zweiten Weltkrieg gesprengt und nachher wieder aufgebaut, ist auch heute noch ein Verkehrshindernis, ein Nadeloer. Im Jahre 1903, in diesem Jahr wurde die Hamrn-Osterfelder Eisenbahnstrecke gebaut, ahnten die Verantwortlichen natürlich noch nichts von dem enormen Verkehrsaufkommen einige Jahrzehnte spater. Zur Zeit suchen die Politiker nach Lösungen, die Bahnhofstraße verkehrsmäßig zu entlasten.

Westerholt

Totalans.cht

37. Dieses Bild aus dem Jahre 1914 entstand zu einer Zeit, als sich Westerholt bevölkerungsmäßig geradezu stürmisch entwiekelt hatte. 1895 zählte man in unserer Stadt erst 1 196 Einwohner, im Jahre 1905 waren es bereits 2 135 Einwohner: in einem Jahrzehnt war die Bevölkerung also auf die doppelte Größe angewachsen. 1915 hörte das Wachstum zunächst auf (6 512 Einwohner), um nach dem Zweiten Weltkrieg wieder stetig anzusteigen (1950 = 9600 Einwohner). Mit der Bevölkerungsexplosion verbunden war eine Veränderung des Landschaftsbildes durch den Bau der notwendig gewordenen Wohnhäuser.

38. Ältestes Bilddokument der evangelischen Kirchengemeinde Westerholts ist dieses Foto aus dem Jahre 1916. Die Kantinenbaracke in der Nähe der Zeche war von 1914 bis 1918 Kirchlokal. Danach wurden die Gottesdienste bis 1934 in einer Holzkirche gefeiert, die auf dem Grundstück der Christuskirche stand. Die evangelische Kirchengemeinde war 1906 gegründet worden und gehörte bis 1913 zum Bezirk Resse. Sie ist seit dem 1. April 1918 selbständige Gemeinde. Als die ersten Pastöre sind zu nennen: Pfarrer Rosenberg vom 1. Oktober 1913 bis 31. Dezember 1927 und Pfarrer Barlen vom 1. März 1928 bis 1. Mai 1968.

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