Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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49. Durch eine Initiative des Dachdeckermeisters Liederbach (achter von links) wurde am 4. Januar 1920 die freiwillige Sanitätskolonne vom Roten-Kreuz Westerholt-Bertlich gegründet. Der erste DRK-Arzt war Dr. Brinkmann. Auf unserem Bild aus dem Gründungsjahr ist als zweiter von links Graf Egon von Westerholt zu sehen, der 1923 verstarb. Neben ihm steht der damalige Amtmann Bender. Auch heute noch übt die Gemeinschaft mannigfache Tätigkeiten aus wie zum Beispiel die Durchführung der Blutspendetermine in Westerholt, weiter die l.-Hilfe-Bereitschaft bei Festen, Sportveranstaltungen und Umzügen.

50. Am 27. August 1808 brach im Hause des Faßbinders Klute genannt Brakmann in der Brandstraße 6 Feuer aus, das auch auf das Nachbarhaus des Christian Köller übergriff. Während des Brandes drehte sich der Wind. Durch Funkenflug fing auch das Wohngebäude der Johannesvikarie, Schloßstraße 18, Feuer. Alle drei Häuser brannten völlig ab. Im Jahre 1898 zerstörte ein weiterer Großbrand mehrere Wohnstätten auf der Nordseite der nach dieser Feuersbrunst benarmten Brandstraße. Das Haus NI. 6, unser Bild aus dem Jahre 1928 zeigt die Familie Gasmann, die auch heute noch Eigentümer des schönen Fachwerkbaues ist, fällt durch sein gepflegtes Äußeres auf.

51. Westerholt erhielt im Jahre 1912 ein selbständige Verwaltung, gleichzeitig wurde auch an eine größere Einsatzbereitschaft bei Feuersgefahr gedacht. Am 25. Juni 1912 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet und die Bürgerbrandwehr aufgelöst. Bereits im Jahre 1774 verfügte die Westerholter Wehr über eine Feuerlöschspritze, die noch bis zum Jahre 1920 (!) benutzt wurde. Das Bild entstand 1913 anläßlich eines Ausfluges der Feuerwehr zur Stadtmühle Haltern. Als Löschzug Westerho1t besteht die Westerholter Feuerwehr auch nach der kommunalen Neuordnung weiter.

52. Besitzer dieses Hauses, welches früher zwischen Jensch/UlImann und Müller stand, war die Westerholter Familie Lackmann, Es wurde bewohnt von Theodor Gosmann mit seiner Frau, der als Waldarbeiter beim Grafen von Westerholt beschäftigt war. Xaver Gosmann, links im Bild, arbeitete als Knecht auf dem Schloß und war für die Ställe verantwortlich. Das alte Fachwerkhaus Nordwa1l9 brannte 1929 bis auf die Grundmauern nieder. Unser Foto entstand im Jahre 1905. Heute stehen auf dem Gelände gegenüber dem Ehrenmal Stallgebäude,

53. Dreimal innerhalb von vier Jahrzehnten wurde Westerholt von furchtbaren Feuersbrünsten heimgesucht, Die Hälfte der Freiheit soll um 1581 ein Raub der Flammen geworden sein. Das zweite Brandunglück ereignete sich zehn Jahre später, das dritte wahrscheinlich Mitte 1618. Die Fachwerkhäuser, mit Stroh gedeckt, dicht aneinander gerückt und voll brennbarer Stoffe, boten immer wieder den Flammen reichliche Nahrung. Unser Bild zeigt die Löschversuche der Westerholter Feuerwehr 1929 beim Brand des Hauses Nordwall9.

54. Im Jahre 1808 brannte auch das Haus des Christian Köller, Brandstraße 4, nieder. Im Brandkataster vom 27. März 1794 war dieses Gebäude von den Schätzern Heinrich Klute und Mathias Ostrop mit 200 Reichstalern eingeschätzt worden. Die Beiträge für die vestische Brandversicherungsgesellschaft waren an den Landeseinnehmer abzuführen. Sie wurden anfangs nur recht widerwillig gezahlt. Das Foto des Hauses Brandstraße 4 wurde 1920 aufgenommen. Es steht seit einigen Jahren nicht mehr. An seine Stelle ist eine Garage aufgestellt worden.

SS. Der Nordwall war bis 1841 die nördliche Grenze der Bebauung des alten Dorfes. Auch hier sind auf der zugeschütteten 'Gräfte' Gärten angelegt worden. Gegenüber des nicht mehr vorhandenen Hauses Schnitzler/Löchtermann, unser Bild, stand eine weitere Pumpe, die öffentlich genutzt werden konnte. Sie hatte ihren Platz neben Köl!ers Schmiede, die schon vor langen Jahren abgerissen wurde. Einige Merkmale des alten Hauses auf unserem Bild sind heute Bestandteil der Westerholter Ortssatzung. So sollen zum Beispiel im Bereich des alten Dorfes die Dächer mit roten, nicht engobierten Hohlpfannen gedeckt werden, bei den Fenstern wird eine Sprossenunterteilung gewünscht. Das Foto wurde im Jahre 1929 aufgenommen.

56. Eine der sechs Westerholter Nachbarschaftspumpen stand vor dem Haus Ostwal1 Nr. 9. Letzter Pumpenmeister war Felix Spiekermann. Unser Bild aus dem Jahre 1928 zeigt ihn inmitten seiner Familie, er verstarb im August 1948. Der Ostwall wird von den Dorfbewohnem noch heute 'auf'm Graben' genannt. Die schmale Straße führte an einem Teil der 'Gräfte' entlang, die früher den ganzen Ort umgab. Dieser tiefe Wassergraben, seinerzeit als Sicherheitseinrichtung angelegt, wurde in den zwanziger Jahren zugeschüttet. Auf der angefüllten 'Gräfte' entstanden dann schöne Gärten.

57. Standort des Fotografen dieses Bildes der Schloßstraße war der Maiplatz. Das Foto wurde 1905 aufgenommen. Der Durchgang zwischen den Grundstücken Schloßstraße 5 und 7 - links im Bild zum ehemaligen Kirchhof an der alten Kirche wurde früher Sternengäßchen oder einfach 'Im Stern' genannt. Da in Westerholt kein Grund- oder Hypothekenbuch angelegt war, erhielten die Häuser erst bei Anlage des ersten Brandkatasters im Jahre 1782 Nummern. Diese Hausnummern waren durchlaufend und sind wiederholt geändert worden. Mit der Festlegung der Straßennamen Anfang des 20. Jahrhunderts wurden auch erst die Häuser straßenweise numeriert.

58. Schon lange vergessen ist der alte Holzzaun, der um die gräfliche Wiese gezogen war. An seine Stelle trat eine Mauer mit einem schmiedeeisernen Gitter. Im rechten Haus lebte jahrhundertelang die Schmiedefamilie Ohm, aus der auch der große Physiker Georg-Simon Ohm (1789-1854) hervergegangen ist, der das Ohm'sche Gesetz des elektrischen Widerstandes aufstellte. Auf der Wiese, im Vordergrund des Bildes, stand in früherer Zeit die erste Westerholter Schule. Den abgebildeten Teil des Dorfes nannte man früher 'Kühl', weil vom nahegelegenen Schloßteich immer ein kühles Lüftchen herüberweht.

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