Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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Partie aus A Westerhoit

59. Am 19. Dezember 1913 wurde eines der ältesten Häuser Westerholts, auf unserem Foto aus dem Jahre 1912, abgerissen. Das über 300 Jahre alte kleine 'Senftershüsken' lag zwischen den Häusern Teilenberg und Brinkmann. In diesem kleinen Domizil, es hatte unten und oben nur vier winzige Räume, lebte jahrelang die Witwe Antonette Blank mit ihrer Tochter Toni. Sie hatte ais erste Putzmacherin von Westerholt Hüte und Schleier und sonstigen Zierat für die Bürgerinnen der Freiheit angefertigt. Die hinteren größeren Häuser stehen heute noch.

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Gruß aus Westerholt i. W.

60. Im Jahre 1929 konnte noch niemand ahnen, daß 1982 mit einem Kostenaufwand von 800000 Deutsche Mark in dem abgebildeten Bereich der neue Marktplatz Westerholts gebaut wird, ein Renommierprojekt, daß nicht auf ungeteilten Beifall in der Bevölkerung stößt. Nach den Wünschen der Stadtväter soll hier ein Begegnungszentrum für Jung und Alt im Herzen Westerholts entstehen. Das alte Amtshaus vor der Kirche mit dem 'Pittermann' im Anbau wurde schon vor vielen Jahren ein Opfer der Spitzhacke. Weitere Häuser sollen noch folgen.

61. Das äußere Bild des Hauses Schloßstraße 34 hat sich seit 1912, in diesem Jahre wurde dieses Foto gernacht, wesentlich geändert. Seinerzeit befand sich noch neben der Konditorei und Dampfbäckerei Johannes Oelrnann, seit 1911 produziert diese Familie feinste Backwaren, das Elektroartikel- und Fahrradgeschäft von Theodor Iserloh. Café Oelmann ist heute noch Ausflugsziel vieler Sormtagsspaziergänger aus der näheren Umgebung. Die Fassade des Hauses ist vor einiger Zeit renoviert worden. Dem Trend der Zeit folgend wurden die alten Stuckzierden farblich abgesetzt.

62. Unser Jahrhundert war gerade erst einige Monate alt, als dieses leider etwas verblaßte Foto entstand. Das Haus paßt heute garnicht mehr so recht in das Bild des alten Dorfes. Es beherbergt eine Disoothek und wurde von außen mit Klinkersteinen und Kunststoffplatten verblendet. Damals 'barbierte' Friseurmeister Theodor Vorst die männlichen Dorfbewohner. Ob der Postbote dem 'Figaro' wohl gerade einen Liebesbrief überreicht? Links im Bild ist frisch rasiert Malermeister Heinrich Dammann zu erkennen, der am 11. April 1925 verstarb. Nach Theodor Vorst verkaufte lange Jahre Otto Schneider mit seiner Frau in diesem Ladenlokal Lebensmittel.

Bahnhof

Gruss aus Westerholt

63. Am 1. Juli 1871 wurde in Gallands Wirtschaft in Westerholt eine Postagentur eingerichtet. Bis dahin hatte man Briefe und Pakete vom Postamt Buer aus befördert. Als Bote fungierte der Wirt Heinrich Schürrnann, der das Mühlentor bewohnte. Zeitweise war das Postamt im Hause Lackmann an der Bahnhofstraße 11 (unser Bild) untergebracht. Der erste Zug fuhr am 1. Mai 1905, feierlich bekränzt, vormittags um 9 Uhr in der Bahnhof Westerholt ein. Alle Bewohner, Lehrpersonen und Schulkinder begrüßten den 'Langersehnten' mit Fähnchen und lautem Hallo. Das Bild stammt aus den zwanziger Jahren.

64. Anfang 1923 regierte in Westerholt die französische Besatzungsarmee. Die Offiziere gingen in die Baut und in die Löchterheide auf die Jagd, ohne vorher den Grafen als Jagdherren zu fragen, Förster Hubert Capelle war außer sich vor Ärger ob des Verlustes des schönen Wildbestandes. Eine Bildpostkarte aus dem Jahre 1915 beweist aber, daß der gleiche Forstmann in den Kriegsjahren in Frankreich auch auf die Jagd gegangen ist. Im Oktober 1923 lehnte die gräfliche Verwaltung die Zahlung der Jagdsteuer beim Landratsamt mit der Begründung ab, die Franzosen hätten ja das ganze Wild abgeschossen,

65. Das Wirtshaus 'Zur Börse', Inh. Rüdebusch, an der Schloßstraße wurde 1898 gebaut. Es ist eines der am besten erhaltenen Häuser aus der Zeit des Jugendstils. Die Fenster und die Tür des Saales stammen mit ihren bunten Glasscheiben aus dieser Stilepoche. Früherer Besitzer war Otto Capelle, der in seiner Gaststatte einen großen Papagei hatte, Die erste Renovierung des Hauses wurde, wie unser Bild es zeigt, im Jahre 1925 durch die Westerholter Firma Dammann durchgeführt. Die Dachaufsätze mußten nach einem Dachstuhlbrand 1969 abgetragen werden.

66. Wo diese Westerholter Jungen sich im Jahre 1931 zum Gruppenfoto stellten, steht heute die neue Martinischule. In der Scheune rechts im Bild, sie wurde schon vor einigen Jahren dem Erdboden gleichgemacht, erschlug im Jahre 1923 während der Besatzungszeit ein französischer Hufschmied einen französischen Offizier. Dieser Vorfall fand in ganz Deutschland Beachtung; Gedichte, Theaterstücke, Postkarten und sogar Balladen erzählen von dieser Bluttat. Links im Bild steht das alte Feuerwehrgerätehaus, das im Jahre 1964 der Spitzhacke zum Opfer fiel.

67. Im Jahre 1921 stand noch das Bunse'sche Haus mit der großen Deelentür (links im Bildhintergrund). Das Haus Feldmann/Strunk in der Mitte des Bildes hat heute den Eingang an der Nordseite. Rechts ist ein Teil des früheren Armenhauses zu sehen, das 1827 gebaut wurde. Die Bürger Westerholts leisteten auf dem Gebiet der Armenpflege in vergangenen Tagen viel Gutes. Das Armenhaus gehörte zu den rentbar angelegten Armenkapitalien, aus dem bedürftigte und in Not geratene Bürger unterstützt wurden. Verwalter dieser Vermögen war ein sogenannter Armenprovisor.

Parrle aus Ali-WéSterno,t

68. Im Jahre 1922 präsentierte sich die Martinistraße noch mit Kopfsteinpflaster. Das Haus Balz - rechts im Bild - hat heute eine glatte Giebelseite, während am Hause Südhof/Strunk - links - das Fachwerk wieder freigelegt wurde. Am Griese'senen Haus sind seit vielen Jahren die Fachwerkfelder verputzt. Die Martinistraße ist heute eine der schönsten Altstadtstraßen. Hier gelten immer noch die Zeilen von Anna Graf-Capelle über Alt-Westerholt: Altes Dorf, romantisch schon, vieles gibt es hier zu seh'n, alte Giebel, Fachwerkbauten, aus der Zeit, der längst ergrouten.

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