Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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Westerholt i. W.

Geschwisterstr.

39. Über die Geschwisterstraße gehen oder fahren heute noch viele Westerholter, um zur Zeche an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Die Häuser der Straße sind seinerzeit für die Angestellten der Schachtanlage gebaut worden. Im Volksmund nennt man diesen Straßenzug 'Beamtensiedlung', Ihren Namen hat die Geschwisterstraße von den drei Geschwistern Huge, die hier zuerst siedelten. Die Verkehrsführung wurde inzwischen geändert, es besteht nur noch eine Einmündung in die Egonstraße. Auf einer Grünfläche errichtete die katholische Kirchengemeinde vor wenigen Jahren ein Holzkreuz, um die Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung zu dokumentieren. Die Postkarte stammt aus den zwanziger Jahren.

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40. Im Jahre 1905 zählte Westerholt, infolge des Vordringens des Bergbaus in den Nachbargemeinden, schon etwa 2 000 Seelen. Nachdem 1907 die Doppelschachtanlage Westerholt abgeteuft wurde, stiegen die Einwohnerzahlen stetig an. 1912 zählte man bereits 6 500 Einwohner. Neben der Bewirtschaftung des Ackerlandes mußte in früheren Zeiten irgendein Gewerbe zum Lebensunterhalt beitragen: zumeist war es ein Handwerk. In den ersten Jahren des Bergbaus mußten die Westerholter stundenweite Wege in Kauf nehmen, um ihre neuen Arbeitsplätze zu erreichen.

41. Mit der Schachtanlage Westerholt verbunden war eine Kokerei und eine Ringofenziegelei, die Anfang der sechziger Jahre stillgelegt wurden. Der Wasserturm - links im Bild - verschwand schon Ende der fünfziger Jahre. Interessant ist zu wissen, daß die ersten Kohlenbohrungen auf Westerholter Gebiet schon in den Jahren nach dem deutsch-französischen Krieg vorgenommen wurden und zwar auf Veranlassung des Grafen von Westerholt. Der Graf dachte zwar nicht daran, eine Schachtanlage anzulegen: er wollte vielmehr vorbeugen, um die Industrie nicht in seinen Besitz eindringen zu lassen.

42. Sportbegeistert waren die Westerholter schon immer. Bekannt war der Fußballverein 'DKJ Adler', Zu den großen Erfolgen dieses Vereins gehörten auch die Spiele gegen den deutschen Meister 'Sparta Niirnberg' im Jahre 1930 (unser Bild), die mit den Resultaten 7:5 für Nürnberg und im zweiten Spiel 9: 1 für Adler Westerholt endeten. Die Wirren der Zeit und die Folgen des Krieges waren Veranlassung, daß sich nach mehreren Verhandlungen alle Sporttreibenden in Westerholt zum jetzigen 'SV 14/19' zusamrnenschlossen. Die Handballabteilung erzielte in den fünfziger Jahren große Erfolge. Höhepunkt war die Erringung der deutschen Vizerneisterschaft im Hallenhandball im Jahre 1958.

43. Vorläufer der Schwerathleten des 'Sportvereins 14/19' waren die starken Männer des Turnvereins 'Grüne Eiche' Westerholt (unser Bild). Mitglieder der drei ehemaligen Turn- und Sportvereine kamen 1945 zusammen, um nach dem Chaos des Zweiten Weltkrieges wieder einen Turnverein zu gründen. Man beschloß, die alten Traditionsnamen fallen zu lassen und dem neuen Verein den Namen 'Turnund Sportgemeinschaft Westerholt-Bertlich' zu geben. Als einziges Syrnbol der alten Vereine ist nur noch die Fahnenspitze des Turnerbundes 'Grüne Eiche' erhalten geblieben.

44. Ältester Verein in Westerholt ist die Bürgeschützengilde von 1583. Sie entstand aus der Wachtmannschaft des Burghauses, die in den Nöten, Kampfen und Unruhen der damaligen Zeit den Sicherheitsdienst stellte. Nach dem Ersten Weltkrieg erstarb das Leben der Gilde für einige Zeit, bis sie 1936 wieder ins Leben gerufen wurde. Schon 1937 gab es ein großes Schützenfest. Unser Bild zeigt den Oberstleutnant Johannes Oelmann mit seinem Adjudanten Engelbert Verstege. Verstege war maßgeblich an der Neuformierung des Vereins beteiligt gewesen.

45. In Westerholt hat sich am 15. Febrnar 1891 ein Verein gebildet, welcher die Bezeichnung Krieger- und Landwehrverein zu Westerholt - fiihrt. So ist es nachzulesen in den ersten Statuten. Dem Vorstand gehörten damals an: Heinrich Capelle als 1. Vorsitzender, Hermann Bredenbrock als Oberst, Wilhelm Strunk als Hauptmann, Carl Rätz jr. als Schriftführer und Franz Bürmann, Heinrich Wellmann und Hermann Strunk als Beisitzer. Zweck des Vereins war neben der Pflege des kameradschaftlichen Geistes die 'Pflege, Bethätigung und Stärkung der Liebe und Treue für Kaiser und Reich', Heute besteht der Krieger- und Landwehrverein nicht mehr.

46. Kegeln war schon im Mittelalter ein sehr beliebtes und verbreitetes Gesellschaftsspiel, Auch in Westerholt finden sich immer wieder Gleichgesinnte, um sportlich zu kegeln oder um gemütlich eine 'ruhige Kugel' zu schieben. Einer der ältesten Kegelklubs war der Verein 'Alles wackelt'. Auf unserem Bild aus dem Jahre 1930 sind unter anderen zu sehen: Heinrich Mihsler, Wilhelm Beckmann, Hermann Gerner, Kar! von Vörden und Heinrich Dammann. Das Foto entstand bei einer Rhein-, Ahr- und Eifeltour, von der die Kegelbrüder noch jahrelang sprachen.

47. Aus dem Gründungsprotokoll des Männerquartetts 1926 Westerholt: Es war der 23. September 1926, als sicn im Lokale Wilhelm Schnitzler die Herren Heinrich Schütz, Heinrich Löken, Hans Bischof, Anton Seng und Hans Schnitzler trafen. um einen neuen Gesangverein zu gründen. 1927 konnte man zum ersten Male mit einem Konzert an die Öffentlichkeit treten. Im Jahre 1928, aus dem auch unser Bild stammt, erhielt der Dirigent des Vereins als Honorar 25 Mark monatlich als Entgeld zuzüglich vier Mark Spesen. Auch heute noch ist das Männerquartett ein wesentlicher Träger des kulturellen Geschehens in Westerholt.

48. Im Jahre 1926 schlossen sich der Knappen- und Arbeiterverein 'St. Antonius' und 'St. Martinus' zusammen (unser Bild). Die Arbeiter, die im Juli 1878 mit dem Schulvikar Franz Fiehe den katholischen Knappenverein gründeten, waren Bergleute. Dadurch, daß der Bergbau viele Menschen anzog, die hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen suchten, wuchs auch der Verein sehr schnell. Er hatte im Jahre 1926 bereits 400 Mitglieder. Aus der Gemeinschaft gründete sich 1927 eine eigene Musikkapelle, die sich in den folgenden Jahren zu einem weithin bekarmten Orchester heranbildete.

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