Westerholt in alten Ansichten Band 1

Westerholt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Wener
Gemeente
:   Westerholt
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1909-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Westerholt in alten Ansichten Band 1'

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69. In Westerholt hatten die Nachbarschaften, es gab von a1tersher derer sechs, unter anderem die Aufgabe, die Brunnen und Pumpen instandzuhalten. Als eine der letzten Pumpen verschwand die sogenannte Hasenpumpe in der Freiheit, unser Bild von 1916, die nach dem damaligen Hausbesitzer Hase benannt war. Als der Wasserbedarf stieg, bauten sich wohlhabende Bürger eigene Pumpen, die auch die nächsten Nachbarn benutzen durften, wofür sie dem Eigentümer im Herbst einen halben Tag beim Kartoffelausmachen helfen mußten. Das Stallgebäude rechts im Bild trägt heute eine Terrasse.

70. Stellvertretend für alle Westerholter, die das Ortsgeschehen des in diesem Buch beschriebenen Zeitabschnitts mit geprägt haben, sei Wilhelm Schnitzler genannt. Der am 6. Oktober 1864 geborene Wirt, Organist, Heirnatschriftsteller, Museumsbesitzer, Auktionator, Chronist und 'Dönkeserzähler' war ein wirkliches Original. Seine einzigartige Sammlung von über 3 500 verschiedenen Madonnenbildern birgt Schaustücke aus fast allen Ländern der Erde. Die unter dem damals bekannten Orgelpädagogen Prof. Sleemann, Münster, erworbenen Kenntnisse, konnte Wilhelm Schnitzler 64 Jahre lang an der St.-Martinus-Pfarrkirche unter Beweis stellen. Unser Bild zeigt ihn 1930 inmitten seiner Museumsschätze. Er starb am 11. Dezember 1946.

71. Urn die Jahrhundertwende schuf der Wirt und Organist Wilhelm Schnitzler in Westerholt ein sehenswertes Heimatmuseum. Die Teile der Sammlung, die den Zweiten Weltkrieg überdauerten, waren 1954 Grundstock für das Westerholter Heimatkabinett, daß auf Initiative des 'Heimatdoktors' Josef Deitmer begründet wurde. Heute sind die alten Stücke in einem Fachwerkhaus im alten Dorf untergebracht. Auf dem Bild aus dem Jahre 1929 ist ein Teil der Schnitzler'schen Sammlung zu sehen, unter anderem auch das Tutehorn des letzten Westerhalter Kuhhirten.

Westerholt i. W.

Krankenhaus Gertrudenstift

72. Durch die Bauunternehmung Gebrüder Röwer aus Westerholt wurde am 10. Februar 1914 der Bau des Krankenhauses an der Kuhstraße in Angriff genommen. Das Grundstück erwarb man von der gräflich Westerholt'schen Verwaltung zum Preise von 6334,57 Mark. Graf Westerholt schenkte anschließend dem Krankenhauskuratorium den Betrag zurück. Das St.-Gertrudis-Hospital steht auf dem sogenannten Domherrenkamp. Es wurde von den Heiligenstädter Schulschwestern übernommen. Erste Oberin war Schwester Maria Alexia geborene Stamm aus Hamm. Heute hat das Haus, besonders durch den angrenzenden Neubau, ein völlig anderes Gesicht erhalten.

73. Das Restaurant Rottmann wurde vor einigen Jahren abgebrochen. An seine Stelle wurde dort ein riesiges Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet. In der Gaststätte hatten viele Kegelklubs ihr Domizil, hier war auch das Stammlokal der Handballabteilung des 'SV Westerholt'. Früher gehörte zum Haus auch noch eine Gartenwirtschaft. Rechts oben im Bild sehen wir den Taubenteich mit Schloß Westerholt im Hintergrund und mit der alten Kirche, die 1903 noch ihren Turmhelm trug. Interessant ist unten links der Bliek auf die Zeche Schlägel & Eisen in Langenbochum. Die Mühle dort steht schon Jahrzehnte nicht mehr.

74. Die Möglichkeit der siedlungsrnäßigen Ausweitung über die Dorfgräben hinaus wurde 1832 mit dem Teilungsrezeß der Westerholter Gemeinheit geschaffen. Das Bild aus dem Jahre 1901 zeigt die sogenannte Storksmehr, in deren Bereich erst 1841 die ersten beiden Wohnhäuser außerhalb der Umwallung gebaut wurden. Das eine Haus stand westlich der Einmündung der jetzigen Storcksmährstraße in die Bahnhofstraße, das andere, gegenüberliegend, ist die Gastwirtschaft Eppmann, Hertener Straße 9, die inzwischen abgebrochen wurde.

75. Kaiser Wilhelm II. wurde am 15. Juni 1888 König von Preußen und Deutscher Kaiser. Aus Anlaß des 2Sjährigen Regierungsjubiläums des Herrschers veranstaltete die Gemeinde Westerholt am 8. Juni 1913 einen großen Festumzug, an der sämtliche Vereine teilnahmen. Mit Pauken und Trompeten, begleitet von Kindern, vorbei an vielen Schaulustigen, ging der Zug durch den ganzen Ort. Zum Abschluß sangen dann alle aus voller Kehle das Lied: Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands, heil Kaiser dir! Fûhl in des Thrones Glanz, die hohe Wonne ganz, Liebling des Volks zu sein! Heil Kaiser dirl

76. Eines der schönsten und ältesten Fachwerkhäuser in Westerholt ist das Reul'sche Haus an der Apostelstraße aus dem Jahre 1627. Früher standen in dieser Straße zwölf Häuser, erinnernd an die zwölf Apostel. Die Kastanie fiel längst der Axt zum Opfer, auch Lichtmasten sind schon lange aus dem Ortsbild verschwunden. Die Haustür des Hauses Reul, aus massiver Eiche angefertigt, ist heute Eingangstür zum Heimatkabinett in der 'Freiheit'. Alte Handwerkskunst in gediegener Ausführung ist nun einmal unverwüstlich.

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